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Bei der Eröffnung eines Erweiterungsbaus für bis zu sechs Millionen zusätzliche Passagiere kündigte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zunächst an, den Flughafen mit zusätzlichen Regionalzügen und S-Bahnen "weit besser" an den Hauptbahnhof München anzuschließen.
Darüber hinaus prüft der Bund aber auch das vom Flughafen und Freistaat Bayern eingebrachte weitergehende Konzept. "Es wird geprüft, die Fernverkehrsanbindung des Flughafens weitgehend zu berücksichtigen", sagte Schnieder dazu. Diese Prüfung soll voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein.
Finanzminister Albert Füracker (CSU) nahm den Ball sofort auf: "Sagen Sie uns, wann wir damit rechnen können, an die Umsetzung zu gehen", sagte der CSU-Politiker, der dem Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft vorsteht. Anders als in Frankfurt hat der Münchner Flughafen keinen Fernbahnhof, an dem schnelle ICE-Züge halten könnten.
Ursprünglich wurde der Flughafen in den 1980er Jahren zwar mit Fernbahnhof geplant, doch letzterer wurde nicht gebaut. Zweites Dauerthema am Münchner Flughafen ist der von Umweltschützern und Grünen abgelehnte Bau einer dritten Startbahn, dieses Reizthema spielte bei der Feier aber keine Rolle.
Neubau vergrößert Kapazität des Flughafens
Anlass der Feier war die Vollendung eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahre im deutschen Luftverkehr: Der nach sieben Jahren Bauzeit fertiggestellte Erweiterungsbau des ersten Terminals schafft Raum für bis zu sechs Millionen zusätzliche Passagiere im Jahr.
Das entspricht in etwa der Kapazität des Flughafens Hannover. Ministerpräsident Markus Söder (CDU) sprach von einem "weiteren Meilenstein in der Entwicklung Bayerns". In Betrieb geht das 665 Millionen Euro teure Bauwerk allerdings erst in einer Woche. "360 Meter lang ist unser neuer Pier und bietet Platz für bis zu zwölf Flugzeuge, die hier gleichzeitig abgefertigt werden", sagte Flughafenchef Jost Lammers.
Die Bauarbeiten an dem nun eröffneten "Terminal 1 - Pier" hatten 2019 begonnen und hätten eigentlich bereits 2023 oder 2024 abgeschlossen werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich der Bau jedoch nicht nur, sondern wurde auch erheblich teurer: Die ursprünglichen Planungen lagen bei unter 500 Millionen Euro.
Extra Fluggastbrücke für den A380
Gedacht ist der Erweiterungsbau für den stark wachsenden Interkontinentalverkehr. Eigens für das weltgrößte Passagierflugzeug Airbus A380 ist das Ein- oder Aussteigen über zwei Etagen auf drei Fluggastbrücken möglich. Vom Terminal eins fliegen die nicht zum Lufthansa-Konzern oder deren Partnern zählenden Fluggesellschaften.
Die nächste Erweiterung des nach Frankfurt zweitgrößten deutschen Flughafens ist bereits geplant: Die Lufthansa will am zweiten Terminal Platz für bis zu zehn Millionen weitere Flugäste schaffen. Die Fluggesellschaft ist Mitbetreiberin des zweiten Terminals und will dort bis 2035 einen weiteren Neubau mit Kapazität für bis zu 10 Millionen Passagiere hochziehen. Im vergangenen Jahr starteten und landeten in München gut 43 Millionen Fluggäste.
© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Bahn | 13.04.2026 15:28







Kommentare (5) Zur Startseite
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Wenn ich mir unsere Bayrischen Freunde anschaue, wie der Brenner-Nordzulauf torpediert wurde, tippe ich auf eine Umsetzung, die ich selbst nicht mehr erleben werde. So ab 2050.
Eher verschwindet die Müllhalde 'Starnberg Bahnhof' als dass der MUC einen ICE Anschluss bekommt.
Wenn man sich die Bundes-Bahn Infrastruktur in und um München und auch insb. im Oberland anschaut fragt man sich echt warum Bayern eigentlich Jahr für Jahr Berge an Geld in Richtung Berlin schiebt denn zurück kommt davon offensichtlich ziemlich wenig.
In Bayern sterben Menschen weil Gleise absacken und in Berlin wollen sie derweil von unserem Geld von uns eine Magnetbahn kaufen ...