WASHINGTON - Die US-Luftfahrtbehörde FAA und die europäische EASA stehen kurz vor der Zulassung der Boeing-Modelle 737 MAX 7 und 737 MAX 10. FAA-Vize Chris Rocheleau sieht die Programme auf Zertifizierungskurs, während EASA-Direktor Florian Guillermet von Fortschritten bei den letzten offenen Punkten spricht.
Die Boeing 737 MAX 7 könnte demnach noch im Sommer 2026 zugelassen werden, die MAX 10 bis Jahresende.
Rocheleau und Guillermet äußerten sich laut
"Reuters" auf der International Aviation Safety Conference zum Stand der Zulassungsfahren. Als Hürde galten zuletzt
Änderungen am Enteisungssystem der Triebwerke.
Die US-Luftfahrtaufsicht FAA verlangte die Abstellung eines alten MAX-Problems: An 737 MAX 8 und 737 MAX 9 darf die Triebwerksenteisung in trockener Umgebung nicht länger als fünf Minuten laufen. Sonst drohen Überhitzungsschäden am Verbundmaterial, im schlimmsten Fall kann sich dadurch die Einlasslippe lösen.
Die Annäherung der beiden Behörden gilt auch als Zeichen einer verbesserten Zusammenarbeit nach den Spannungen infolge der beiden tödlichen 737-MAX-Abstürze 2018 und 2019. FAA und EASA arbeiten laut den Behörden zudem an einem erweiterten Datenaustausch für künftige Zertifizierungsverfahren.
In Europa plant mit Ryanair ein Großabnehmer mit bis zu 300 737 MAX 10.
Die ersten 15 Flugzeuge will Ryanair ab Januar 2027 ins System einspulen.Boeing 777-9 dürfte erst 2027 eine FAA-Zulassung erhaltenUnterdessen verschiebt sich die parallel laufende Zulassung des Langstreckenjets Boeing 777-9 weiter. Branchenkreise und Äußerungen von FAA-Chef Bryan Bedford deuten inzwischen auf eine
Zertifizierung erst Anfang 2027 hin, nachdem zuvor noch ein Abschluss der Zulassungsarbeiten im Jahr 2026 erwartet worden war.
© aero.de | Abb.: Boeing | 19.06.2026 05:42
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Beitrag vom 20.06.2026 - 20:01 Uhr
Ebenso wie beim Schwestermodell A330 wird die Länge der Hauptfahrwerksbeine beim Einfahren des Fahrwerks um 6 Zoll (152,4 mm) verkürzt, indem die Stoßdämpfer in die Fahrwerksbeine hineingezogen werden.
Nennt sich dort Shortening Mechanism ...
Beitrag vom 20.06.2026 - 19:55 Uhr
... Falls das System während der Beschleunigung ausfällt, es also nicht komplett oder gar nicht ausfährt,...
Warum sollte das passieren?
Es handelt sich um eine mechanische Zwangssteuerung. Ich meine mich zu erinnern, das ähnliches auch beim Hauptfahrwerk der A330/A340 konstruiert ist.
Beitrag vom 20.06.2026 - 19:06 Uhr
Viel schlimmer als die Sensor- und Eis Problematik ist meiner Ansicht nach das teleskopierbare Hauptfahrwerk der -10.
Falls das System während der Beschleunigung ausfällt, es also nicht komplett oder gar nicht ausfährt, hat das massive Auswirkungen auf die Field-Performance bei Startbahnen mit Obstacles dahinter.
Es reicht dann schlichtweg nicht, um über alle Hindernisse hinwegzukommen.
Passiert es bis V1, könnte ein Startanbruch klappen. Passiert es aber zwischen V1 und VR, knallt es.
Aber da drücken EASA und FAA großzügig die Augen zu...
Kommentare (21) Zur Startseite
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Nennt sich dort Shortening Mechanism ...
Warum sollte das passieren?
Es handelt sich um eine mechanische Zwangssteuerung. Ich meine mich zu erinnern, das ähnliches auch beim Hauptfahrwerk der A330/A340 konstruiert ist.
Falls das System während der Beschleunigung ausfällt, es also nicht komplett oder gar nicht ausfährt, hat das massive Auswirkungen auf die Field-Performance bei Startbahnen mit Obstacles dahinter.
Es reicht dann schlichtweg nicht, um über alle Hindernisse hinwegzukommen.
Passiert es bis V1, könnte ein Startanbruch klappen. Passiert es aber zwischen V1 und VR, knallt es.
Aber da drücken EASA und FAA großzügig die Augen zu...