"RIA"
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Saudi-Arabien will einen Emirates-Gegner hochziehen

Saudia Airbus A330
Saudia Airbus A330, © FMG

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RIAD - Saudi-Arabien bringt den Aufbau einer neuer Fluggesellschaft auf den Weg. Nach dem Vorbild von Emirates soll "RIA" den Flughafen in Riad zum internationalen Drehkreuz entwickeln. Die sehr wohlhabende Öl-Nation soll dafür einen Beschaffungsetat von 30 Milliarden Dollar bereit gestellt haben.

Seit Monaten streut Saudi-Arabien Informationen über die Gründung einer zweiten Airline neben Saudia. Wie Webseite "Arabian Business" berichtet, soll das neue Unternehmen im vierten Quartal 2022 nun tatsächlich gegründet werden.

Der wahrscheinliche Name werde "RIA", Heimatbasis Riad. Der seit einem Jahr vorbereitet Start werde vom saudischen Public Investment Fund mit 30 Milliarden Dollar finanziert. Dies gehöre zu einem Förderprogramm für Tourismus im Gesamtumfang von 100 Milliarden Dollar.

Außerdem soll im Regierungsprogramm "Vision 2030" der Luftfahrtsektor Saudi Arabiens in den nächsten acht Jahren mit weiteren 100 Milliarden Dollar gefördert werden. RIA soll nach dem Vorbild von Emirates ein Drehkreuz aufbauen, aber dies in einem Viertel der Zeit schaffen.

Am Ende entscheidet der Kronprinz

Bis 2030 will Saudi-Arabien die Besucherzahlen im Land von heute vier Millionen im Jahr auf 30 Millionen steigern. Besonders der Markt Afrika gelte als stark entwicklungsfähig. Dazu werden auch die Tourismusgesetze geändert. Ein Vorstandschef für das neue Unternehmen steht laut "Arabian Business" noch nicht fest. Auch der Name werde endgültig erst durch Kronprinz Mohamed Bin Salman ausgewählt.
© FLUG REVUE - SST | Abb.: Airbus | 02.09.2022 06:55

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Beitrag vom 03.09.2022 - 14:47 Uhr
Wieviele der Touristen interessieren sich denn wirklich für die Zustände im Urlaubsland? 10 %? 15 %?

Ich wäre da nicht allzu optimistisch an das Gute im Menschen zu glauben ...

Der Einwand kommt nicht ganz unberechtigt. Aber da muss manvielleicht ein wenig unterscheiden. Unter all den Ländern die ich bereist habe sind auch einige die alles andere als demokratisch sind. Darunter auch Russland. Darauf zu warten das sich das dort ändert würde meinen Lebenshorizont und den der meisten oft überschreiten. Da bleibt nur reisen oder nichtreisen. Ich wollte.

Aber so Länder wie Saudi-Arabien sind nicht nur undemokratisch sondern man ist evtl. der puren Willkür ausgesetzt wenn man nur versehentlich gegen dortige Regeln verstößt. Das ist für mich nicht akzeptabel.

Nur so ganz nebenbei, was wäre dort so sehenswert? Ich weiss es nicht. Wüste habe ich genug gesehen.

Dieser Beitrag wurde am 03.09.2022 14:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.09.2022 - 01:05 Uhr
Das ist natürlich ein sehr sehr ehrgeiziger Plan. Wenn die 30 Millionen Gäste erreicht werden und jeder so 1000 bis 2000 US Dollar ausgibt so wäre das ein 60 Mrd US Dollar Umsatz im Jahr für Fluglinie, Hotel usw. Nur sind es heute 4 Millionen Gäste und damit 4-8 Mrd US Dollar Umsatz. Konservativ könnten es 8 bis 12 Millionen Gäste werden mit einer Premium Fluglinie und weiteren Hotels usw. Das wäre zumindest den Investitionen schon ein Wert wo diese nicht verpuffen würden.

Dazu bedarf dies natürlich auch Flugzeuge welche Premium sind. Wirklich in Frage kommen da nur A350XWB, 787 und eventuell A330neo. Wenn Afrika im Blick ist vermutlich auch XLR. Die könnten auch für Europa genutzt werden. Die 777X käme zu spät und ist völlig offen ob diese je kommen wird. Da hier Zeitdruck hinter ist, will da keiner warten auf die.

Aber Emirates fliegt mit A380. Das ist Premium. Woher also A380 nehmen? Ein Konkurrent müßte hier ein paar schon davon haben. Alleine wegen dem Komfort usw.

Würde mich nicht wundern, wenn hier Bestellungen nur an Airbus gingen.



Laut Artikel ist der CEO Posten noch offen. Da sie anscheinend sowieso alles ganz genau / besser wissen was die zukünftige Strategie / Flotte dieser Airline angeht, sollten sie sich vielleicht bewerben
Beitrag vom 02.09.2022 - 19:59 Uhr
Wieviele der Touristen interessieren sich denn wirklich für die Zustände im Urlaubsland? 10 %? 15 %?

Ich wäre da nicht allzu optimistisch an das Gute im Menschen zu glauben ...


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