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SpaceX will eine Million Menschen auf dem Mars ansiedeln

Starship absolviert zehnten Testflug
Starship absolviert zehnten Testflug, © SpaceX

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AUSTIN - Elon Musks Weltraumfirma SpaceX plant Berichten zufolge einen Mega-Börsengang. Doch die vom Tech-Milliardär kontrollierte Firma macht nicht besonders viel Umsatz - und steckt tief in roten Zahlen. Bei einer Million Marsbewohnern erhält Musk zusätzliche Aktienpakete im Milliardenwert.

Vor dem geplanten Rekord-Börsengang von SpaceX zeigen frisch veröffentlichte Zahlen, dass die Weltraumfirma von Tech-Milliardär Elon Musk Milliardenverluste schreibt.

So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro). Ein Grund für das Minus sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship.

An großen und gewagten Plänen fehlt es Musk nicht: Er will den Mars besiedeln, spricht von einer Stadt auf dem Mond und von KI-Rechenzentren im All. Der Multimilliardär setzt darauf, dass Investoren an seine Visionen glauben werden: SpaceX will bei dem Börsengang Medienberichten zufolge eine Bewertung von rund zwei Billionen Dollar anstreben.

Mit demnach erhofften Erlösen von bis zu 80 Milliarden Dollar wäre es der mit Abstand größte Börsengang.

Angaben von SpaceX dazu wird es erst später geben. Der Börsengang wird laut Medienberichten für Mitte Juni angepeilt. SpaceX hatte die Aktienplatzierung zunächst vertraulich beantragt, ohne Geschäftszahlen vorzulegen.

Musk hat die Kontrolle

Tech-Milliardär Musk kontrolliert SpaceX dem Börsenprospekt zufolge mit einem Stimmrechtsanteil von gut 85 Prozent. Grundlage dafür sind Aktien mit mehr Stimmrechten. Laut dem Prospekt wird Musk auch nach dem Börsengang das Sagen haben. Musk ist Chef von SpaceX - und auch des Elektroautobauers Tesla.

Aktien der beiden Unternehmen sind die Basis für sein Vermögen, das ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen aktuell auf rund 667 Milliarden Dollar.

Raketen und KI

SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das amerikanische Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink. Musk brachte in SpaceX auch seine KI-Firma xAI samt der Online-Plattform X ein. Der Konzern wurde bei dieser Fusion laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.

Weitere Details zum SpaceX-Geschäft, die nun erstmals bekannt wurden:

- Im ersten Quartal dieses Jahres schrieb SpaceX einen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar bei rund 4,7 Milliarden Dollar Umsatz.

- Starlink ist ein zentraler Geldbringer: Im ersten Quartal stammten aus dem Geschäft mit Satelliten-Internet Erlöse von 3,26 Milliarden Dollar. Starlink hat inzwischen rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern.

- In die Riesen-Rakete Starship investierte SpaceX insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar. SpaceX geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im zweiten Halbjahr kommerzielle Flüge machen kann. Sie soll die Kosten für die Beförderung ins All deutlich senken. Mit Starship sollen auch Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden, mit denen Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar wird.

- Die KI-Firma Anthropic, die sich jüngst ein ganzes Rechenzentrum von SpaceX mietete, zahlt dafür 1,25 Milliarden Dollar im Monat. Der Deal läuft vorerst bis Mai 2029.

Rechenzentren im All

Jüngst gab Musk bekannt, dass xAI kein eigenständiges Unternehmen mehr sei, sondern seine KI-Produkte wie den Chatbot Grok unter der Marke SpaceXAI vermarkten werde. Der Multimilliardär stellt für die Zukunft KI-Rechenzentren im All in Aussicht. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann und die Kühlung im All einfacher ist. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.

Erfolgsprämie für eine Million Marsianer

Laut Prospekt hat Musk sich im Janaur 2026 eine erfolgsabhängige Zuteilung von einer Milliarde SpaceX-Aktien in 15 Tranchen zusichern lassen. Die volle Zuteilung wird fällig, wenn SpaceX eine Marktkapitalisierung von 7,5 Billionen US-Dollar überschreitet und eine Marskolonie mit mindestens einer Million Menschen errichtet hat.
© dpa, aero.de | Abb.: SpaceX | 21.05.2026 06:37

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Beitrag vom 21.05.2026 - 11:20 Uhr
Und wie wirkt sich die starke Strahlenbelastung auf dem Mars auf Menschen aus, Elon?

Die dürfen dann unterirdisch oder in Betonbunkern auf dem Mars leben.
Mark Watney in seinem Leichtbau- Iglu war da leider nur eine schöne Fiktion.

Die Strahlung auf der Marsoberfläche würde leider langfristig massive Grsundheitsprobleme verursachen.
Beitrag vom 21.05.2026 - 10:36 Uhr
Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann

weitgehend richtig, auch wenn nur spezielle, teure Solarzellen längere Zeit unter der Strahlenbelastung im LEO betrieben werden können.


und die Kühlung im All einfacher ist.

Das ist komplett falsch. Im Gegenteil. Das Vakuum ist ein hervorragender thermischer Isolator. Nicht umsonst werden Vakuum-Thermoskannen hergestellt, die besonders gut isolieren.
Beitrag vom 21.05.2026 - 09:45 Uhr
Mir würde es reichen wenn sie 1 Menschen dauerhaft auf dem Mars platzieren würden ...


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