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ACG bestellt A220 und A321XLR

Airbus A220
Airbus A220, © Airbus

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TOULOUSE - Der Flugzeugbauer Airbus hat kurz vor Jahresschluss einen weiteren Großauftrag eingesammelt.

Der Flugzeugfinanzierer Aviation Capital Group (ACG) habe 40 Maschinen aus der Modellfamilie A320neo bestellt, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Toulouse mitteilte.

Darunter seien auch fünf Exemplare der neuen Langstreckenversion A321XLR, die sich im Gegensatz zu den A320neo-Mittelstreckenjets etwa auch für Flüge zwischen Mitteleuropa und den USA eignet. Zudem unterzeichnete ACG den Angaben zufolge einen Vorvertrag zum Kauf von 20 Maschinen vom kleineren Typ A220.

ACG mit Sitz im kalifornischen Newport Beach gehört zum japanischen Leasing- und Spezialfinanz-Konzern Tokyo Century Corporation
© dpa | 30.12.2021 17:38

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Beitrag vom 01.01.2022 - 13:51 Uhr
@große Krügerklappe

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen!!!

Boeing steckt (neben den vielen anderen 'Baustellen/Problemen bei der 787 und den anderen...) mit dem Verkauf der B787 in einem großen Dilemma: erhöhen Sie die Preise auf ein vernünftiges Maß, kriegen Sie die Dinger nicht mehr los. Machen Sie weiter auf Dumping, verdienen Sie nie Geld.

Eigentlich für Airbus eine kommode Situation: die Kosten für den 330neo dürften rein sein und gegen (eventuell) steigende Preise für den 787 hat man ein günstigeres, in der Leistungsfähigkeit (fast) gleichwertiges und vor allem aber NICHTFEHLERBEHAFTETES Angebot.
Beitrag vom 01.01.2022 - 10:35 Uhr
Airbus hat ne Seite über die Orders:

 https://www.airbus.com/en/products-services/commercial-aircraft/market/orders-and-deliveries

Danke für diesen Link. Danach hat AB in 2021 (bis November) 25 Ordern für den A330 (davon 17 für neo) und 0 für den A350 reingeholt. Interessant!

Ps. Ich hatte in einen anderen Thread gefragt, wieviel A330neo Ordern AB braucht, um die Kosten für das Redesign wieder reinzuholen und in der Gewinnzone zu landen.
Weiß ich zwar immer noch nicht, aber nochmals danke für den Link.

Wünsche einen schönen Jahreswechsel und ein gutes, wieder halbwegs normales 2022.

Die Kosten für den A330neo belaufen sich auf 2 Mrd. - 1 mrd. für das Trent 7000 und 1 mrd. bei Airbus für die Verbesserungen.
Das meiste war wohl aerodynamik, neuer Pylon und neues Winglet.
Insgesamt waren in dieser Präsentation glaube ich 12% weniger Fuel Burn pro trip, 11% bringt das Triebwerk, die aerodynamik nochmal 4% und dann verliert man den rest wg. Gewicht und Drag.
Kabine noch optimiert, und dann kommt man auf die 14% gegen den CEO.

Das Problem beim A330neo ist einfach das dumping von Boeing.
Muss man halt so sagen. Solange eine B787 für 100 Mio. $ über den Tisch geht, wird der A330neo nicht viele Sales machen. Erfüllt aber trotzdem seinen Zweck als plane in a being.
Und verhindert das Boeing mit der 87 Geld verdient.
Würde Boeing seinen Flieger halt mal so anbieten, das sie damit auch Geld verdienen und ihre Kohle aus dem Programm zurück bekommen würden, dann würde der A330neo auch deutlich mehr sales sehen.

Ich frage mich oft was machbar wäre, wenn man den A330 heute komplett neu entwickeln würde - d.h. composite Rumpf + Flügel. Landet man dann bei der B787?

Die Geschichte war, das dass Konzept des A330neo der erste A350 Entwurf war. Dort wurde ein Teil der Analysen und entwicklungen gemacht. Als das am Markt abgelehtn wurde, kam der A350 XWB.
In der Folge brachte Airbus statt der A350-800 dann den A330neo, und konnte daher von den bereits gemachten Studien und der Entwicklung des A350 XWB profitieren.

Man darf halt nicht vergessen: Es fliegen mittlerweile 1000 B787, und von den grossen Airlines haben einzig Delta und Tap A330neo geordert. Verdammt viele A330 Betreiber sind zur B787, z.b. Singapore, Qantas, Etihad,American, Hawaiian, Thai.

Die werden wohl nicht noch A330neo kaufen, sondern wohl mehr B787 wenn sie ihre A330 ausflotten.
Beitrag vom 01.01.2022 - 10:33 Uhr

Ich hatte es so verstanden: Die ursprünglich entwickelte A350 ist die heutige A330NEO. Weil die A330NEO der verworfene Erstentwurf der A350 ist, trägt die A350XWB deren Entwicklungskosten.

Genau das ist aber nicht so. Die ersten Entwürfe A350 waren auch ein ziemlich neuer Entwurf. Nur noch nicht in CFK aber doch deutlich von A330 abweichend. Kam einen totalen Neuentwurf ziemlich nah war aber den großen Leasingges. nicht weit genug neu. Die wollten ein vollwertiges Konkurrenzmodell zur B787. Die haben letztlich Airbus gezwungen nochmal alles (auch Größen) neu zu durchdenken und auf CFK zu schwenken.

Das war damals ein großes Kostenproblem denn Airbus stand genau mitten im A380 Desaster bei Prod.-beginn und war deshalb relativ klamm. Im nachhinein muss man denen dankbar sein denn mit dem Erstentwurf waren sie doch nicht voll gleichwertig und mit A350 hat im Gegensatz zur A380 alles gut bei der Entwicklung geklappt.

Heute kann sich Airbus relativ entspannt zurück lehnen und sich mit Weiterentwicklung zu begnügen ohne große Risiken einzugehen. Die wären gerade wegen Corona jetzt fatal.
Die jetzige A330neo ist im Grunde (fast) unverändert gegen ceo aber mit sparsameren Triebwerken. Die machen das Modell nach wie vor interessant. Nachdem die CFK Hype etwas abgeklungen ist das für viele eine interessante Alternative die zudem deutlich preiswerter sein dürfte.


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