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FAA erwartet Zulassung der Boeing 777-9 nicht mehr 2026

Boeing 777-9 für Lufthansa
Boeing 777-9 für Lufthansa, © Boeing

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SEATTLE - 737 MAX 7, 737 MAX 10 und 777-9: Boeing steckt mit drei Flugzeugen in finalen Zulassungsphasen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA erwartet eine Zertifizierung beider noch ausstehender 737-MAX-Varianten noch 2026, die Zulassung der 777-9 aber erst "Anfang" 2027. Lufthansa hat bereits einen Plan B gefasst.

TIA 4: Boeing rückte mit der 777-9 im ersten Quartal 2026 in die vierte von fünf Hauptstufen der finalen FAA-Zulassungsphase vor. In der "Type Inspection Authorization" (TIA) weist Boeing der FAA entlang von Checklisten nach, dass Systeme und Flugeigenschaften der 777-9 alle behördlichen Anforderungen erfüllen.

Die Zertifizierung der 777-9 werde - Stand jetzt - "hoffentlich Anfang nächsten Jahres erfolgen", sagte FAA-Direktor Bryan Bedford auf einer Branchenkonferenz in Charleston, South Carolina. Die ebenfalls noch in der Zulassung befindlichen 737 MAX 7 und 737 MAX 10 dürften hingegen noch 2026 das OK der FAA erhalten.

Die aufwendige Dokumentation der finalen Tests kegelte die 777-9 letztes Jahr ein weiteres Mal aus dem Zeitplan. Lufthansa, designierter Erstbetreiber, hofft auf erste 777-9 für das Frankfurter Drehkreuz zum Sommerflugplan 2027. Sicher ist das aber nicht.

Ursprünglich hatte Lufthansa erste 777-9 sogar schon 2020 erhalten sollen. Laut Konzernkreisen zeichnen sich inzwischen weiterere Planänderungen ab.

Auf eine "weitere Verspätung" der 777-9 ist Lufthansa bereits mit einer Ersatzlösung gewappnet, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr Anfang Mai 2026 in Frankfurt. In diesem Fall werde Lufthansa 2027 "kleinere (Airbus) A340-300" in "höherer Zahl" fliegen als eigentlich vorgesehen.

Boeing: "Change Incorporation" für 30 777-9

Weil die 777-9 ihr Airlineleben so oder so mit rund sieben Jahren Verspätung antreten wird, muss Boeing an einige bereits gebaute Flugzeuge nochmal ran. 

Im Konzern sei inzwischen ein Team mit der sogenannten "Change Incorporation", den technischen Modifikationen dieser Flugzeuge, befasst, sagte Boeing-Chef Kelly Ortberg im April 2026 vor Investoren. Konkret seien "rund 30 Flugzeuge" betroffen, "die den Change-Incorporation-Prozess über mehrere Jahre durchlaufen werden".

Vor der Auslieferung werden an bereits gebauten 777-9 alle Modifikationen eingepflegt, die sich im Zuge des Zulassungsverfahrens und aus zwischenzeitlichen Produkt- und Prozessentwicklungen ergeben haben. "Das ist ein Großprojekt", sagte Ortberg.
© aero.de | Abb.: A. Mohl, Boeing | 29.05.2026 15:08

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Beitrag vom 29.05.2026 - 23:50 Uhr
...und wenn der Flieger endlich flügge ist kommt noch die Zertifizierung von Allegris. Hoffentlich geht's schneller als mit den B789.
Beitrag vom 29.05.2026 - 18:50 Uhr
@. David_B

Lufthansa hat noch 8 744, von denen im Frühjahr noch 6 fliegen sollen.

Von der 779 sind fest 20 bestellt plus 14 35K.

Beitrag vom 29.05.2026 - 18:16 Uhr
B779 ist doch als B744-Ersatz gedacht. Die hat doch auch keine F und ist mehr Volumen als Premium.
Zusätzlich scheint LH sich in der Lage zu sehen, A350 in FRA und MUC betreiben zu können. Bei der Boeing-Flotte schaut das anders aus.


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