GA-ATS haucht der Do228 neues Leben ein. Der Konzern hatte 2021 den Standort in Oberpfaffenhofen von Ruag abgelöst, eine neue Produktionslinie und ein neues Zuliefernetzwerk aufgebaut - und die Serienproduktion wieder aufgenommen.
Nun - am 2. Mai 2026 - hob der "Do228 NXT"-Demonstrator zum ersten Mal ab. "Der Erstflug der Do228 NXT war ein außergewöhnliches Erlebnis", sagte Martina Hierle, Testpilotin und Programmmanagerin bei GA-ATS. "Das Flugzeug performte einwandfrei. Man spürt sofort, wozu dieses Flugzeug fähig ist und dass die Do228 NXT bereit ist für anspruchsvolle Einsätze auf der ganzen Welt."
In den kommenden Wochen werden weitere Testflüge mit dem Do228 NXT-Demonstrator durchgeführt, um Daten zu sammeln und Flugeigenschaften zu evaluieren. "Dazu gehören Tests in verschiedenen Höhen, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, in verschiedenen Flugmustern, sowie Starts und Landungen und verschiedene Einsatzszenarien", erklärte der Hersteller.
Ein erster Messeauftritt des Flugzeugs ist für die ILA 2026 geplant, die vom 10. bis 14. Juni in Berlin stattfindet. "Anschließend feiert die Do228 NXT Ende Juli ihr internationales Debüt, wenn sie vom 20. bis 24. Juli auf der Farnborough Airshow im Vereinigten Königreich zu sehen sein wird", heißt es vom Hersteller.
Robuste Triebwerke, vielseitige Kabine
Die Do228 ist ein Lizenzprodukt, das auch in Indien gefertig wird. Der deutsche "NXT"-Vorgänger Do228NG entstand unter Federführung von Ruag.
Von der "NG" setzt sich die "NXT" unter anderem mit neuer Avionik, verbesserten Autopilot- und Navigationssystemen, einer neuen Bremsanlage und einer verbesserten Rumpfbeschichtung ab. "Das internationale Interesse an der Do228 NXT ist sehr groß", sagte GA-ATS Geschäftsführer Craig Simpson.
Das Flugzeug bleibt mit robusten TPE331 Turboprop-Triebwerken von Honeywell ein Alleskönner - die Kabine nimmt 19 Passagiere oder zwei Tonnen Fracht auf, Starts und Landungen sind auch auf sehr kurzen Pisten möglich.
Mit acht Stunden Flugdauer und 3.000 Kilometer Reichweite trifft die Do228NXT sicher nicht ganz zufällig gängige Anforderungen in der Küstenüberwachung und Seeaufkärung.
© aero.de | Abb.: GA-ATS | 08.05.2026 08:53








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