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Boeing wird 2025 mehr Aufträge einfahren als Airbus

Guillaume Faury
Guillaume Faury, © Airbus

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PARIS - Sechs Jahre in Folge hatte Airbus beim Auftragseingang die Nase vorn, 2025 wird die Serie reißen. US-Konkurrent Boeing verbucht - vor Stornierungen - 2025 bereits einen vierstelligen Auftragseingang. Airbus-Chef Guillaume Faury hat dafür eine Erklärung - und keinen Grund zur Sorge.

461 737 MAX, 351 787, 173 777(X) und 15 767: Boeing sticht mit Auftragseingängen für exakt 1.000 neue Flugzeuge bis Ende November 2025 in den vierstelligen Bereich vor. Nach Abzug von Stornierungen bleiben immer noch 908 Neuaufträge stehen. Gerade stockte Emirates einen 777X-Auftrag auf.

Erstmals seit 2018 dürfte Boeing damit mehr Flugzeuge als Airbus verkaufen, räumte Airbus-Chef Guillaume Faury im Sender "Radio France" ein, wies aber auf einen "sehr viel höheren Auftragsbestand" bei Airbus hin. Airbus hat 2025 bis Ende November 797 Flugzeuge verkauft, nach Korrektur um Stornierungen 700.

Laut Faury profitiert Boeing im Windschatten der US-Handelspolitik. "Es ist richtig, dass sie der US-Präsident bei Zollverhandlungen mit mehreren Staaten unterstützt hat", sagte der Airbus-Chef. Flugzeugbestellungen seien hier regelmäßig "Teil der Lösung von Handelsstreitigkeiten" gewesen.

Allein im Mai 2025 heimste Boeing weltweit über 300 Neuaufträge ein, darunter der größte Einzelauftrag des Jahres: Qatar Airways orderte 130 787 und 30 777X.

Airbus hofft auf Großauftrag aus China

Airbus ist unterdessen weiter an einem Großauftrag aus China dran. Dem Vernehmen nach könnte eine Sammelbestellung der zentralen staatlichen Einkaufsbehörde bis zu 500 Flugzeuge - einschließlich der seit 2025 in China zugelassenen A330neo - umfassen. Faury geht allerdings nicht davon aus, einen neuen Deal mit China noch 2025 abzuschließen.

Airbus will 2025 nach einer gerade herabgesetzten Prognose 790 Flugzeuge ausliefern, 133 davon im Dezember. Boeing hat im bisherigen Jahresverlauf 537 Flugzeuge ausgeliefert, dabei allerdings auch Bestände bereits produzierter 737 MAX und 787 abgebaut.
© aero.de | Abb.: Airbus | 13.12.2025 06:55

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Beitrag vom 13.12.2025 - 13:41 Uhr
@Adie,
bei Flugzeugbauern sind Stornierungen von 10% nach meiner langjährigen Beobachtung die Regel. In Krisen hatte Airbus auch schon mal ein Verhältnis der Stornierungen zum Auftragseingang von 32% (in 2019) bzw. 23% (in 2016).
Das gilt genau so für Boeing. Die müssen nach US-Bilanzrecht zusätzlich unsichere Aufträge im "ASC 606 Adjustment" ausweisen. Das waren aktuell passend 597 Orders = 9% von gesamten Auftragsbestand. Diese Zahl hat sich im Nov. 2025 um 91 Aufträge verbessert; also unsichere Aufträge werden wieder als sicher angesehen!

Übrigens sind diverse Stornierungen das Ergebnis von Umschichtungen. Die Airline wechselt von A350 zu A330 oder von Ceo zu Neo und das Auftragsvolumen steigt sogar.

Gruß aus dem Vertrieb Gustl

Dieser Beitrag wurde am 13.12.2025 13:42 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.12.2025 - 11:58 Uhr
@ADie:
das war doch aus dem Artikel erkennbar, dass es im letzten Absatz um Auslieferungen und nicht um Aufträge geht...
Beitrag vom 13.12.2025 - 10:03 Uhr
Sind das jetzt Verkäufe oder Auslieferungen?

Das "Aufträge einfahren" in der Überschrift bedeutet verkaufen und nicht ausliefern.

Ich finde auch, der Artikel erläutert die Unterschiede sehr gut verständlich.


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