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Spirit Airlines treibt einen Sanierungskurs mit tiefgreifenderen Einschnitten an ihrer Flotte voran.
Bis zum dritten Quartal 2026 werde die Flotte auf "76 bis 80 Flugzeuge" verkleinert - fast nur noch ein Drittel der ursprünglichen Stärke - und nach der Rückgabe nahezu aller Airbus A320neo und A321neo an Leasingfirmen "überwiegend" aus A320ceo und A321ceo bestehen, hieß es im März von der US-Ultragünstigairline.
Der eng mit Gläubigern abgestimmte Sanierungsplan "Project Soar" öffnet für Spirit Airlines einen schmalen Pfad aus der aktuellen Chapter-11-Insolvenz - geht laut "Reuters" aber von deutlich geringeren Treibstoffpreisen aus: 2,24 US-Dollar pro Gallone für 2026 und 2,14 US-Dollar für 2026.
In den USA tankten Airlines die Gallone Jet-A zu Jahresbeginn für unter 2,00 US-Dollar, der Iran-Krieg hat den Preis im April auf bis zu 4,90 US-Dollar getrieben.
Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat laut "Reuters" hochgerechnet, dass Spirit Airlines für 2026 nicht eingeplante Mehrkosten in Höhe von 360 Millionen US-Dollar drohen, wenn der Kerosinpreis auf dem aktuellen Niveau verharrt.
"Bloomberg" berichtete vergangene Woche, dass der hohe Treibstoffpreis für Spirit Airlines ein "Liquidationsrisiko" berge.
Denn "Project Soar" lässt wenig Spielraum für Gegenläufer. Spirit Airlines geht davon aus, dass die eigene Barmittelreserve in der Umsetzungsphase des Plans bis auf 87 Millionen US-Dollar abschmelzen wird.
Wie am Freitag zunächst "The Air Current" berichtete, hat Spirit Airlines bei der US-Regierung jetzt Staatshilfen im Umfang von mehreren Hundert Millionen US-Dollar angefragt. Noch in dieser Woche soll ein Krisentreffen mit mehreren US-Günstigairlines im US-Verkehrsministerium stattfinden.
Spirit Airlines durchflog nach einer geplatzten Übernahme durch JetBlue Airways ab 2024 einige Turbulenzen. Ein zwischenzeitlicher Ausstieg des Hauptleasinggebers AerCap aus einem Flottendeal hatte Spirit Airlines im Folgejahr erneut in Bedrängnis gebracht.
© aero.de | Abb.: Airbus, Spirit Airlines | 20.04.2026 10:47







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