Nukleare Abschreckung
Älter als 7 Tage

Deutschland und Frankreich starten Atom-Kooperation

Luftwaffe Eurofighter
Luftwaffe Eurofighter, © ILA Berlin

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NÖRVENICH - Deutschland und Frankreich leiten erste praktische Schritte der Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung ein.

Auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln sollen noch heute ein französischer Kampfjet vom Typ Rafale, der mit Atomwaffen bestückt werden kann, und ein Eurofighter der Bundeswehr gemeinsam betankt werden, wie es kurz vor einem Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg bei Köln aus deutschen Regierungskreisen hieß.

Mit der Aktion in Nörvenich beginnt die Umsetzung der Nuklear-Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die Anfang März von Merz und Macron vereinbart worden war.

Wenn am Freitag der deutsch-französische Sicherheits- und Verteidigungsrat auf dem Fliegerhorst tagt, wird es um eine weitere Vertiefung gehen. Unter anderem soll beschlossen werden, dass sich im Herbst erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver beteiligen, wie es hieß.

Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt.

In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der NATO stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die NATO-Abschreckung ergänzen und stärken.
© dpa | 16.07.2026 15:59

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Beitrag vom 18.07.2026 - 11:40 Uhr
#A320Farm

OTAN
Organisation du traité de l'Atlantique Nord
Organización del Tratado del Atlántico Norte

Falls Sie mal wieder in den Spiegel schauen ....
Beitrag vom 17.07.2026 - 13:21 Uhr
Obskur ist die auch vor einigen Jahren eingeführte Doppeltbenamung OTAN/NATO aufgrund eines übersteigerten Selbstgefühls der Franzosen und Spanier.

Naiv doof wie ich bin dachte ich, das das was mit Rückwärtslesen im Spuegel zu tun. Aber so ists natürlich völlig klar und logisch. Dank für meinen Erheller des Tages ;-)
Beitrag vom 17.07.2026 - 13:16 Uhr
Wenn es richtig knallt werden die sich alle selbst der Nächste sein.

Sicher. Und in einer Gruppe von X Staaten verteidigt es sich besser als jeder alleine. Das war ja von Anfang an die Grundüberlegung der NATO. Und keins der aktuellen Mitglieder steht nicht auf dem Speiseplan Russlands.

Das einzige, was der Allianz schadet, sind so lauwarme, öffentliche Überlegungen wie der amerikanischen Regierung, im V-Fall doch vielleicht nicht einzugreifen.
Ein Verbündeter weniger ist ein kleineres Risiko als ein Verbündeter, auf den man sich verläßt, der aber im V-Fall nicht bereit steht.
Von daher wäre ich eher dafür, die USA aktiv aus der NATO rauszuwerfen, bis sie sich mental wieder berappelt haben und der IQ der Staatsführung wieder mindestens Zimmertemperatur erreicht hat.

Dann weiß der Rest zumindest, welche Fähigkeiten fehlen und kann die gezielt aufbauen.
Jeder Angreifer eines einzigen Staats muss dann damit rechnen, dass eine (vielleicht auch kleinere) Allianz hält, was sie verspricht.


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