ZÜRICH - Swiss und Aeropers stecken im Patt fest. Die Schweizer Pilotengewerkschaft ärgert sich öffentlich über "zähe" Tarifverhandlungen mit der Lufthansa-Tochter. Swiss will sich von der Gewerkschaft wiederum nicht ausbremsen lassen - die Airline setzt zwei Maßnahmen innerhalb des Cockpitpersonals ohne Aeropers um.
Verhandlungen zwischen Swiss und Aeropers um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Swiss-Cockpits kommen nicht voran.
Die Schweizer Pilotengewerkschaft warf Swiss vor dem Wochenende vor, "Schweizer Werte" in der Verhandlungsgestaltung zu vernachlässigen - und sich der "Lufthansa-Kultur" anzulehnen.
Nach Swiss-Angaben hat Aeropers nach 17 Verhandlungstagen seit April 2026 weitere GAV-Termine "bis Ende August" ausgesetzt und ist derzeit "nicht gesprächsbereit". "In wichtigen Punkten liegen die Positionen weiterhin auseinander", stellt Swiss in einer Reaktion auf die Aeropers-Aussendung mit.
Informationen aus Swiss-Kreisen legen nahe, dass es zwischen Aeropers und Swiss in den letzten Runden bei den Themen Renteneintritt und Dienstplanung hoch herging.
Aeropers warf Swiss am Freitag "wiederholte Verstöße" gegen den laufenden Tarifvertrag und "Alleingänge" vor. Tatsächlich hat Swiss gerade zwei Maßnahmen an Aeropers vorbei umgesetzt.
"Wir tragen Verantwortung für das Wohlergehen unserer Pilotinnen und Piloten, für einen stabilen Flugbetrieb, unser internationales Netzwerk und die langfristige Entwicklung der Airline", teilte Swiss mit. "Die Anliegen unserer Crew-Mitglieder überlassen wir deshalb nicht einfach den Gewerkschaften."
Swiss lässt Piloten ein Jahr länger fliegenPilotinnen und Piloten bei Swiss werden grundsätzlich mit 61 Jahren pensioniert. Swiss hat nun eine Regelung geschaffen, nach der Piloten freiwillig ein Jahr dranhängen können. "Bereits einen Tag nach der Kommunikation haben sich zahlreiche Pilotinnen und Piloten bei uns gemeldet und die Weiterbeschäftigung beantragt", so Swiss.
Eine weitere Swiss-Maßnahme betrifft die sogenannten "Long-Term-Free-Days", also langfristig festgelegte freie Tage. "Ab August 2027 wird der Vorlauf für deren Eingabe angepasst", teilte Swiss mit. Die Anzahl der beeinflussbaren dienstfreien Tage bleibt unverändert, Piloten können die Wunschtermine aber zumindest übergangsweise mit weniger Vorlauf im System blocken.
Swiss kämpft mit einer dünnen Personaldecke im Cockpit. Die Airline will ihr Planungssystem neu aufsetzen, "um mittelfristig mehr Beeinflussbarkeit zu schaffen".
"Diese Maßnahmen ersetzen weder einen Gesamtarbeitsvertrag noch den Dialog mit Aeropers", sagt Swiss-Verhandlungsführer Dominik Jäggi. "Deshalb wollen wir möglichst bald an den Verhandlungstisch zurückkehren."
© aero.de | Abb.: Swiss | 27.07.2026 08:58
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Beitrag vom 30.07.2026 - 15:36 Uhr
@Jordan
Jetzt fangen Sie ja wieder an ...
Das ist doch gar nicht der Punkt von @Tyrolean! Es geht ihm doch gar nicht um den _Inhalt_ der Verträge!
Er beanstandet das einseitige Nichteinhalten von Verträgen.
Das habe ich schon Verstanden. Zum ersten Teil (Planung Freitage) habe ich lediglich meine Meinung, was ich darüber denke, geschrieben.
Das was @Tyrolean dagegen verbringt, auch in welcher Art und Weise, überzeugt mich eben nicht.
Aber natürlich, wenn der Vertrag das nicht hergibt, es ein Vertragsverstoß ist, dann sollte m.M. schnellstmöglich ein Gericht darüber entscheiden. Hat Aeropropers denn schon Klage eingereicht?
In der Argumentation zum dem Anderen (freiwillig länger arbeiten) verstehe ich nicht, warum der AG so ein Angebot nicht machen darf!?
Wenn das so schlimme Folgen hat, dann können doch alle, die dafür in Frage kommen, das Angebot einfach nicht annehmen/ ablehnen. Ist doch ganz einfach.
Über alles andere kann/sollte man seiner Meinung nach reden, aber vorerst sollte das schriftlich festgehaltene gelten. _Das_ ist seun Punkt ...
Schau an, anderen gegenüber können Sie ja auch sachliche Fragen stellen. So kann man antworten.
Ob Sie das glauben oder nicht, spielt keine Rolle, es ist eine juristische Frage zu einem Vertrag die ebendort geklärt wird. Soweit ich weiß wird gegen die Änderung der Freitageregelungsfrist geklagt, ja. Mehr weiß ich nicht.
Wieso lehnen Leute das länger arbeiten nicht ab? Naja, sie wollen ja länger arbeiten, und jeder gönnt es ihnen. Es gibt in einer Berufsgruppe je nach Karrierestand unterschiedliche Partikularinteressen. Die müssen in den Regelungen zwischen AG und AN Vertretung geklärt werden. Einfach anbieten verstößt gegen geltende Regelungen eines Vertrages. Geklagt wird hier nicht, weil damit die Chance für jene mit Interesse, länger zu fliegen, vorbei ist, da das Gericht dies wieder kippen würde. Das möchte man auch nicht. Wäre weder im Interesse des AGs (wegen Kapazität im Sommer 27) noch der betreffenden ANs. Alle anderen ANs haben nix dagegen, solange es verhandelt und vertraglich gültig geregelt ist, und eben kein Alleingang.
Macht das Sinn?
All das ließe sich sozialpartnerschaftlich regeln, wie es früher bei LX und Os üblich war. Seit einiger Zeit kopiert man da aber LHA-Verhandlungen, zwingt zu Streiks (OS) oder Protestmärschen (Lx), die früher absolut unüblich waren und dort auch niemand leichtfertig und gern macht. Es ist schade. Sozialpartnerschaftlich würde weniger Schaden entstehen und alle zufriedener sein (AG und AN).
Vielleicht ist es jetzt nachvollziehbar?
Beitrag vom 30.07.2026 - 14:40 Uhr
@Jordan
Jetzt fangen Sie ja wieder an ...
Das ist doch gar nicht der Punkt von @Tyrolean! Es geht ihm doch gar nicht um den _Inhalt_ der Verträge!
Er beanstandet das einseitige Nichteinhalten von Verträgen.
Das habe ich schon Verstanden. Zum ersten Teil (Planung Freitage) habe ich lediglich meine Meinung, was ich darüber denke, geschrieben.
Das was @Tyrolean dagegen verbringt, auch in welcher Art und Weise, überzeugt mich eben nicht.
Aber natürlich, wenn der Vertrag das nicht hergibt, es ein Vertragsverstoß ist, dann sollte m.M. schnellstmöglich ein Gericht darüber entscheiden. Hat Aeropropers denn schon Klage eingereicht?
In der Argumentation zum dem Anderen (freiwillig länger arbeiten) verstehe ich nicht, warum der AG so ein Angebot nicht machen darf!?
Wenn das so schlimme Folgen hat, dann können doch alle, die dafür in Frage kommen, das Angebot einfach nicht annehmen/ ablehnen. Ist doch ganz einfach.
Über alles andere kann/sollte man seiner Meinung nach reden, aber vorerst sollte das schriftlich festgehaltene gelten. _Das_ ist seun Punkt ...
Beitrag vom 30.07.2026 - 14:16 Uhr
@Jordan: Viele - nicht alle - andere AN haben idR Mo-Fr Dienst und Sa, So frei. Viele, nicht alle - gibt genug, bei denen die Arbeitszeiten auch anders geregelt sind. Viele AN sind überdies vor oder nach ihrem Dienst in ihrer Stadt - Piloten nicht unbedingt. Ergo sind sowohl Termine unter der Woche - wie Arzttermine etc. - ohne diese freie Tage requesten zu können nicht möglich, als auch Veranstaltungen an Wochenenden, wo meist Hochzeiten, Geburstage und andere Feiern liegen - nicht möglich. Wie das bei Polizei, Ärzten, Krankenschwestern, Lastkraftfahrern, Busfahrern, Lokführern und Co. ist, weiß ich nicht, vermutlich gibt es ähnliche Prinzipien. Ich gönne das auch allen Berufsgruppen, schliesslich kann damit ein Sozialeben aufrecht erhalten werden.
Ehrlich:
Ich glaube nicht das Piloten einen wichtigen Arzttermin nicht wahrnehmen können. Wenn das Ihr AG verhindert, und Sie 'zwingt' - trotz medizinisch unklarer Situation - zu fliegen, macht er sich strafbar.
Und aus dieser, m.E. nur leicht veränderten 'frei Tage Regelung', auf einen 'Zusammenbruch des Soziallebens' zu schließen, wirkt doch sehr konstruiert.
Die von Ihnen genannten Berufsgruppen kriegen das doch auch hin (unten habe ich dazu noch mehr ausgeführt).
Aber allein, dass Sie jetzt Piloten diese freien Tage nicht gewähren wollen, weil ja vielleicht andere Urlaub nehmen müssen,führt nicht dazu, dass ich noch wahnsinnig großes Interesse mit Ihnen weiter zu diskutieren. Entweder wollen Sie provozieren, oder Sie können es wirklich nicht nachvollziehen, oder sie missgönnen es Anderen (was ich nicht nachvollziehen kann, denn was haben Sie davon?).
Ich konnte bisher nicht (in Ihrer Argumention) lesen, dass diese Tage überhaupt nicht mehr gewährt werden sollen. Es wird, wenn ich es richtig verstanden habe, nur etwas schwieriger diese langfristig (sicher) zu einzuplanen. Und in einem solchen Fällen halte ich es durchaus für zumutbar einen oder zwei Urlaubstage einzusetzen. Ja richtig: so wie das Tausende andere AN in anderen Berufen auch machen (müssen). Das was Sie mir unterstellen ich habe nirgends geschrieben.
Btw. Zu Ihrem Nachsatz/ anderen Post: selbstverständlich war meine Frage nach dem 'Urlaub für Piloten' ironisch gemeint.
Im Kontext dessen, das Sie dies offensichtlich nicht verstanden haben, und über das Wie Ihrer Reaktionen (nicht nur darauf), dann möchte ich ehrlicherweise niemals mit Ihnen fliegen.
Zum Thema freiwillig länger Arbeiten, habe ich hinlänglich viel geschrieben und erklärt. Es verändert die Karriere für schlicht alle, die noch nicht am Ende der Karriereleiter - z.B. Langstreckenkapitän - angekommen sind. Es geht also nicht um die, die länger dürfen, sondern um alle dahinter. Auch da geht es aber wie mehrfach dargelegt darum, dass so etwas zwischen AG und AN(-Vertretung) für eine Änderung dieser Regel verhandelt werden müsste, und nicht einseitig verändert wird. Anscheinend haben Sie die Ausführungen dazu aber überhaupt nicht gelesen, damit kann ich mir alles weitere auch sparen. Entweder wollen Sie es nicht verstehen, oder nicht lesen. Ist Ihre Entscheidung. Ausführlich erklärt wurde es.
Sie widersprechen sich hier meines Erachtens in Ihrer Argumentation.
Einerseits schreiben Sie das (sehr) viele Piloten fehlen, andererseits den Jüngeren würden durch die 1 Jahr länger arbeitenden (wieviele sind das genau?) Älteren die Karriere versperrt.
Das erschließt sich mir nicht.
Wenn ich Sie jedoch richtig verstehe, möchten Sie das Ihr AG weiter mit Personalmangel im Cockpit zu kämpfen hat. Warum?
Mit dem letzten Absatz liefern Sie den schriftlichen Beweis, dass Sie absolut nichts verstanden haben. Es ist mir völlig egal, ob Sie mit mir Fliegen oder nicht - zumal ob dieser Diskussion hier, die nichts mit meiner Tätigkeit zu tun hat.
Arzttermin heißt nicht unfit to fly - es gibt genug Routineuntersuchungen etc. Da sehen Sie mal wieder nicht die Bandbreite, sondern haben ein Beispiel im Kopf. Es gibt genug Vorsorge- und Routineuntersuchung, bei denen man Monate (!) vorher einen Termin bekommt.
Wird sicher effizient für den AG, wenn alle wegen Routinearzterminen im Krankenstand sind.
Und glauben Sie mir, viele Piloten haben schon Urlaubstage für Veranstaltungen genommen. Sie dürfen gerne dazu schweigen, wie Piloten ihr Sozialleben zu organisieren haben. Ob es solche Tage geben soll oder nicht steht aber auch absolut nicht zur Debatte (was soll also diese Nebendiskussion?), es geht um eine einseitige Änderung einer gültigen Regel.
Ich halte eine widerrechtliche, gegen einen Vertrag einseitig geänderte Regelung für das Problem - nur das überlesen Sie geflissentlich.
Jeder hat Verständnis, dass die Sommerproduktion personaltechnisch herausfordernd ist, ich möchte auch definitiv keinen Personalmangel (der trifft Piloten beim Arbeitspensum nämlich auch.) Diese Unterstellungen - wie die „ironische“ Frage mit den Urlaubstagen sowie, dass ich etwas bezüglich Sozialleben konstruiere (Sie! haben doch danach gefragt, wozu diese Tage sind) - verhindert jegliche sachliche Diskussion. Ihr Überlesen des Kernpunktes tut das Übrige. Es ist Hopfen und Malz verloren. Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, aber sollte man Ihnen mal einseitig rechtswidrig Ihren Vertrag ändern (da Sie wohl kein AN (mehr) sind, wohl sowas wie Mietvertrag oder welche Verträge Sie auch immer haben), werden Sie vielleicht verstehen, wo das Problem liegt. Jedes weitere Wort an Sie ist überflüssig, weil Sie entweder Trollen, nicht lesen, was geschrieben wird oder sowieso lieber in ihrer eigenen Vorstellungswelt verharren wollen. Können Sie alles furchtbar gerne tun, aber ohne mich.
@GB: Die Argumentation war logisch und schlüssig, Sie konnten diese ja auch nur mit falschen Behauptungen angreifen („in Zeiten, wo Leute um Ihre Jobs fürchten“). Sie wollen das Ganze präziser, quasi einen Beweis - der ließe sich nur über das Niederschreiben der internen Regelung erbringen. Genau das geht aber eben nicht. Sie müssen es ja auch nicht glauben. Ich weiß es, und ggfs. wird es juristisch geklärt, dann wissen Sie es vielleicht irgendwann auch. Es bringt nur nichts, mit zahlreichen Unterstellungen und falschen Behauptungen zu kommen, um das Anliegen der AN zu diskreditieren.
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Das ist doch gar nicht der Punkt von @Tyrolean! Es geht ihm doch gar nicht um den _Inhalt_ der Verträge!
Er beanstandet das einseitige Nichteinhalten von Verträgen.
Das habe ich schon Verstanden. Zum ersten Teil (Planung Freitage) habe ich lediglich meine Meinung, was ich darüber denke, geschrieben.
Das was @Tyrolean dagegen verbringt, auch in welcher Art und Weise, überzeugt mich eben nicht.
Aber natürlich, wenn der Vertrag das nicht hergibt, es ein Vertragsverstoß ist, dann sollte m.M. schnellstmöglich ein Gericht darüber entscheiden. Hat Aeropropers denn schon Klage eingereicht?
In der Argumentation zum dem Anderen (freiwillig länger arbeiten) verstehe ich nicht, warum der AG so ein Angebot nicht machen darf!?
Wenn das so schlimme Folgen hat, dann können doch alle, die dafür in Frage kommen, das Angebot einfach nicht annehmen/ ablehnen. Ist doch ganz einfach.
Über alles andere kann/sollte man seiner Meinung nach reden, aber vorerst sollte das schriftlich festgehaltene gelten. _Das_ ist seun Punkt ...
Schau an, anderen gegenüber können Sie ja auch sachliche Fragen stellen. So kann man antworten.
Ob Sie das glauben oder nicht, spielt keine Rolle, es ist eine juristische Frage zu einem Vertrag die ebendort geklärt wird. Soweit ich weiß wird gegen die Änderung der Freitageregelungsfrist geklagt, ja. Mehr weiß ich nicht.
Wieso lehnen Leute das länger arbeiten nicht ab? Naja, sie wollen ja länger arbeiten, und jeder gönnt es ihnen. Es gibt in einer Berufsgruppe je nach Karrierestand unterschiedliche Partikularinteressen. Die müssen in den Regelungen zwischen AG und AN Vertretung geklärt werden. Einfach anbieten verstößt gegen geltende Regelungen eines Vertrages. Geklagt wird hier nicht, weil damit die Chance für jene mit Interesse, länger zu fliegen, vorbei ist, da das Gericht dies wieder kippen würde. Das möchte man auch nicht. Wäre weder im Interesse des AGs (wegen Kapazität im Sommer 27) noch der betreffenden ANs. Alle anderen ANs haben nix dagegen, solange es verhandelt und vertraglich gültig geregelt ist, und eben kein Alleingang.
Macht das Sinn?
All das ließe sich sozialpartnerschaftlich regeln, wie es früher bei LX und Os üblich war. Seit einiger Zeit kopiert man da aber LHA-Verhandlungen, zwingt zu Streiks (OS) oder Protestmärschen (Lx), die früher absolut unüblich waren und dort auch niemand leichtfertig und gern macht. Es ist schade. Sozialpartnerschaftlich würde weniger Schaden entstehen und alle zufriedener sein (AG und AN).
Vielleicht ist es jetzt nachvollziehbar?
Jetzt fangen Sie ja wieder an ...
Das ist doch gar nicht der Punkt von @Tyrolean! Es geht ihm doch gar nicht um den _Inhalt_ der Verträge!
Er beanstandet das einseitige Nichteinhalten von Verträgen.
Das habe ich schon Verstanden. Zum ersten Teil (Planung Freitage) habe ich lediglich meine Meinung, was ich darüber denke, geschrieben.
Das was @Tyrolean dagegen verbringt, auch in welcher Art und Weise, überzeugt mich eben nicht.
Aber natürlich, wenn der Vertrag das nicht hergibt, es ein Vertragsverstoß ist, dann sollte m.M. schnellstmöglich ein Gericht darüber entscheiden. Hat Aeropropers denn schon Klage eingereicht?
In der Argumentation zum dem Anderen (freiwillig länger arbeiten) verstehe ich nicht, warum der AG so ein Angebot nicht machen darf!?
Wenn das so schlimme Folgen hat, dann können doch alle, die dafür in Frage kommen, das Angebot einfach nicht annehmen/ ablehnen. Ist doch ganz einfach.
Über alles andere kann/sollte man seiner Meinung nach reden, aber vorerst sollte das schriftlich festgehaltene gelten. _Das_ ist seun Punkt ...
@Jordan: Viele - nicht alle - andere AN haben idR Mo-Fr Dienst und Sa, So frei. Viele, nicht alle - gibt genug, bei denen die Arbeitszeiten auch anders geregelt sind. Viele AN sind überdies vor oder nach ihrem Dienst in ihrer Stadt - Piloten nicht unbedingt. Ergo sind sowohl Termine unter der Woche - wie Arzttermine etc. - ohne diese freie Tage requesten zu können nicht möglich, als auch Veranstaltungen an Wochenenden, wo meist Hochzeiten, Geburstage und andere Feiern liegen - nicht möglich. Wie das bei Polizei, Ärzten, Krankenschwestern, Lastkraftfahrern, Busfahrern, Lokführern und Co. ist, weiß ich nicht, vermutlich gibt es ähnliche Prinzipien. Ich gönne das auch allen Berufsgruppen, schliesslich kann damit ein Sozialeben aufrecht erhalten werden.
Ehrlich:
Ich glaube nicht das Piloten einen wichtigen Arzttermin nicht wahrnehmen können. Wenn das Ihr AG verhindert, und Sie 'zwingt' - trotz medizinisch unklarer Situation - zu fliegen, macht er sich strafbar.
Und aus dieser, m.E. nur leicht veränderten 'frei Tage Regelung', auf einen 'Zusammenbruch des Soziallebens' zu schließen, wirkt doch sehr konstruiert.
Die von Ihnen genannten Berufsgruppen kriegen das doch auch hin (unten habe ich dazu noch mehr ausgeführt).
Aber allein, dass Sie jetzt Piloten diese freien Tage nicht gewähren wollen, weil ja vielleicht andere Urlaub nehmen müssen,führt nicht dazu, dass ich noch wahnsinnig großes Interesse mit Ihnen weiter zu diskutieren. Entweder wollen Sie provozieren, oder Sie können es wirklich nicht nachvollziehen, oder sie missgönnen es Anderen (was ich nicht nachvollziehen kann, denn was haben Sie davon?).
Ich konnte bisher nicht (in Ihrer Argumention) lesen, dass diese Tage überhaupt nicht mehr gewährt werden sollen. Es wird, wenn ich es richtig verstanden habe, nur etwas schwieriger diese langfristig (sicher) zu einzuplanen. Und in einem solchen Fällen halte ich es durchaus für zumutbar einen oder zwei Urlaubstage einzusetzen. Ja richtig: so wie das Tausende andere AN in anderen Berufen auch machen (müssen). Das was Sie mir unterstellen ich habe nirgends geschrieben.
Btw. Zu Ihrem Nachsatz/ anderen Post: selbstverständlich war meine Frage nach dem 'Urlaub für Piloten' ironisch gemeint.
Im Kontext dessen, das Sie dies offensichtlich nicht verstanden haben, und über das Wie Ihrer Reaktionen (nicht nur darauf), dann möchte ich ehrlicherweise niemals mit Ihnen fliegen.
Zum Thema freiwillig länger Arbeiten, habe ich hinlänglich viel geschrieben und erklärt. Es verändert die Karriere für schlicht alle, die noch nicht am Ende der Karriereleiter - z.B. Langstreckenkapitän - angekommen sind. Es geht also nicht um die, die länger dürfen, sondern um alle dahinter. Auch da geht es aber wie mehrfach dargelegt darum, dass so etwas zwischen AG und AN(-Vertretung) für eine Änderung dieser Regel verhandelt werden müsste, und nicht einseitig verändert wird. Anscheinend haben Sie die Ausführungen dazu aber überhaupt nicht gelesen, damit kann ich mir alles weitere auch sparen. Entweder wollen Sie es nicht verstehen, oder nicht lesen. Ist Ihre Entscheidung. Ausführlich erklärt wurde es.
Sie widersprechen sich hier meines Erachtens in Ihrer Argumentation.
Einerseits schreiben Sie das (sehr) viele Piloten fehlen, andererseits den Jüngeren würden durch die 1 Jahr länger arbeitenden (wieviele sind das genau?) Älteren die Karriere versperrt.
Das erschließt sich mir nicht.
Wenn ich Sie jedoch richtig verstehe, möchten Sie das Ihr AG weiter mit Personalmangel im Cockpit zu kämpfen hat. Warum?
Mit dem letzten Absatz liefern Sie den schriftlichen Beweis, dass Sie absolut nichts verstanden haben. Es ist mir völlig egal, ob Sie mit mir Fliegen oder nicht - zumal ob dieser Diskussion hier, die nichts mit meiner Tätigkeit zu tun hat.
Arzttermin heißt nicht unfit to fly - es gibt genug Routineuntersuchungen etc. Da sehen Sie mal wieder nicht die Bandbreite, sondern haben ein Beispiel im Kopf. Es gibt genug Vorsorge- und Routineuntersuchung, bei denen man Monate (!) vorher einen Termin bekommt.
Wird sicher effizient für den AG, wenn alle wegen Routinearzterminen im Krankenstand sind.
Und glauben Sie mir, viele Piloten haben schon Urlaubstage für Veranstaltungen genommen. Sie dürfen gerne dazu schweigen, wie Piloten ihr Sozialleben zu organisieren haben. Ob es solche Tage geben soll oder nicht steht aber auch absolut nicht zur Debatte (was soll also diese Nebendiskussion?), es geht um eine einseitige Änderung einer gültigen Regel.
Ich halte eine widerrechtliche, gegen einen Vertrag einseitig geänderte Regelung für das Problem - nur das überlesen Sie geflissentlich.
Jeder hat Verständnis, dass die Sommerproduktion personaltechnisch herausfordernd ist, ich möchte auch definitiv keinen Personalmangel (der trifft Piloten beim Arbeitspensum nämlich auch.) Diese Unterstellungen - wie die „ironische“ Frage mit den Urlaubstagen sowie, dass ich etwas bezüglich Sozialleben konstruiere (Sie! haben doch danach gefragt, wozu diese Tage sind) - verhindert jegliche sachliche Diskussion. Ihr Überlesen des Kernpunktes tut das Übrige. Es ist Hopfen und Malz verloren. Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, aber sollte man Ihnen mal einseitig rechtswidrig Ihren Vertrag ändern (da Sie wohl kein AN (mehr) sind, wohl sowas wie Mietvertrag oder welche Verträge Sie auch immer haben), werden Sie vielleicht verstehen, wo das Problem liegt. Jedes weitere Wort an Sie ist überflüssig, weil Sie entweder Trollen, nicht lesen, was geschrieben wird oder sowieso lieber in ihrer eigenen Vorstellungswelt verharren wollen. Können Sie alles furchtbar gerne tun, aber ohne mich.
@GB: Die Argumentation war logisch und schlüssig, Sie konnten diese ja auch nur mit falschen Behauptungen angreifen („in Zeiten, wo Leute um Ihre Jobs fürchten“). Sie wollen das Ganze präziser, quasi einen Beweis - der ließe sich nur über das Niederschreiben der internen Regelung erbringen. Genau das geht aber eben nicht. Sie müssen es ja auch nicht glauben. Ich weiß es, und ggfs. wird es juristisch geklärt, dann wissen Sie es vielleicht irgendwann auch. Es bringt nur nichts, mit zahlreichen Unterstellungen und falschen Behauptungen zu kommen, um das Anliegen der AN zu diskreditieren.