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Portugal ruft Milliardenbewertung für TAP auf

TAP Air Portugal Airbus A330-900
TAP Air Portugal Airbus A330-900, © Airbus

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LISSABON - Alle Augen richten sich auf TAP: Portugal kann bei der Privatisierung von TAP Air Portugal mit einem breiten Bieterfeld rechnen - zumal Lufthansa und Air France-KLM eine Beteiligung an Air Europa gerade ausgeschlagen haben. Nun werden Eckpunkte des Privatisierungsplans bekannt - und ein konkreter Preis.

Portugal nimmt die Wiederprivatisierung von TAP Air Portugal in Angriff. Per Dekret hat die Regierung in Lissabon jetzt Details des Unterfangens festgelegt - einschließlich einer konkreten Preisvorstellung.

Private Investoren sollen für 817,7 Millionen US-Dollar 44,9 Prozent an TAP Air Portugal zeichnen. Fünf Prozent der Airline werden für Mitarbeiter reserviert - sofern die Belegschaft diesen Anteil nicht oder nicht ganz nimmt, kann ein Investor die Aktien mitzeichnen. Maximal werden so 49,9 Prozent möglich.

Die Privatisierungsrunde wurde durch eine Regierungkrise in Portugal um rund ein Jahr verzögert. Jetzt soll es schnell gehen - Lissabon strebt einen Abschluss "Anfang 2026" an. Voraussetzung: Ein Investor aus der Airlineecke muss langfristig die Drehkreuzfunktion des Flughafens Lissabon garantieren.

Lufthansa hat bereits Interesse am Star-Alliance-Partner TAP signalisiert. Der Südatlantikspezialist passt gerade gut in die Konzernstrategie, Lufthansa will in Zukunft unabhängiger vom Nordamerikaverkehr werden. Air France-KLM dürfte ihren Hut bei TAP allerdings ebenfalls in den Ring werfen.

Zweiter Lufthansa-Anlauf auf TAP

Lufthansa und Air France-KLM waren zuletzt auch an einer Beteiligung an Air Europa dran. Die Verhandlungen sollen in beiden Fällen am Preis gescheitert sein. Die spanische Fluggesellschaft hat kürzlich in Turkish Airlines einen neuen Investor gefunden.

Laut Kreisen stand Lufthansa im Frühjahr 2020 gemeinsam mit United Airlines schon einmal kurz vor einem Einstieg bei TAP, bevor die Covid-19-Krise die Verhandlungen im Keim erstickte.
© aero.de | 05.09.2025 08:44

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Beitrag vom 05.09.2025 - 17:45 Uhr
Was bedeutet angemessen. Es handelt sich hier um eine Verhandlungsbasis. Und in Angesicht der bisher schon im Vorfeld bekannten namhaften Bieter dürfte es auch nicht so schwer sein, einen höheren Preis herauszuziehen. Die Mitsprache des Staates kann ja begrenzt werden - bei LH waren auch früher gerne mal Politiker im Aufsichtsrat. Ist ja auch eine Art Mitsprache.
Beitrag vom 05.09.2025 - 15:54 Uhr
Damit würde TAP ähnlich hoch wie ITA bewertet. Ob das angemessen ist? Zudem ist fraglich, ob sich ein Investor langfristig mit einer Minderheitsbeteiligung zufrieden gibt. Wie soll der wirtschaftlich sinnvolle/notwendige Entscheidungen durchsetzen, wenn der portugiesische Staat solche Dinge aus politischen Gründen blockieren kann.


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