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Gespaltenes Bild auf dem Arbeitsmarkt für Piloten

Airbus A330-900
Airbus A330-900, © Airbus

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LONDON - Der Arbeitsmarkt für Piloten klart auf - wenn auch nicht überall gleich schnell. Laut einer aktuellen Studie ist einer von drei Piloten weltweit noch nicht wieder zurück im Cockpit. Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise haben trotzdem nur wenige Pilotinnen und Piloten der Luftfahrt den Rücken gekehrt.

Die Lage für Piloten auf Jobsuche verbessert sich, von einem Normalzustand ist die Luftfahrt nach zwei Jahren Krise aber noch weit entfernt.

In den USA und Kanada stehen inzwischen wieder 81 Prozent der Pilotinnen und Piloten in Lohn und Brot bei einer Airline. Das geht aus einer aktuellen Erhebung von "Goose Recruitment" und "FlightGlobal" unter Lizenzinhabern hervor.

In Europa trifft das auf immerhin knapp zwei von drei Piloten zu - mit 62 Prozent Beschäftigungsrate spiegelt Europa exakt den globalen Durchschnitt wider. Bei der letzten Umfrage vor einem Jahr konnten nur 43 Prozent der Teilnehmer eine aktuelle Beschäftigung im Cockpit angeben.

"In Nordamerika beobachten wir eine Gehaltssteigerung um 20 Prozent bei Ersten Offizieren in den letzten zwei Jahren", sagte Goose-Chef Mark Charman. "Auf dieser Stufe herrscht ein regionaler Mangel."

In Asien hat sich die Situation 2021 hingegen eher verschärft: 25 Prozent der befragten Pilotinnen und Piloten hatten gar keinen Job, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit sind fünf Prozent der Befragten nach wie vor im Luftfahrtumfeld aber nicht im Cockpit beschäftigt, sieben Prozent orientierten sich beruflich neu.

Ältere Piloten ordnen ihre Chancen auf dem Jobmarkt dabei teils deutlich schlechter ein als jüngere Kollegen. "Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr in Frage komme, weil ich 50 bin", sagte ein Pilot. "Zu alt und überqualifiziert - mein Alter und meine Erfahrung scheinen eher gegen mich zu arbeiten", sagte ein anderer.

Und der Übungsaspekt? "Ich hatte Erziehungszeiten, das ist nicht die längste Phase, in der ich nicht geflogen bin", sagte ein Kapitän aus Europa. "Ich bin zuversichtlich, dass meine Fähigkeiten schnell zurückkehren."

Airbus warnt vor Pilotenmangel

Für die Zeit nach der Krise warnten Experten zuletzt vor einem möglichen Schock auf dem Arbeitsmarkt. Airbus erwartet in den nächsten fünf Jahren einen Bedarf an 100.000 neuen Piloten -  diese Nachfrage sei derzeit nicht durch Absolventen aus Flugschulen gedeckt, sagte der Chef der Airbus-Servicesparte Klaus Röwe.

Wegen weltweiter Pensionierungswellen in der Krise werden Airlines laut Airbus-Daten in den nächsten Jahren zudem viele Kapitänsstellen nachbesetzen.

Erste Fluggesellschaften stehen bereits unter erhöhtem Rekrutierungsdruck - der US-Preisbrecher Southwest Airlines will laut einem Memo in diesen Jahr 1.547 Piloten neu einstellen - und 628 Erste Offiziere auf den linken Sitz befördern.

Die komplette "Pilot Survey 2022" können Sie hier herunterladen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 27.01.2022 09:00

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Beitrag vom 27.01.2022 - 10:52 Uhr
Das heist Pilotin und Piloter.
Wenn man beide Geschlechter ansprechen will, könnte man der Einfachheit halber auch Pilot sagen.


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