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Airbus: "Vakuum" bei Großraumfrachtern

Airbus BelugaXL
Airbus BelugaXL, © Airbus

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BERLIN - Der Flugzeugbauer Airbus will das Geschäft mit Großraum-Transportern für das Militär und zivile Anwendungen ausbauen.

"Mit dem Ausfall der Antonow-Flotte ist jetzt ein Vakuum in dem Bereich für Großraum-Transportflugzeuge entstanden. Wir wollen uns mit der Beluga in diesem Markt bewähren", sagte der Chef der Airbus-Rüstungssparte, Michael Schöllhorn, der Deutschen Presse-Agentur vor der am Mittwoch beginnenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin.

Ein "persönliches Highlight" der Messe werde für ihn der Airbus-Transporter Beluga XL sein.

"Wir müssen unsere Satelliten unter bestimmten Bedingungen nach Kourou in Lateinamerika bringen. Das haben wir bisher häufig mit der Antonow gemacht. Im Moment fliegt die Antonow nicht mehr", sagte er mit Blick auf den ukrainischen Flugzeugbauer, der Ziel russischer Angriffe wurde.

Airbus hatte bereits im Januar - vor dem russischen Überfall auf die Ukraine und der Zerstörung mehrerer Antonow - Pläne für einen Einstieg in das Geschäft mit Großraumfrachtern bestätigt. Konkret will der Konzern ausrangierte BelugaST in eine eigene Charterops überführen.

"Es geht auch um das Thema militärische Verlegbarkeit, wo sich auch die europäischen Streitkräfte mehr Gedanken machen, wie sie Gerät von A nach B bringen können. Und da spielt natürlich die Beluga durchaus auch eine Rolle in den Überlegungen."

Schöllhorn ist auch Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Rund 550 Aussteller präsentieren in Schönefeld von Mittwoch bis Sonntag ihre Lösungen für die Zukunft des Fliegens und der Raumfahrt. Neben weniger Schadstoffausstoß im Luftverkehr steht wegen des Ukraine-Kriegs der militärische Teil besonders im Blickpunkt. Die Branche hat dabei die geplanten zusätzlichen Militärausgaben Deutschlands von 100 Milliarden Euro im Blick.
© dpa-AFX, aero.de | 21.06.2022 07:47

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Beitrag vom 21.06.2022 - 22:54 Uhr
Bei der Beluga würde auch viel Platz verschenkt werden.

Die Beluga ist ideal für zivile bzw. genau die Industriegüter wie sie die Antonov oft geflogen hat. Sie wurde dafür im Grunde ja auch gebaut.

Ob die alte Beluga wirklich so "empfindlich" ist weiß ich nicht, der Composit Anteil ist auf jeden Fall geringer als im A400M und druckbelüftet ist ihr Frachtraum auch nicht.
Beitrag vom 21.06.2022 - 22:49 Uhr
Natürlich gibt es inzwischen fast überall auf der Welt gute, betonierte Pisten und damit auch in fast jedem Konflikt der Welt (und in den anderen reichen Helis) und so ist das Konzept des A400M heute ähnlich sinnvoll und zeitgemäß wie ein Flugboot.

Die hohe Ladeklappe ist aber wirklich ein Problem und zwar vorallem deshalb weil man umentsprechende Hebebühnen einzufliegen ja eh schon einen Hochdecker à A400M, C17 usw. braucht ...


Ich meine Airbus bzw. Airbus und die Kunden sollten über einen A400M-Jet nachdenken denn der A400M ist nicht unbedingt zu klein sondern vorallem zu schwach. Dass ein Hubschrauber (CH53K) fast die gleiche Motorleistung hat wie ein strategischer Transportflieger (nicht vergessen: die CH53K hat eigentlich vier Triebwerke) kann einfach nicht sein.
Beitrag vom 21.06.2022 - 21:59 Uhr
Vielleicht wird es einfach mal wieder Zeit ein Flugzeug von Grund auf als Großraumfrachter zu entwickeln. Seit AN124 und Galaxy ist da nichts mehr passiert. Ich würde da auch im zivilen Bereich durchaus Absatzmärkte sehen wenn auch überlange Fracht geladen werden kann. Die Tage der 744 sind gezählt und die 748 hat zwar noch viele Jahre vor sich, aber auch da ist bald Schluss. Dass ein solches Flugzeug andere Kriterien erfüllen muss als ein Beluga sollte klar sein, alleine die fehlenden Beladungsfahrzeuge werden die Ziele bei Adhoc Charter für den Beluga massiv einschränken.


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