Weitreichender Umbau
Älter als 7 Tage

Lufthansa tauscht zwei Drittel des Konzernvorstands aus

Airbus-Technologie-Chefin Grazia Vittadini
Grazia Vittadini, © Airbus

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FRANKFURT - Stühlerücken im Aviation Center: Lufthansa verkleinert ihren Konzernvorstand und stellt das Führungsgremium personell neu auf. Der Aufsichtsrat habe "eine weitreichende Umstrukturierung des Vorstands" beschlossen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend überraschend mit.

Ab dem 1. Juli habe das Lufthansa-Führungsgremium nur noch fünf statt wie bisher sechs Mitglieder.

"Nach erfolgreicher Bewältigung der Corona-Krise, der anschließenden Erholung des Luftverkehrs und dem wirtschaftlichen Turnaround startet die Lufthansa Group mit einer Neuausrichtung des Vorstands in die nächste Phase ihrer Unternehmensentwicklung", hieß es in einer Mitteilung.

Die Umstrukturierung falle mit dem Ausscheiden von vier Vorstandsmitgliedern zeitlich zusammen. Turnusgemäß enden demnach die Amtszeiten von Harry Hohmeister, Vorstand "Globale Märkte und Netzmanagement", und Detlef Kayser, Vorstand "Flotte und Technologie" im laufenden Jahr.

Gleichzeitig scheiden den Angaben zufolge Christina Foerster, Vorstand "Markenführung und Nachhaltigkeit" und Finanz-Vorstand Remco Steenbergen "im beiderseitigen Einvernehmen" aus. Lufthansa hatte den Vertrag mit Foerster erst 2022 um fünf Jahre bis Ende 2027 verlängert.

Michael Niggemann, "Vorstand Personal und Infrastruktur", werde neben seinen bisherigen Aufgaben kommissarisch das Finanz-Ressort übernehmen, hieß es.

Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley teilte mit, die Herausforderungen für Branche und Unternehmen seien andere als in den vergangenen Jahren, sie blieben jedoch gewaltig. "Wir wollen sie mit neuem Schwung und einem veränderten Team angehen, das noch stärker internationale Erfahrung und vielfältige Perspektiven vereint."

Die Interaktion mit unseren Kunden, Investoren, Partnern, aber auch die Zusammenarbeit innerhalb der Lufthansa Gruppe verlangten mehr denn je "ein ausgeprägtes Teamverständnis. Auch das versprechen wir uns von unserem neuen Vorstandsteam."

Lufthansa holt Ex-Airbus-Managerin

Neu in den Konzernvorstand ziehen die frühere Airbus-Topmanagerin Grazia Vittadini und Swiss-Vorstandschef Dieter Vranckx ein.

Vittadini übernimmt als Chief Technology Officer das Ressort "Technik und IT", das auch die Verantwortung für den Bereich "Nachhaltigkeit" umfassen wird. Die Managerin hatte in den letzten Jahren die Vorstandsposten für Technologie bei Airbus und Rolls-Royce inne und fungierte zuletzt als Sonderberaterin bei Rolls-Royce.

Vranckx wird Vorstand "Globale Märkte und kommerzielle Steuerung Hubs". Vittadini und Vrancks erhalten Verträge für jeweils drei Jahre.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 22.02.2024 20:43

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Beitrag vom 23.02.2024 - 10:43 Uhr
Man muss da mal realistisch bleiben. Einen ganzen Vorstand gleichzeitig zu wechseln ist wohl schwierig. Remco Steenbergen wollte auf eigenen Wunsch weg. Frau Förster war dem wohl auch nicht abgeneigt. Hohmeister und der Ex- Unternehmensberater Kayser waren eher blasse Figuren. Das denen als Team einiges fehlt mag sein, und Kompetenz würde ich unterschreiben. Wie war denn der nach Corona Ramp-up? Grottig. Personell mit dem Rücken an der Wand, rumgetönt, "wir haben kein Personalproblem" aber gerade bei den Flugbegleitern den Notstand ausgerufen und um Teilzeitrückgabe gebettelt, sowie Almosen für Urlaubsabkauf angeboten. Aus Pilotenmangel fallen am Wochenende wieder einmal mehrere Langstreckenflüge aus, darunter New York und San Francisco. Wo steht die IT der LH? Geschätzt im Jahr 1998. Und das Produkt? Den 5. Stern in der C-Class verloren, den man eigentlich für den Murks eh nicht hätte bekommen dürfen. Weitere Innovation mit Passsagiernutzen? Nullinger.
Spohr darf noch bleiben und mit Niggemann das Personalproblem im Volumen lösen, als auch die Tarifverträge endlich in der Fläche abschließen. Zudem braucht es etwas Zeit bis die neuen Mitglieder des Vorstands Fuß gefasst haben. Mich würde aber nicht wundern, wenn es auch in Richtung Spohr und Niggemann eine sehr klare Ansage gegeben hat.
Beitrag vom 23.02.2024 - 10:22 Uhr
Vielleicht wäre es mal an der Zeit auch Carsten Spohr auszutauschen, denn außer viel Chaos hat er bisher ja nicht viel zustande gebracht. Wenn die Lufthansa viel Geld erwirtschaftet dann liegt es daran, dass halt viele Menschen fliegen wollen und dafür viel Geld bezahlen. Und nicht weil Herr Spohr so einen guten Job macht.

Das scheinen ja sowohl der AR, wie auch die Aktionäre anders zu sehen.
Beitrag vom 23.02.2024 - 10:12 Uhr
Vielleicht wäre es mal an der Zeit auch Carsten Spohr auszutauschen, denn außer viel Chaos hat er bisher ja nicht viel zustande gebracht. Wenn die Lufthansa viel Geld erwirtschaftet dann liegt es daran, dass halt viele Menschen fliegen wollen und dafür viel Geld bezahlen. Und nicht weil Herr Spohr so einen guten Job macht.


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