Teilprivatisierung
Älter als 7 Tage

TAP kann Interessenten schwarze Zahlen vorweisen

TAP Air Portugal Airbus A330-900
TAP Air Portugal Airbus A330-900, © Airbus

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LISSABON - Portugal nimmt die Teilprivatisierung von TAP Air Portugal in Angriff. Die Regierung rechnet mit hohem Marktinteresse - IAG, Air France-KLM und Lufthansa könnten ab Oktober in das Verfahren einstiegen. Die Vorzeichen stehen gut - TAP kommt beim Turnaround schneller voran.

TAP Air Portugal hat wieder Rückenwind. Getrieben von 44 Prozent Umsatzplus auf 1,9 Milliarden Euro kann die Airline für das erste Halbjahr einen Nachsteuergewinn von 23 Millionen Euro vorweisen.

"Operative Margen und Schuldenabbau übertreffen die Ziele das Sanierungsplans", sagte TAP-Chef Luis Rodrigues. Die Buchungen für die nächsten Quartale liegen laut Rodrigues auf "beachtlichem Niveau".

In den ersten Monaten hat TAP 7,6 Millionen Passagiere befördert, rund 30 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Mit einem 3,2 Milliarden Euro schweren Finanzierungspaket will Portugal die Airline nach der Krise wieder in die Spur bringen - und langfristig mit einem Minderheitsanteil bei TAP engagiert bleiben. Nach Medieninformationen soll der Prozess zur Teilprivatisierung im Oktober starten.

Neben IAG, Air France-KLM und Lufthansa könnte auch der südamerikanische Luftfahrtinvestor Germán Efromovich seinen Hut in den Ring werfen.

Lufthansa verfolgt die TAP-Privatisierung unteredssen noch aus sicherer Distanz. "In Portugal wird noch darüber gestritten, wie die Privatisierung ablaufen soll", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr im Juni vor Medienvertretern in Istanbul. "Es soll wohl keine 100-Prozent-Privatisierung werden."

Die Regierung fordert unter anderem Bestandsgarantien für den Drehkreuzbetrieb am Flughafen Lissabon. Nur mit Interessenten, die die "strategische Bedeutung" von TAP für Portugal anerkennen, will Portugals Infrastrukturminister Joao Galamba in konkretere Gespräche einsteigen.

Zweite Chance für Lufthansa

Lufthansa war laut Kreisen bereits unmittelbar vor Ausbruch der Corona-Pandemie zusammen mit dem US-Partner United Airlines an einer Übernahme von TAP interessiert. Denn TAP ist nicht nur für Portugal, sondern auch für Lufthansa und United von strategischer Bedeutung.

Im Südamerikaverkehr ist das Lufthansa-Bündnis Star Alliance, dem auch TAP angehört, gegenüber SkyTeam und Oneworld in Rückstand. Der Star-Alliance-Partner TAM zog nach der Fusion mit LAN Airlines erst zu Oneworld weiter und ist als LATAM inzwischen mit der SkyTeam-Größe Delta verbandelt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 31.08.2023 08:51

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Beitrag vom 31.08.2023 - 13:59 Uhr
Egal wer es wird, es wird spannend. Und zusammen mit United würde es Sinn machen denke ich für DLH - United sitzt ja auch eh nur so auf der Kohle...


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