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Vor 20 Jahren besiegelte Lufthansa die Übernahme von Swiss - und unterschrieb ein Verpflichtungspaket mit der EU-Kommission: Wettbewerber erhalten Konzernslots in Zürich, wenn sie darauf neue Linien nach Boston, Chicago, Los Angeles, Johannesburg, Bangkok oder Kairo aufsetzen.
Theoretisch genügt eine Email an Lufthansa, nur hat sich bis heute kein Interessent gefunden. Für den Sommerflugplan 2026 hat der zwischengeschaltete Treuhänder die Slots - einschließlich Lufthansa-Slots auf mehreren europäischen Feederstrecken - erneut ausgeschrieben, allerdings mit einer Einschränkung zum Vorjahr.
"Im November 2024 hat die (EU-)Kommission per Ausnahmeregelung zugestimmt, die Verpflichtungserklärung hinsichtlich der Strecken Zürich-Stockholm und Zürich-Warschau erlöschen zu lassen", heißt es in dem Dokument, das aero.de vorliegt.
Hinsichtlich der Stockholm-Linie liegt ein Zusammenhang mit einem veränderten Markt- und Wettbewerbsumfeld nahe: Lufthansa-Partner SAS hat die Star Alliance per 31. August 2024 verlassen, die Linie Zürich-Stockholm ist damit weniger Star-Alliance-lastig.
Wenn ein Wettbewerber aus Zürich hingegen nach Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Wien oder Kopenhagen aufsetzen will, stehen dafür sogar am Start- und am Zielflughafen Slots des Lufthansa-Konzerns im Feuer - auch nach 20 Jahren.
© aero.de | Abb.: Flughafen Zürich | 04.09.2025 09:16







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