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Eine russische Drohne hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Schutzhülle um das vor fast 40 Jahren havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl beschädigt. Ein Feuer sei gelöscht worden, die Strahlenbelastung sei nicht erhöht, schrieb Selenskyj bei Telegram. Die Schäden seien aber bedeutend.
"Es gibt ein Land in der Welt, das solche Objekte attackieren kann, dass die Territorien von Atomkraftwerken besetzt und Kampfhandlungen führt, ohne überhaupt über die Konsequenzen nachzudenken - und das ist das heutige Russland."
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA bestätigte den Vorfall. In der Nacht gegen 1:50 Uhr Ortszeit (0:50 Uhr MEZ) hätten die dort stationierten internationalen Atombeobachter eine Explosion am Sarkophag um den havarierten Reaktor vier gehört. Sie seien dann darüber informiert worden, dass eine Drohne die Überdachung des AKW getroffen habe, heißt es in einer Mitteilung der IAEA.
Last night, a Russian attack drone with a high-explosive warhead struck the shelter protecting the world from radiation at the destroyed 4th power unit of the Chornobyl Nuclear Power Plant.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир ЗеленÑький (@ZelenskyyUa) February 14, 2025
This shelter was built by Ukraine together with other countries of Europe and the world,… pic.twitter.com/mLTGeDYgPT
Im damals sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl explodierte am 26. April 1986 ein Reaktor. Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl gilt als weltweit schwerster Reaktorunfall. Wegen der Strahlung musste nicht nur das Kraftwerk stillgelegt, sondern auch anliegende Ortschaften evakuiert werden. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten erlitten Tausende Menschen schwere Strahlenschäden. Über dem ersten Schutzschild wurde mit internationaler Hilfe ab 2010 ein neuer Sarkophag gebaut, der offiziell 2019 eingeweiht wurde.
2022 kurz nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs besetzten russische Truppen das Gelände des AKW. Sie mussten sich aber später wieder zurückziehen.
© dpa | Abb.: SESU | 14.02.2025 10:35







Kommentare (10) Zur Startseite
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Es geht hier nicht um "Handlungsempfehlungen",
Doch darum ginge es. Wie reagieren wir auf diesen Angriff?
Sie sind ein Opfer genau dieser Taktik, zu jeder wahren Information Dutzende Fehlinformationen rauszuhauen. Das bewirkt, dass sie nicht mehr handeln wollen und können.
Ich erinnere an der Stelle mal daran, dass der Angriff auf die Ukraine 2021 aus einem als "Verteidigungsübung" Russlands in Russland und Belarus getarnten Aufmarsch der Russischen Förderation begann.
Oder an die nicht gekennzeichneten russischen Truppenteile in der Ostukraine (angeblich "Separatisten gegen die Gewaltherrschaft aus Kiew"), die uA MH 17 mit einer Buk, einem hochkomplexen Flugabwehrsystem der russischen Streitkräfte abgeschossen haben. Russland bestreitet eine Verwicklung darin bis heute.
Statistisch gesehen lügt Russland zu 100%, wenn sie nicht gerade übers Wetter reden.
sondern um guten oder schlechten Journalismus. Früher war es usus, bei der Berichterstattung in einem Konfliktfall beide Konfliktparteien zu Wort kommen zu lassen oder zumindest eindeutig zu kennzeichnen, daß es sich um die Darstellung nur einer Konfliktpartei handelt.
Leider ist das hier wie so oft nicht der Fall. Damit verliert aero.de für mich an Glaubwürdigkeit.
Stattdessen glauben Sie keinem mehr irgendwas, sind tief verunsichert und suchen Die Schuld dafür beim angeblich schlechten Journalismus.
Lesen Sie meinen Text nochmal durch.
Und vielleicht das hier:
Dieser Beitrag wurde am 15.02.2025 21:30 Uhr bearbeitet.
Es geht hier nicht um "Handlungsempfehlungen", sondern um guten oder schlechten Journalismus. Früher war es usus, bei der Berichterstattung in einem Konfliktfall beide Konfliktparteien zu Wort kommen zu lassen oder zumindest eindeutig zu kennzeichnen, daß es sich um die Darstellung nur einer Konfliktpartei handelt.
Für wie doof halten Sie die Leser hier? Aero.de benötigt keine parteiliche Aussage einer Partei, die nur lügt.
Es geht hier nicht um "Handlungsempfehlungen", sondern um guten oder schlechten Journalismus. Früher war es usus, bei der Berichterstattung in einem Konfliktfall beide Konfliktparteien zu Wort kommen zu lassen oder zumindest eindeutig zu kennzeichnen, daß es sich um die Darstellung nur einer Konfliktpartei handelt.
Leider ist das hier wie so oft nicht der Fall. Damit verliert aero.de für mich an Glaubwürdigkeit.