Zum 25. Jahrestag erinnern zahlreiche Zeremonien an die fast 3.000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.
"9/11" tritt tiefgreifende politische und gesellschaftliche Veränderungen los. Die Vereinigten Staaten ziehen in den "War on Terror", Sicherheitskontrollen im internationalen Flugverkehr werden massiv verschärft, die US-Regierung baut ihre Sicherheits- und Geheimdienststrukturen aus.
So verlief der Morgen, der die Welt und die Luftfahrt bis heute veränderte:
5:40 Uhr (US Ostküstenzeit): Flughafen Portland
Die Terroristen Mohamed Atta, Mitglied der sogenannten "Hamburger Zelle", und Abdul Aziz al-Omari passieren am Portland International Jetport in Maine die Sicherheitskontrolle. Sie fliegen mit einem Zubringer von Colgan Air nach Boston, dort steigen die Attentäter in American Airlines Flug 11 um.
7:59 Uhr: Start American Airlines Flug 11
American Airlines 11, die Boeing 767-200 N334AA, startet in Boston nach Los Angeles. An Bord: 76 Passagieren, elf Besatzungsmitgliedern und fünf Entführer.
8:15 Uhr: Start United Airlines Flug 175
United Airlines 175, die Boeing 767-200 N612UA, verlässt Boston ebenfalls mit Ziel Los Angeles. An Bord: 51 Passagiere, neun Besatzungsmitglieder und fünf Entführer.
8:19 Uhr: American Airlines Flug 11
Dramatischer Notruf aus der Kabine: Eine Flugbegleiterin auf American Airlines 11 informiert Mitarbeiter am Boden, dass das Flugzeug entführt worden und der Weg zum Cockpit versperrt ist.
8:20 Uhr: Start American Airlines Flug 77
American Airlines 77, die Boeing 757-200 N644AA, startet am Washington Dulles International Airport nach Los Angeles. An Bord: 53 Passagiere, sechs Besatzungsmitglieder und fünf Entführer.
8:24 Uhr: American Airlines Flug 11
Auf American Airlines 11 will Mohamed Atta im Cockpit die Sprechanlage aktivieren. Die Durchsage des Terroristen wird stattdessen von der Flugsicherung in Boston empfangen.
8:37 Uhr: US-Militär wird eingeschaltet
Die Flugsicherung Boston informiert das zuständige Lagezentrum der US-Luftwaffe über American Airlines Flug 11. Die Nationalgarde wird mobilisiert.
8:42 Uhr: Start United Airlines Flug 93
United Airlines 93, die Boeing 757-200 N591UA, verlässt Newark mit Verspätung nach San Francisco. An Bord: 33 Passagiere, sieben Besatzungsmitglieder und vier Entführer.
8:46 Uhr: American Airlines 11 fliegt in das World Trade Center
American Airlines 11 fliegt in den oberen Teil des Nordturms des World Trade Centers. Menschen oberhalb der Einschlagstelle sind gefangen. In New York beginnt ein groß angelegter Rettungseinsatz. Millionen Menschen verfolgen das Geschehen am Fernseher.
9:03 Uhr: United Airlines 175 fliegt in das World Trade Center
Spätestens jetzt steht fest: American Airlines 11 war kein Unfall, die USA sind Ziel eines Terroranschlags - United Airlines 175 trifft Südturm des World Trade Centers.
9:05 Uhr: Sarasota, Florida
US-Präsident George W. Bush befindet sich zu diesem Zeitpunkt in einer Grundschule in Sarasota, Florida. Stabschef Andrew Card teilt ihm mit, dass ein zweites Flugzeug den World Trade Center getroffen hat.
9:28 Uhr: United Airlines 93
Die Entführer übernehmen die Kontrolle über United Airlines Flug 93. Crew und Passagiere wehren sich.
9:37 Uhr: American Airlines 77 stürzt in das Pentagon
American Airlines 77 stürzt in das Pentagon. Neben den Menschen an Bord sterben 125 Personen im Gebäude.
9:45 Uhr: USA schließen US-Luftraum, Kanada startet "Operation Yellow Ribbon"
Die US-Luftfahrtbehörde FAA setzt ein Notfallprotokoll in Gang. Alle zivilen Flugzeuge im US-Luftraum müssen landen, Starts sind "wegen einer außergewöhnlichen Lage" untersagt, heißt es in der historischen NOTAM. Innerhalb der nächsten drei Stunden landen 4.500 Flüge sicher und geordnet.
Der US-Luftraum wird vollständig geschlossen - nur das Militär und einzelne Einsatzflugzeuge der Feuerwehr dürfen noch starten.
11. September 2001: US-Luftraum leert sich, © Smithonian Museum
Mehrere internationale Flüge im Anflug auf die USA drehen um oder weichen aus. Kanada nimmt im Zuge der "Operation Yellow Ribbon" rund 240 Flüge an, darunter auch Maschinen von Lufthansa. Allein am Flughafen Halifax landen in den nächsten Stunden rund 50 Flüge. An der Westküste nimmt der Flughafen Vancouver viele Flüge aus Asien auf.
Am 12. September 2001 dürfen umgeleitete Flüge ihre US-Ziele anfliegen. Am 13. September 2001 geben die USA den Luftraum wieder für erste Inlandsflüge frei, der internationale Luftverkehr läuft erst ab 8. November 2001 wieder an.
9:55 Uhr: Air Force One startet
Präsident Bush verlässt Florida an Bord der Air Force One. Die Maschine wird zunächst zu einem Stützpunkt des US-Militärs in Louisiana umgeleitet.
9:57 Uhr: United Airlines 93
An Bord von United Airlines 93 versuchen Passagiere, das Cockpit zurück zu erobern. Die Entführer steuern das Flugzeug stark hin- und her.
9:59 Uhr: World Trade Center
Durch den Aufprall der mit Flugzeugtreibstoff betankten Maschinen lösten sich in den betroffenen Bereichen Teile der Brandschutzisolierung. Das Kerosin befeuert Brände über mehrere Geschosse, die Feuer schwächen die Tragstruktur weiter. Kern- und Außenstützen sowie Teile der Geschosskonstruktionen sind beschädigt.
Der Südturm des World Trade Centers stürzt ein.
10:03 Uhr: United Airlines 93 stürzt ab
United Airlines 93 stürzt nahe Shanksville, Pennsylvania, auf freiem Feld ab. Nach Erkenntnissen der späteren Untersuchungen verhinderten die Passagiere, dass die Entführer ihr vermutliches Ziel in Washington erreichen. Alle Menschen an Bord sterben.
10:28 Uhr: World Trade Center
Der Nordturm des World Trade Centers stürzt ein.
10:53 Uhr: DEFCON 3
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ordnet eine erhöhte Alarmbereitschaft an. Die USA versetzen ihre Streitkräfte in DEFCON 3.
12:15 Uhr: US-Luftraum ist leer
Der reguläre zivile und private Flugverkehr in den Vereinigten Staaten ist eingestellt, alle zivilen Flüge sind gegroundet.
© aero.de, dpa | Abb.: US Nationalgarde | 11.09.2026 09:01







Kommentare (14) Zur Startseite
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Diese Leute sind auch bei konventioneller Gewaltkriminalität im Kontext von Drogenhandel usw. extrem überrepräsentiert.
Dieser Beitrag wurde am 14.09.2026 13:18 Uhr bearbeitet.
Jeep, Fahrzeug Kontrolle in HH 3 Udels, einer mit MP im Anschlag. Kofferraum auf, alles ok. weiter. Kein Problem. (Udel ist messingsch und die heißen in HH eben so, ist kein Schmimpfwoerrt, eher im Gegenteil)
War das "früher" wirklich besser? Linksextremisten Rechtsextremisten, Staatsterror - Irre, die meinen, mit Gewalt Dinge verändern zu können, gab es doch schon immer.
Es war nicht so intensiv, selbst wenn man die Mediale Stimmungsmache mal rausrechnet.
Können wir das wirklich rausrechnen?
Die tägliche Zeitung und abends die Tagesschau waren damals Standard. Wie kirre kann man sich davon machen lassen? Im Gegensatz zu einem heutigen Tageskonsum Facebook, X, Insta, TikTok, WeChat und wie sie alle heißen, die gut und gerne 3-6h Aufmerksamkeitsbindung bei Vielen ausmachen können?
Wie weiter oben AirbusA339 "den Islam" pauschal zu einem "Todeskult" erklärt.
Durch so eine Eskalationsspirale lösen wir exakt gar kein Problem.
Wir erzeugen neue Probleme
Nicht den Islam Pauschal aber den Islamismus muss man bekämpfen.
Da ich bin nicht mal sicher ob Leute wie AirbusA339 der Unterschied klar ist...
Aber egal, ja, bin ich dafür. Islamisten sind gewalttätige und verfassungsfeindliche Gruppierungen. Tatsächlich findet das ja auch bereits lange statt. Aber halt nicht dadurch, das man "einfach" alle Muslime abschiebt, wie das teils gefordert wird.
Einfach mal auf die einschlägigen Islamischen Insider (Masur, Kelik usw...) hören. Besonders hat mich der Sprecher der "Arche" Wolfgang Büscher aufgeweckt. Der ist nun wirklich nicht Rechts ist eher Links zu verorten. Aber er hat eben die tägliche Realität vor Augen.
Es ist ganz einfach die Unterschiede fest zu machen: Steht Religion über oder unter dem Grundgesetz.