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Die Breguet 1150 M Atlantic ist bei den Marinefliegern seit 2010 außer Dienst. Seit 15 Jahren klafft bei der Bundeswehr eine dicke Fähigkeitslücke in der militärischen Aufklärung.
Spätestens 2028 soll ein Nachfolger Deutschland und Europa vor "militärischen Überraschungen" schützen, wie es die Bundeswehr formuliert. Das neue Aufklärungssystem "Persistent German Airborne Surveillance System", kurz "Pegasus", nutzt die Global 6000 als Träger.
Ende letzter Woche ist die erste von zunächst drei Global 6000 vom Bombardier-Werk in Wichita, Kansas, in Hamburg bei Lufthansa Technik eingetroffen.
Die Flugzeugrohlinge sind eine Sonderanfertigung - Ausbuchtungen im Rumpf schaffen Platz für Sensorik. Denn in Hamburg werden die Global 6000 nicht nur mit einer Missionskabine ausgestattet. Lufthansa Technik integriert auch das von Hensoldt entwickelte Aufklärungssystem und zeichnet für die Flugtests verantwortlich.
"Diese Lieferung ist ein entscheidender Schritt in Richtung Einsatzfähigkeit", sagte Hensoldt-Manager Jürgen Halder. "Mit der Ankunft des ersten Flugzeugs in Hamburg treten wir in die entscheidende Phase der Systemintegration und -qualifizierung ein."
Details zu "Pegasus" sind strenggeheim. Die Pegasus-Flotte werde aber "über neueste und hoch entwickelte Sensorik zur Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung" verfügen und damit einen "wichtigen Beitrag zur deutschen Sicherheitsarchitektur" leisten, erklärte die Bundeswehr.
Fliegendes Frühwarnsystem
Das "Gesamtsystem" werde die Bundeswehr "befähigen, militärische Funkverkehre und Radaremissionen aus großer Entfernung zu erfassen", heißt es von der Bundeswehr weiter. "Es dient somit der Krisenfrüherkennung, Lagebeurteilung und Feststellung der Bedrohungslage in potenziellen Einsatzgebieten."
Ursprünglich sollte "Pegasus" auf einem Drohnenträger entwickelt werden. Laut Kreisen könnte die Global-6000-Flotte mit den Spezialfähigkeiten mittelfristig auf bis zu neun Flugzeuge wachsen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Technik | 16.12.2025 06:16







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