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Lufthansa-Crew bricht Anflug auf Bogotá ab

Lufthansa Boeing 787-9 in Frankfurt
Lufthansa Boeing 787-9 in Frankfurt, © Lufthansa

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BOGOTÁ - Eine Boeing 787-9 von Lufthansa schließt im Anflug auf Bogotá zu einer 777F auf - die Crew bricht die Landung schließlich ab.

Flughafen Bogotá, 19. April 2026: Lufthansa 542, eine Boeing 787-9 aus Frankfurt, schließt im Anflug auf Landebahn 32L in einer enger geflogenen Linkskurve auf Qatar Airways Cargo 8174 auf - und setzt sich vor die 777F aus Sao Paulo.

Während die Lufthansa-Crew den ersten Anflug abbricht und durchstartet, landet die katarische Fracht-Boeing sicher auf 32L. Kurz darauf ist auch die Lufthansa-Maschine sicher am Boden.

Nach Aufzeichnungen "Flightradar24" reduzierte sich der Vertikalabstand zwischen den Flugzeugen im fast zeitgleichen Anflug auf Bogotá auf rund 84 Meter.

Lufthansa-Flug 542, © XSL
© aero.de | 20.04.2026 15:28

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Beitrag vom 21.04.2026 - 08:00 Uhr
OK, bevor hier wieder irgendwelche "Beinahe-Kollisionen" herbeigeredet werden, schauen wir uns das mal etwas näher an.
Vorab: Ich habe keine Insider-Informationen und kann auch nur FR24 und Google nutzen (und war letztens selbst mal dort).
RWY32R hat kein ILS, weil da die Berge im Osten im Weg wären. Es gibt verschiedene Anflugverfahren (VOR, RNP (AR) und RNP Visual) und ich weiß nicht, welches davon sie geflogen sind, aber da der Flugweg bei beiden Anflügen exakt gleich war und auch die nachfolgenden Flieger genau auf der gleichen Strecke geflogen sind, kann man schon davon ausgehen, dass es sich um ein Verfahren mit Kursführung gehandelt hat. Nur die Qatar ist ein Stück weiter rausgeflogen (warum auch immer) und hat somit dafür gesorgt, dass die nachfolgende Lufthansa aufgeholt hat. Dazu noch ist Qatar sehr langsam geflogen.
Ich komme auf 200 ft und 1 km als nächste Annäherung. Dabei befand sich die 777 aber im besten Sichtfeld der Lufthansapiloten, von rechts nach links fliegend. Die LH war sich also ziemlich sicher sehr bewusst, dass da noch einer ist und ich gehe davon aus, dass die Lotsen ihnen die 777 gezeigt haben und irgendeine Art von Sichtstaffelung delegiert haben (laut METAR waren sie da unter den (wenigen) Wolken bei Sichten von 10 km).
Warum die Flugsicherung das nicht früher abgebrochen hat, kann ich nicht nachvollziehen. Aus Pilotensicht hätte man vielleicht noch darauf spekulieren können, dass einer der Flieger auf die linke RWY geht und damit für beide eine Landung noch möglich ist. Aber solange man den Gegner sieht, ist es nicht nötig, in Panik zu geraten. Wenn es nicht reicht, ist der Anflug dann eh nicht mehr zu retten und muss neu begonnen werden.
Mein Fazit: Nicht gedöst und schon gar keine Beinahe-Kollision, sondern ein Anflug-Spacing, das durch den Schlenker der Qatar ein wenig gestört wurde und dadurch für die Lufthansa nicht mehr gepasst hat. Wenn die Lufthansa den Abstand zur Qatar nach Sicht gehalten hat, war das auch keine Staffelungsunterschreitung, sondern einfach dumm gelaufen.
"Lufthansa 542 ... setzt sich vor die 777F aus Sao Paulo" konnte ich nirgendwo sehen. Leute, Leute...
Beitrag vom 20.04.2026 - 20:14 Uhr
Dort wo sie lateral am selben Ort waren, waren sie vertikal ~ 2000 ft entfernt. Schon sehr eng alles.
Im Approach haben sie wohl schon leicht gedöst.
Beitrag vom 20.04.2026 - 16:44 Uhr
Nach Aufzeichnungen "Flightradar24" reduzierte sich der Vertikalabstand zwischen den Flugzeugen im fast zeitgleichen Anflug auf Bogotá auf rund 84 Meter.

Und lateral etwa 0 Meter ... wenn die Daten stimmen, war das eine Beinahe-Kollision.
Müsste da nicht die Anflugkontrolle einen Ton dazu sagen, bevor das so super eng wird?


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