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Amsterdam wendet Flugchaos ab

Amsterdam Schiphol
Transfer Terminals, © Amsterdam Schiphol

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AMSTERDAM - Dem Amsterdamer Flughafen Schiphol ist es am Samstag nur dank der Streichung Dutzender Flüge gelungen, einen Kollaps wegen fehlenden Bodenpersonals wie am vergangenen Wochenende zu verhindern.

Fluggäste müssten dennoch mit Gedränge und langen Wartezeiten rechnen, teilte der Flughafen am Samstag mit. Es bildeten sich lange Warteschlangen bis vor die Terminalgebäude. Die Feuerwehr verteilte Wasser an die Wartenden.

Die Fluggesellschaft KLM hatte für Samstag und Sonntag nach einem Aufruf des Flughafens 47 Flüge gestrichen. Andere Airlines verlagerten einige Flüge nach Rotterdam. Wie der Flughafen mitteilte, sank die Passagierzahl in Schiphol am Samstag um etwa 3.500.

Die Überlastung von Schiphol, das auch ein wichtiges internationales Drehkreuz ist, wird nach Flughafenangaben durch einen Mangel an Bodenpersonal verursacht. Auf dem Arbeitsmarkt seien keine Kräfte mehr zu finden.

Um den Flugverkehr mitten in den niederländischen Frühjahrsferien bewältigen zu können, hatte der Flughafen Airlines zum Streichen von Flügen aufgerufen. Während KLM dem Aufruf folgte, protestierten andere Fluglinien. Insbesondere Ferienflieger wollten Urlauber nicht in Stich lassen. KLM rief Reisende auf, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Zum Ferienbeginn in den Niederlanden am vergangenen Samstag war die Situation nach einer unangekündigten Arbeitsniederlegung von Bodenbeschäftigten der Fluglinie KLM aus dem Ruder gelaufen. Dutzende Flüge mussten kurzfristig gestrichen werden, Tausende Reisende stauten sich in den Terminals. Autobahnabfahrten wurden gesperrt und Reisende aufgerufen, den Flughafen nicht mehr anzusteuern.
© dpa-AFX | 30.04.2022 18:20

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Beitrag vom 02.05.2022 - 12:07 Uhr

Auch wenn @Viri mich herrlich naiv nennt und Sie das als Race-to-the-bottom bezeichnen: Man muss monetäre Anreize schaffen, um diese Stellen zu besetzen.

Sorry, das ist nicht ganz korrekt.

Diesen Teil eines Beitrages:

"Hat sich Mal jemand die Konditionen für Stockholm angesehen? Das ist absolut traurig. Kein Wunder, dass die Antrittsgelder anbieten müssen, sonst würden die niemanden finden."

den Sie als mit "das/so ist Marktwirtschaft" kommentierten, habe ich als "Race to the Bottom" bezeichnet.

Das ist kein Race to the bottom, Flash ist ein Preisfindungsmechanismus, der dafür sorgt, dass nicht zu viel und nicht zu wenig bezahlt wird.

Wie das in der Marktwirtschaft immer gemacht wird. Die Sache mit Angebot und Nachfrage. Wie das auch bei Eurowings in Stockholm gemacht werden muss.

Hat ja in Stockholm zu der "Antrittsprämie" geführt, die Konditionen an sich aber nicht verbessert. Weiß jemand ob es dort Erfolg gebracht hat?

Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein. Entweder die monetären Anreize wirken, dann finden sich Arbeitnehmer oder sie wirken nicht, dann wird a) nachgebessert oder b) das Projekt wird eingestampft.
Es wird keine Zwangsrekrutierungen geben, wie das @Viri anscheinend unterstellt.

Mal schauen wie es die Airports machen und ob es Erfolg hat.

Natürlich wird es Erfolg haben oder glauben Sie, der Flughafen in Amsterdam macht zu?
Beitrag vom 02.05.2022 - 08:51 Uhr

Welcher dieser zwei Sätze ist für Sie zu kompliziert?


Keiner, denn ich schrieb:

"Dann hätte das aber bereits vor zwei Wochen (okay da gab es keinen Ferienbeginn) und dann müsste das auch die kommenden Wochenenden so sein. Wo doch - wie allgemein erwartet - die Zahl der Paxe gewaltig ansteigen wird.
Wie wollen die das Problem lösen, wenn kein Personal zu kriegen ist?

Soll also jedes WE so eine Aktion starten?"

Also, wie lässt sich das Problem (welches ja nicht nur AMS betreffen dürfte) Ihrer Meinung nach lösen?
Wieder so ein Satz. Merken Sie nicht, dass Sie hier ein ums andere mal in einen Konflikt schliddern. Sie formulieren so verschachtelt und mischen Themen, dass, wenn Ihnen die Antwort nicht passt, Sie argumentieren das hätten Sie so nicht gesagt. Gerne mit Verweis auf den Smiley oder eine Klammer.

Wo "schliddere" ich in einen Konflikt!?
Weil ich nicht einfach alles hinnehmen, was mir (unsachlich) unterstellt wird? Und mit dem untersetze, was ich wirklich geschrieben habe?
Wo ist da ein 'Konflikt'.
(Auch wenn es Ihnen in Bezug auf mich schwerfällig: finden Sie bitte zur Objektivität zurück!).

Was erwarten Sie für eine Antwort?
>
Das mit der (eigentlich nicht zu beantwortenden) Schlussfrage habe ich mir - große Entschuldigung - von Ihnen abgeschaut 😉.

Also, wie lässt sich das Problem (welches ja nicht nur AMS betreffen dürfte) Ihrer Meinung nach lösen?
Wissen wir doch, man muss attraktiver sein als andere Arbeitsplätze. "Nicht nur AMS... " meinen Sie das global oder nur in den Niederlande? In Rotterdam scheint es zu funktioinieren, die haben ja Verkehr übernommen. "... betreffen dürfte" Warum so unkonkret? Ist doch hier jede Woche ein Artikel, der über solche Probleme berichtet. Die Lösungen stehen auch immer dabei, bessere Bedingungen, Verlagern oder Anpassen.
>
Richtig:
das Problem ist ein generelles, welche alle Bereich der Luftfahrt betrifft (Crews, Boden Flugsicherung, Technik).
Corona (Abwanderung bzw. Entlassungen), "Optimierungs"massnahmen in Boomzeiten, haben zu dem jetzigen Arbeitskräftenangel geführt, da viele ehemalige AN der Luftfahrt jetzt bereits wo anders (gut) untergekommen sind.

Bin wirklich gespannt wie das Problem gelöst wird.

PS.
"Die Lösungen stehen auch immer dabei, bessere Bedingungen, Verlagern oder Anpassen."
Wo - 'die (konkreten)- Lösungen' - stehen diese im dem hier diskutierten Artikel?
Meinen Sie die Absage von Flügen und die Umroutung nach Rotterdam?

Dieser Beitrag wurde am 02.05.2022 09:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.05.2022 - 08:45 Uhr
Vollbeschäftigung liegt bei etwa 2 % Arbeitslosigkeit vor. Dann ist wirklich "niemand" mehr da, der arbeiten will.

Und dann muß man zu jeder Zeit die abziehen, die sich bei einer Firma melden und gleich am Empfang sagen: "Ich brauche hier mal einen Stempel für´s AA. Bin dann auch gleich wieder weg." Die laufen dann weiter unter "arbeitssuchend".


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