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Condor und Attestor melden Vollzug

Condor Boeing 767 in FRA
Condor Boeing 767 in FRA, © Alexander Mohl

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FRANKFURT - Condor schlüpft unter das Dach von Attestor. Nach Erhalt der kartell- und beihilferechtlichen Freigaben vollzieht der Vermögensverwalter wie geplant den Einstieg beim Ferienflieger. Der Investor übernimmt zunächst 51 Prozent der Anteile - will Condor in Zunkunft am liebsten aber komplett.

Auf das OK aus Brüssel folgt der Einstieg: Attestor geht als neuer Mehrheitseigner bei Condor an Bord. Der Vermögensverwalter stockt das Eigenkapital der Airline um 200 Millionen Euro auf, weitere 250 Millionen Euro stehen für neue Langstreckenjets bereit.

"Die Zukunft von Condor beginnt heute", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup am Mittwoch in Frankfurt. "Mit Attestor haben wir nun einen starken Mehrheitseigentümer, der nicht nur alle 4.050 Arbeitsplätze bei Condor und der Condor Technik erhält, sondern auch finanziell die Weichen stellt. Mit dem frischen Eigenkapital ist Condor finanziell stark aufgestellt, um den Flugbetrieb weiter rasch hochzufahren und so der steigenden Nachfrage zu entsprechen."

Die dringend notwendige Modernisierung der 767-Langstreckenflotte werde Condor nun "mit derselben Leidenschaft" in Angriff nehmen, "mit der wir unsere Condor in den letzten 22 Monaten durch die Krise geführt haben", so Teckentrup weiter. "Auch im Namen aller Condorianerinnen und Condorianer gilt ganz besonderer Dank Attestor für das Vertrauen in uns, aber auch der Politik, unseren Partnern und unseren Kunden, die uns sehr unterstützt haben."

Komplettübernahme möglich

Attestor übernimmt nun zunächst 51 Prozent der Anteile von Condor, die restlichen 49 Prozent hält weiterhin die SG Luftfahrtgesellschaft im Auftrag von Bund und Land. Der Investor hat die Option, die verbleibenden Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben.

Um die Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern, unterstützen Bund und Land Hessen die Neuaufstellung von Condor mit einer Restrukturierung des KfW-Darlehens in Form eines Forderungsverzichts. "Das verbleibende KfW-Darlehen wird Condor wie vereinbart fristgerecht zurückführen", teilte die Fluggesellschaft mit.

Der deutsche Staat hatte die Airline bereits 2019 mit einem KfW-Kredit gerettet, nachdem der damalige Mutterkonzern Thomas Cook in die Pleite gerutscht war. In einem Schutzschirmverfahren wurde Condor saniert, und Anfang 2020 stand mit der LOT-Mutter PGL ein Investor bereit.

Doch nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie sprangen die Polen ab - und Condor benötigte erneut staatliche Hilfe. Insgesamt stellte der Staat Condor so 550 Millionen Euro Kreditlinien zur Verfügung.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Condor | 28.07.2021 16:22

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Beitrag vom 01.08.2021 - 20:01 Uhr
Ich habe eine Handwerkerausbildung, allerdings schon 30 Jahre nicht mehr in dem Beruf gearbeitet. Trotzdem habe ich ein Angebot von 4000 € + Dienstwagen usw. bekommen.
Als ( guter ) Meister sind bestimmt 5stellige Summen drin.
Beitrag vom 01.08.2021 - 19:15 Uhr
Da kennst du die Verdienste im Handwerk aber schlecht :-)
Beitrag vom 28.07.2021 - 19:14 Uhr
Was wäre eigentlich so schlimm daran, einen Laden, der sich erkennbar nicht über Wasser geschweige denn in der Luft halten kann, eigentlich mal zugunsten derer, die das letzten Endes bezahlen, pleite gehen zu lassen? Müssen Urlaubsflüge unbedingt durch den Steuerzahler subventioniert werden? Jeder Handwerker, der seinen Meister macht und einen Betrieb übernimmt, trägt weit mehr Risiko als so ein Airline-Management. Der Unterschied ist nur, Handwerk schafft solide Arbeitsplätze und bringt Steuern ein, das hier so ziemlich das Gegenteil.

Wenn man das schon so polemisch sieht, jeder Kapitän bei Condor verdient mehr als die meisten Handwerkermeister (zumindest wenn man die Schwarzarbeit im Handwerk nicht dazurechnet).
Da musst du bei über 4000 gut bezahlten Arbeitskräften schon viele Handwerksklitschen aufmachen.
Problem was viele hier nicht sehen, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx es geht nicht nur um Condor selbst sondern an Condor hängen weitere Tausende Arbeitsplätze in der deutschen Touristik, die bei einer Pleite gefährdet gewesen wären, die Systemrelevanz wurde durch Bundesregierung und EU bestätigt.
Modhinweis
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Beitrag bearbeitet.
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2021 21:38 Uhr bearbeitet.


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