Kriegsende am Persischen Golf?
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Wie British Airways ihren Sommerflugplan jetzt umbaut

British Airways Airbus A350
British Airways Airbus A350, © British Airways

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LONDON - USA und Iran verhandeln ab Samstag über ein Kriegsende. Erste Lufträume in der Krisenregion am Persischen Golf gehen schon im Vorfeld wieder auf. British Airways legt als erster Airlinekonzern in Europa ein überarbeitetes Nahost-Programm für den weiteren Jahresverlauf vor.

Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen treffen erstmals seit Kriegsbeginn Delegationen aus Washington und Teheran direkt aufeinander. In Islamabad soll über ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt werden.

Die Drehkreuze am Persischen Golf, in Normalzeiten Pulsgeber der Weltluftfahrt, sind durch den Krieg blockiert - europäische Airlines meiden die Region vorerst noch ganz.

British Airways wagt sich jetzt mit einem neuen Nahost-Flugplan vor, rechnet aber nicht mit einer raschen Rückkehr der Nachfrage.

Die Airline plant ab Mitte Mai zunächst eine Wiederaufnahme ihrer Linie London-Riad - mit einem Flug täglich in die saudische Hauptstadt statt zwei Umläufen wie vor dem Krieg. Die Linie nach Dschidda bleibe hingegen weiter ausgesetzt, teilte British Airways mit. Auch Abu Dhabi kehrt vorerst nicht wieder ins Angebot zurück.

Flüge nach Dubai, Doha und Tel Aviv will British Airways ab 1. Juli wieder ins Programm nehmen, mit je einem Flug pro Tag. Im Sommerflugplan 2026 hatte British Airways vor Kriegsbeginn noch drei tägliche Flüge nach Dubai und je zwei Umläufe nach Doha und Tel Aviv im Buchungssystem hinterlegt.

Die Strecken nach Bahrain und Jordanien bleiben den gesamten Sommer über bis 25. Oktober ausgesetzt. Der jetzt vorgelegte Flugplan gebe Passagieren "Planungssicherheit", teilte British Airways mit. "Wo immer möglich" werde man entlang der Lageentwicklung die Wiederaufnahme zusätzlicher Frequenzen prüfen.

British Airways verstärkt nur Indien und Kenia

Das reduzierte Nahost-Programm setzt Kapazitäten in der Interkontflotte frei, die British Airways auf Ziele in Indien und Kenia umsteuert. Die Airline verstärkt bis Oktober ihre Linien nach Delhi, Bangalore, Hyderabad und Nairobi.

Auffällig: Zusätzliche Asienflüge meldet British Airways zunächst nicht an. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte intern bereits vor "Dumpingpreisen" von Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways auf Fernost-Strecken gewarnt. Die Golfairlines könnten mit dieser Strategie in den kommenden Monaten versuchen, Marktanteile im Asienverkehr schnell wiederzugewinnen.
© aero.de | Abb.: British Airways, Airbus | 10.04.2026 09:35


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