Insolventer Airport
Älter als 7 Tage

Airlines warten Entwicklung am Hahn ab

Flughafen Frankfurt Hahn
Flughafen Frankfurt Hahn, © Hahn Airport

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HAHN - Der insolvente Hunsrück-Flughafen Hahn hofft angesichts des nahenden Frühlings auf mehr Buchungen - Airlines warten vorerst die weitere Entwicklung rund um den Flughafen ab.

"Wenn man das vergangene Jahr als Indikator nimmt, dann werden wir vermutlich auch dieses Jahr bei sinkenden Infektionszahlen eine verstärkte Reiselust der Menschen beobachten können", sagte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Markus Plathner. Das sei aber stark von der dynamischen Corona-Situation abhängig.

Der Hahn-Flugplan im Internet sieht nach seinem verringerten Winterangebot von März und April an wieder zahlreiche zusätzliche Passagierflüge vor. Die Sprecherin des Insolvenzverwalters erklärte mit Blick auf die Fluggesellschaften wie beispielsweise Ryanair: "Zu möglichen Planungen unserer Kunden können wir uns als Flughafen nicht äußern."

Diese hingen sicherlich von den Fortschritten bei der angestrebten Veräußerung des Airports an noch ungenannte Kaufinteressenten ab. "Grundsätzlich sehen wir die Nachfrage nach weiteren Flügen ab Frankfurt-Hahn als positives Signal", betonte die Sprecherin.

Unterdessen wurde laut dem Insolvenzgericht Bad Kreuznach für die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH ein Gläubigerausschuss eingesetzt. Dessen Mitglieder sind neben Hahn-Betriebsratschef Thomas Dillmann eine Vertreterin der Bundesagentur für Arbeit sowie die beiden Geschäftsführer der IT-Firma Air IT Service GmbH.

Am 27. April sind am Amtsgericht Bad Kreuznach, das als Insolvenzgericht fungiert, nacheineinander fünf Gläubigerversammlungen der fünf insolventen Hahn-Gesellschaften geplant. Dabei werden nach Angaben des Gerichts hinter verschlossenen Türen jeweils die angemeldeten Forderungen geprüft.

Der Flughafen Hahn verbuchte 2021 wieder mehr Passagiere und Fracht als im ersten Corona-Jahr 2020 - trotz des damaligen Normalbetriebs noch im Januar und Februar. Die Zahl der Passagiere stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 54,9 Prozent auf 676.829, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) mitteilte. Das Frachtvolumen stieg um 11,1 Prozent auf 258 864 Tonnen.

Der Hunsrück-Airport hatte im Oktober 2021 Insolvenz angemeldet. Der inzwischen ebenfalls angeschlagene chinesische Konzern HNA hatte 2017 für rund 15 Millionen Euro 82,5 Prozent des Flughafens vom Land Rheinland-Pfalz erworben. Hessen hält noch 17,5 Prozent.
© dpa-AFX | 11.02.2022 07:02


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