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NTSB ist Unfall bei Airshow auf der Spur

Absturzsstelle in Dallas
Absturzsstelle in Dallas, © NTSB

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DALLAS - Flugunfalluntersucher haben ihren Zwischenbericht zur Kollision eines B-17-Bombers mit einer P-63 King Cobra veröffentlicht. Bei dem Unfall auf einer Airshow im texanischen Dallas waren im November sechs Menschen an Bord der historischen Militärmaschinen ums Leben gekommen.

Nach den Angaben im Zwischenbericht der US-amerikanischen Unfalluntersuchungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) hatten bei dem Unfall am 12. November bei der "Wings Over Dallas"-Airshow in Dallas acht historische Warbirds an dem Flugdisplay teilgenommen.

Die an dem Unfall beteiligte B-17G Flying Fortress führte dabei eine Formation von fünf Bombern an, die King Cobra war die Nummer drei einer Fighter-Formation.

In ihrem Bericht stellt die NTSB den Verlauf des Unglücks folgendermaßen dar: Der Air Boss - der Verantwortliche für die Koordination der Flugvorführung - wies beide Formationen an, südwestlich der Landebahn zu manövrieren, bevor sie in den Displaybereich zurückkehrten.

Er wies die Kampfflugzeugformation an, in die Trail-Formation überzugehen, sich vor den Bombern zu positionieren und die Zuschauerlinie in einem horizontalen Abstand von 500 Fuß zu passieren. Die Bomber erhielten die Anweisung, die 1.000 Fuß-Vorführungslinie abzufliegen.

Kein Briefing zu Höhen

Weder vor dem Flug noch in der Luft wurde dafür auch eine Höhenstaffelung gebrieft, stellt der Untersuchungsbericht fest. Als die Jagdflugzeug-Formation die Displayzone erreichte, rammte die P-63F in einer Schräglage nach links die B-17G an der linken Rumpfseite kurz hinter dem Flügel.

Beide Flugzeuge brachen noch in der Luft auseinander und stürzten südlich des Bahnendes der Runway 31 auf eine Wiese des Flughafengeländes. In der B-17 starben der Pilot, Copilot und drei Besatzungsmitglieder. Auch der Pilot der Jägers kam ums Leben. Beide Maschinen gehörten zur Commemorative Air Force.

Der Verein erhält Flugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs lufttüchtig und präsentiert sie auf Flugschauen.

Für die Untersuchung hatte die NTSB den Funkverkehr und ADS-B-Daten des Flugverlaufs ausgewertet. Auch das Avidyne-IDF540-Navigationsgerät in der B-17 hatte Positionsdaten zum Unfallflug gespeichert. Ein in der King Cobra montiertes GPSMAP-496-Satellitennavigationsgerät hatte dagegen keine Daten aufgezeichnet.
© FLUG REVUE - Christof Brenner | Abb.: NTSB | 11.12.2022 15:11


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