Berichte
Älter als 7 Tage

Campbell Wilson tritt als Air-India-Chef zurück

Air India Airbus A350-900
Air India Airbus A350-900, © Air India

Verwandte Themen

MUMBAI - Gesperrte Lufträume, ein 787-Absturz - und zuletzt der Ölpreisschock: Air India hat ein Albtraumjahr hinter sich. Der indische Lufthansa-Partner ist nach Medieninformationen im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen abgeruscht. Jetzt muss der Chef gehen.

Air-India-Chef Campbell Wilson räumt seinen Schreibtisch. Der von Air-India-Eigner Tata installierte Manager ist zurückgetreten.

Hinter Air India liegen turbulente Monate. Die Airline war 2025 im Konflikt zwischen Indien und Pakistan mit Luftraumsperren und teuren Umwegen konfrontiert.

Im Juni 2025 stürzte eine Boeing 787-8 der Airline, Air India Flug 171 nach London-Gatwick, unmittelbar nach dem Start in Ahmedabad wegen eines Schubverlusts ab - 260 Menschen im Flugzeug und am Boden starben, 67 wurden teils schwer verletzt. Aktuell erhöht der Iran-Krieg die Betriebskosten.

In dieser Gemengelage dürfte Air India nach Medienberichten im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr (31. März) über 2,0 Milliarden US-Dollar Verlust eingefahren haben. Dabei muss die Fluggesellschaft gerade das größte Flottenmodernisierungsprogramm ihrer Geschichte finanzieren.

Wilson war 2022 vom Air-India-Gesellschafter Singapore Airlines zu Air India gewechselt und mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet. Der Stuhl des Managers soll schon länger gewackelt haben, nachdem Air India Ende 2025 auch Probleme mit der indischen Luftfahrtaufsicht DGCA hatte.

Kooperation mit Lufthansa

Air India ist über die Star Alliance hinaus ein enger Partner der Lufthansa. Die Konzerne gaben erst im Februar umfangreiche Kooperationsvereinbarungen bekannt.

Der Plan zwischen Lufthansa und Air India konzentriert sich in einem ersten Schritt auf eine "Erweiterung und gemeinsame Vermarktung des Flugangebotes" zwischen den Heimatmärkten der Lufthansa Group - Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien - und Indien.

"Ein zweiter Schritt sieht vor, die restlichen Länder der EU und den indischen Subkontinent einzubeziehen", so Lufthansa. "Der genaue Umfang, einschließlich spezifischer Strecken und Märkte, wird nach Abschluss des kommerziellen Joint Business Agreement festgelegt, vorbehaltlich erforderlicher behördlicher und kartellrechtlicher Genehmigungen."

Indien ist die Lufthansa Group nach den USA bereits zum zweitwichtigsten Markt für Langstreckenflüge geworden, inklusive A380-Flügen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 07.04.2026 08:35


Kommentare (0) Zur Startseite

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 03/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden