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Airbus kommt Konzept für A320neo-Nachfolger näher

Airbus ZeroE Blended Wing Body-Konfiguration
Airbus ZeroE Blended Wing Body, © Airbus

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WASHINGTON - Airbus beschäftigt sich intensiv mit einem A320neo-Nachfolger. Der Hersteller klärt mit Triebwerkspartnern gerade grundlegende Designfragen. Eine Blended-Wing-Architektur schließt Airbus-Chef Guillaume Faury für das Flugzeug aus, Airbus will auf eine konventionelle Auslegung setzen.

Als die erste A320 abhob, lief auf Computern noch MS-DOS. Technisch hielt Airbus das Flugzeug mit neuen Triebwerken fit, die Plattform gilt inzwischen aber als ausgereizt. Im Frühjahr kündigte Airbus eine "komplette Neuentwicklung" für den wichtigen Single-Aisle-Markt an.

Die Vorgaben an die Konstrukteure sind gesetzt. Das neue Programm, das die A320neo in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre beerben soll, werde "20 bis 25 Prozent" effizienter fliegen als die aktuelle Generation, sagte Faury jetzt bei einer Luftfahrtkonferenz der US-Handelskammer in Washington.

Das Effizienzziel will Airbus je zur Hälfte über Triebwerkstechnologie und "aerodynamische Verbesserungen, ein geringeres Gewicht und längere Tragflächen" erreichen, sagte der Manager. Airbus tauscht sich mit CFM und Pratt & Whitney gerade über Antriebsfragen aus.

Für einen Open-Rotor-Ansatz, wie ihn CFM im Forschungsprogramm RISE verfolgt, zeigte sich Airbus zuletzt offen. Die Grundidee des Open Rotor - eine Kreuzung aus Turbofan und Turboprop - stammt aus den 1970er Jahren.

GE hatte mit dem GE36 1985 bereits ein seriennahes Propfan-Triebwerk ohne klassische Gondel vorgestellt. Der konstruktionsbedingt hohe Lärmpegel verhinderte bisher den Durchbruch der Technologie. Im RISE-Programm erweitert CFM den Open-Rotor-Ansatz um Hybrid-Systeme, Keramikmatrix-Verbundwerkstoffe und additive Fertigungsprozesse.

Ein Blended-Wing-Design, in dem Tragflächen und Kabine eine Einheit bilden, schloss Faury für das neue Airbus-Standardmodell hingegen aus. Der Ansatz eigne sich eher "für größere Großraumflugzeug", sagte der Manager. Als Blended Wing verpackte kleinere Maschinen würden zu dick, die aerodynamischen Eigenschaften seien hier nicht ideal.

Konventionelle Auslegung

Die nächste A320-Generation werde daher eine "konventionelle" Konstruktion mit längeren Tragflächen kennzeichnen. Die Bordsysteme will Airbus auf eine neue, hauseigene Plattform stellen. "Fly-by-wire ist nicht das Ende der Fahnenstange", hieß es hierzu schon im März aus Toulouse.

Künftige Systeme sollen "hochintegriert" und mit KI-Unterstützung den Betrieb der Flugzeuge sicherer und effizienter, Wartungen "planbarer" gestalten.
© aero.de | Abb.: Airbus | 17.09.2025 06:48

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Beitrag vom 20.09.2025 - 13:47 Uhr
Was lesen wir da eigentlich von dem ganzen Öko-Quatsch für den in Deutschland unter Merkel und ihren Kaspern jahrzehntelang Milliarden an Forschungsgeldern draufgingen?

Nix. Garnix.

Dafür umso mehr von der Weiterentwicklung von Dingen welche einst in Deutschland erfunden und auch nach (!) dem Krieg weiterentwickelt und perfektioniert wurden wie der Vereinfachung der Wartung durch Selbstdiagnose welche zum ersten mal in der V2 realisiert wurde oder die Computerisierung der Flugsteuerung welche zum ersten mal in einem von MBB umgebauten Starfighter realisiert wurde.

Noch in den 90ern war Deutschland in diesen Dingen führend und könnte es auch heute noch sein wenn Frau Dr. Zoni ihre Rachefantasien rechtzeitig vor Amtsantritt überwunden und das unfassbare politische und finanzielle Kapital welches ihr zur Verfügung stand halbwegs sinnvoll investiert hätte.

Dank ihrem Wirken ist Deutschland heute hoffnungslos abgehängt und Friedrich Merz muss das Geld was sie in ihren gescheiterten Großprojekten verbrannt hat nun als Schulden aufnehmen und Frankreich die Idee die dummen Deutschen bei diesem Projekt über den Tisch zu ziehen ausreden denn die werden das auf jeden Fall versuchen nachdem sowas unter Merkel&Leyen beim FCAS ja ohne Probleme möglich war.

Man kann nur hoffen dass die politische Instabilität in Frankreich ein koordiniertes und strategisches Vorgehen im Vorhinein verhindert und/ oder Merz zur Not die Euros sprechen lässt oder es schafft Guillaume Faury mit etwas Manager-Gehabe emotional zu manipulieren denn dieser Flieger wird in gigantischen Stückzahlen gebaut werden und die Industrie jahrzehntelang beschäftigen.
Beitrag vom 20.09.2025 - 13:41 Uhr
"Fly-by-wire ist nicht das Ende der Fahnenstange"

Was will er denn damit andeuten? Kabellose Übertragung?

Im Wesentlichen dürfte damit wahrscheinlich eine vollständige Simulation der Aerodynamik der Flugzeugs welche in Echtzeit mitläuft und genauere d.h. komfortablere und effizientere Ruderausschläge berechnet und diese evtl. auf "Auftrag" des Piloten selbstständig durchführt gemeint sein.

Fly-by-wire heißt in der Verkehrsfliegerei heute im Grunde nur dass ein Computer schaut ob die Eingaben des Piloten den Gleichungen des E-M Digrams d.h. der Flight Envelope entsprechen oder eben nicht d.h. da passiert nur eine einfache Plausibilitätsprüfung und keinerlei Optimierung von irgendwas.

Die F35 hat so eine interne Simulation und fliegt deswegen wesentlich ruhiger als die F16 mit besserer Aerodynamik aber nur "normalem" FBW und wird sicher auch an anderer Stelle eine Vorbildfunktion einnehmen nachdem es heute leider das einzig (bekannte) wirklich zukunftsweisende Luftfahrzeug der Welt ist da insb. in der einstigen Luftfahrtnation Deutschland die letzten Jahrzehnte trotz zeitweise unglaublich guter wirtschaftlicher Lage d.h. Steueraufkommen d.h. Forschungsmittel alles was in Richung Hochtechnologie d.h. Zukunft gehen könnte gnadenlos abgewürgt wurde.
Beitrag vom 19.09.2025 - 12:06 Uhr

Der Lotse unterhält sich dann eben mit einem Flugzeug. Vorteil wäre das der Lotse statt in gebrochenem, teils schwer verständlichen Englisch in seiner Muttersprache kommunizieren könnte.

Googeln Sie mal nach "Future Air Navigation Systems (FANS)" ...


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