P-8A Poseidon
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Ein ganzes Dutzend U-Boot-Jäger für Deutschland?

Boeing P-8A für die Marine
Boeing P-8A für die Marine, © Boeing, Bundeswehr

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BERLIN - Schon seit Monaten gibt es Gerüchte, Deutschland könnte seine P-8A-Bestellung für die Marineflieger von bisher acht auf zwölf Flugzeuge aufstocken. Jetzt verdichten sich offenbar die Hinweise. Im aktuellen Haushaltsentwurf schürt ein neuer Posten Spekulationen über weitere P-8A an.

Die erste Boeing P-8A Poseidon mit deutschen Hoheitszeichen soll Ende des Jahres am Marinefliegerhorst Nordholz eintreffen. Der Seefernaufklärer auf 737-Basis wird derzeit auf dem Werksflugplatz Boeing Field mit der nötigen Ausrüstung bestückt.

Gebaut wurde das Flugzeug mit dem Kennzeichen 63+01 und der Seriennummer 170528 wie alle anderen P-8A in der nahegelegenen Fabrik Renton. Dort baut Boeing auch schon an einer Reihe weiterer Poseidons, die einmal für Deutschland auf U-Boot-Jagd gehen sollen und in dieser Rolle die veraltete Lockheed P-3C Orion ersetzen.

Von dieser Turboprop-Viermot dienen aktuell noch zwei Exemplare in den Reihen des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin". Mehr als vier P-3C hatte die Marine aber auch in früheren Jahren aus diversen Gründen selten zeitgleich zur Verfügung, wenngleich der - gebraucht aus den Niederlanden erworbene - Bestand insgesamt acht Flugzeuge umfasste.

Für die P-8A stehen bei Boeing ebenfalls acht Bestellungen aus Deutschland im Orderbuch – bis jetzt. Denn die Hinweise mehren sich, dass die Marine mittelfristig vier zusätzliche Flugzeuge erhalten könnte, was den Gesamtbestand dann auf zwölf Poseidons hochschrauben würde.

Verdächtiger Haushaltsposten

Hinter verschlossenen Türen munkelte man darüber schon länger und es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Marineflieger sich im Angesicht der neuen internationalen Lage und der vereinbarten Zusatzausgaben für die Aufrüstung der Bundeswehr weitere Maschinen wünschen.

Im Mai vermerkte das Marinekommando in der Broschüre "Kurs Marine" auf Seite 38 erstmals öffentlich einen finalen (Wunsch-)Bestand von acht bis zwölf P-8A ab 2035, ohne im Detail jedoch weiter darauf einzugehen.

Das Fachportal "Hartpunkt" kombiniert diese Angabe jetzt mit einer Entdeckung im Entwurf des Bundeshaushalts 2026, der jüngst an den Bundestag übermittelt wurde.

Dort seien nun "weitere 2,8 Milliarden Euro an sogenannten Verpflichtungsermächtigungen für die Jahr 2028 bis 2032 für die P-8A vorgesehen", während im Haushaltsentwurf für 2025 laut Hartpunkt "für den Zeitraum 2028 bis 2030 lediglich Verpflichtungsermächtigungen von knapp 700 Millionen Euro vorgesehen" gewesen seien.

Längst nicht final

Dass sich hinter der großen Aufstockung nicht nur Verpflichtungen für "Ausrüstung wie Bojen, Torpedos oder Simulatoren" für die P-8A verbergen, sondern - wie "Hartpunkt" unter Bezugnahme auf nicht näher genannte Beobachter mutmaßt - auch zusätzliche Flugzeuge, liegt bei objektiver Betrachtung in der Tat nahe.

Allerdings müsste dazu der Haushaltsentwurf erst noch erfolgreich den Bundestag passieren, um im Anschluss daran in den USA einen weiteren Vertrag mit der US Navy im Rahmen des "Foreign Military Sales"-Programms zu schließen und über dieses von der US-Regierung für Militärgüter vorgegebene Procedere weitere neue P-8A in Auftrag zu geben.

Zweite Aufstockung

Tatsächlich hat Deutschland seine P-8A-Order bereits einmal auf diese Weise aufgestockt, denn die anfängliche Bestellung vom Juni 2021 umfasste lediglich fünf Poseidons. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 stockte die damals im Amt weilende Ampelregierung den Auftragsbestand auf acht Maschinen auf.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Bundeswehr, Boeing | 29.08.2025 13:49

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Beitrag vom 30.08.2025 - 15:07 Uhr
Ist schon merkwürdig, dass hier nicht eine militärische A321 genommen wird. Die Fähigkeiten können bei Airbus in Spanien ohne Probleme eingebaut werden. Oder ist das wieder diese Bitstellung gegenüber der USA?

Die MPA gibts doch gar nicht in absehbarer Zeit zu kaufen ...
Beitrag vom 30.08.2025 - 14:51 Uhr
Die sollen zwischen Grönland und Norwegen U-Boote jagen. Wo sehen Sie da Drohnen?

Wieso soll ich da jetzt Drohnen sehen, sprach von der Kriegssituation.
Beitrag vom 30.08.2025 - 14:02 Uhr
Ist schon merkwürdig, dass hier nicht eine militärische A321 genommen wird. Die Fähigkeiten können bei Airbus in Spanien ohne Probleme eingebaut werden. Oder ist das wieder diese Bitstellung gegenüber der USA?


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