BRÜSSEL - Ein Airbus A320neo von SAS setzt am Flughafen Brüssel zum Start an - auf einem Taxiway parallel zur Startbahn. Jetzt liegen Details und erste Erklärungen vor.
Flughafen Brüssel-Zaventem, 5. Februar 2025: Die SAS aus Kopenhagen ist spät dran - über den winterlichen Flugtag haben sich Verzögerungen aufgebaut, der Airbus A320neo erreicht Brüssel statt um 18:50 Uhr erst um 20:10 Uhr - das verkürzt die Turnaround-Zeit auf 42 Minuten.
Das Boarding für den Rückflug 2590 nach Kopenhagen zieht sich - Passagiere balgen sich um die Gepäckfächer, gleich "mehrfach" mahnt die Crew zur Eile, hält die belgische Flugunfallbehörde AIU in einem ersten
Faktenbericht (PDF) fest. Die AIU befasst sich mit dem Flug, weil auf dem Weg zur Startbahn etwas schief gehen wird.
Der Tower schickt SAS 2590 über die Taxiways "Inner" und "Zulu" zur Haltelinie vor 07R, im Taxiway-System biegen die Piloten eine Kreuzung zu früh ab. Statt auf 07R richten die Piloten die Maschine auf den parallel verlaufenden Taxiway E1 aus - und geben Schub auf die Triebwerke.
"Stop. Stop. Stop. Stop."Die Maschine hat bereits 100 Knoten erreicht als den Piloten der Fehler auffällt: "Das ist nicht richtig", ruft der Erste Offizier. "Stop. Stop. Stop. Stop."
Aus 127 Knoten leitet der Kapitän eine Vollbremsung ein. Die Piloten ziehen den Airbus am Ende des Taxiway nach rechts, weichen so einem mobilen Zaun aus. Der Beinaheunfall wird weiter untersucht. Die SE-ROM verfügte nicht über Assistenzsysteme, die Piloten bei der Orientierung am Boden unterstützen.
© aero.de | 09.03.2026 18:22
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Beitrag vom 13.03.2026 - 10:18 Uhr
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fühlt sich da jemand auf den Schlips getreten oder fehlen ihm bloß die Argumente?
Beitrag vom 13.03.2026 - 09:20 Uhr
Bildniveau.
Beitrag vom 11.03.2026 - 15:04 Uhr
Es ist ja nicht etwa so, dass Rollbahnen eine gelbe Mittellinie und grüne Mittellinienbefeuerung hätten, während Pisten dicke, weiße Mittelbalken und weiße Mittellinienbefeuerung hätten. Zum Verwechseln ähnlich ...
Ja, das kann durchaus verwechselt werden. Es gibt ja auch Autofahrer, die nach links in die deutlich besser ausgeschilderten Autobahnabfahrten einbiegen und dort trotz des eindeutigen Gegenverkehrs und einer anhand der Leitplanken leicht realisierbaren Gegenfahrbahn weiterfahren - und zwar auch solche, die nüchtern sind.
Da ist ein ignorieren des Farbunterschieds wesentlich leichter möglich, zumal grün intuitiv im wahrsten Sinne des Wortes grünes Licht für go ahead stimuliert.
Ich kann mich angesichts der zunehmenden Verwechslungen von Taxi- und Runways nur noch über derlei sorglosen Umgang mit der Psyche wundern. Mit relativ wenig Aufwand liesse sich das Verwechslungsrisiko weitgehend mindern, aber keiner machts, weil ja nur Profis am Werk seien, die ja wissen würden, was sie tun.
Kommentare (6) Zur Startseite
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fühlt sich da jemand auf den Schlips getreten oder fehlen ihm bloß die Argumente?
Ja, das kann durchaus verwechselt werden. Es gibt ja auch Autofahrer, die nach links in die deutlich besser ausgeschilderten Autobahnabfahrten einbiegen und dort trotz des eindeutigen Gegenverkehrs und einer anhand der Leitplanken leicht realisierbaren Gegenfahrbahn weiterfahren - und zwar auch solche, die nüchtern sind.
Da ist ein ignorieren des Farbunterschieds wesentlich leichter möglich, zumal grün intuitiv im wahrsten Sinne des Wortes grünes Licht für go ahead stimuliert.
Ich kann mich angesichts der zunehmenden Verwechslungen von Taxi- und Runways nur noch über derlei sorglosen Umgang mit der Psyche wundern. Mit relativ wenig Aufwand liesse sich das Verwechslungsrisiko weitgehend mindern, aber keiner machts, weil ja nur Profis am Werk seien, die ja wissen würden, was sie tun.