Finanzstabilität vor Wachstum: Air Baltic schlägt einen harten Sanierungskurs ein. Die Fluggesellschaft trennt sich bis Jahresende von 18 ihrer 54 Airbus A220-300. Wie genau man ein Drittel der Flotte in so kurzer Zeit loswerden will lässt Air Baltic auch auf Nachfrage offen.
"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt Air Baltic keine Stellungnahme zu den konkreten Umsetzungsdetails der Flottenanpassungen ab", sagte ein Sprecher aero.de. In der Branche wird über eine Abspaltung von Flottenteilen in ein neues Schweizer AOC spekuliert, das Air Baltic kürzlich für ihr Wetlease-Geschäft angemeldet hat.
Unterdessen geben Anleihegläubiger Air Baltic einen Zahlungsaufschub. Die Airline hatte 2024 über den Kapitalmarkt 380 Millionen Euro zu 14,50 Prozent Zins aufgenommen.
Im August und November 2026 fällige Zinsabschläge werden jetzt nicht ausgezahlt, sondern mit Zustimmung der Gläubiger dem Nominalwert der Anleihe zugeschrieben, teilte Air Baltic mit. Der Schritt dürfte bis Jahresende rund 27,6 Millionen Euro Liquidität im Unternehmen halten.
Air Baltic will laut früheren Verlautbarungen Anleihegläubiger zumindest teilweise mit Aktien abfinden.
Air Baltic ist der zentrale Wetlease-Partner von Lufthansa, die zehn Prozent an der Fluggesellschaft hält.
© aero.de | 18.08.2026 08:44







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