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Lufthansa und Piloten streben eine grundsätzliche Neuordnung ihrer Beziehungen an, im August 2026 vereinbarte Schlichtungs und Mediationsverfahren laufen.
Gegenstand der Schlichtung für Lufthansa und Lufthansa Cargo sind Betriebsrenten - und der nächste Vergütungstarifvertrag (VTV) für die Piloten der Kernmarken. Vorgezogene Gehaltsverhandlungen hatte Lufthansa laut Cockpit zur Bedingung für den Einstieg in das Schlichtungsverfahren gemacht.
Parallel läuft eine Mediation. Hier wird über Perspektivthemen, etwa Neueinstellungen und eine neue Flottenzusage, verhandelt - letztlich über die Größe der künftigen Kern-Lufthansa. Der Konzern will im Gegenzug eine höhere Crewproduktivität erzielen.
"Es muss uns gelingen, die historisch gewachsene Tariflandschaft zu modernisieren und uns zukunftsfähig aufzustellen", hatte Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann im April 2026 nach Streikwellen der Vereinigung Cockpit und der Flugbegleitergewerkschaft UFO gesagt. "Eine Transformation ist anstrengend, aber sie lohnt sich."
Den Schlüssel zu höherer Produktivität und mehr Flexibilität sieht Lufthansa in neuen Manteltarifverträgen (MTV). Mit Ufo steckt Lufthansa in Verhandlungen über neue Dienstregeln. Bei den Piloten läuft der aktuelle MTV noch bis Ende 2027 - ein Jahr länger als der VTV.
Über die Mediation ziehen Lufthansa und Gewerkschaft "Themenkreise des nächsten MTV" vor, über die man sonst "frühestens in einem Jahr, eher später" miteinander gesprochen hätte, sagte ein Insider aero.de. "Die Mediation ist eine verkappte MTV-Verhandlung."
Ziele seien die "vorzeitige Öffnung" des MTV hin zu mehr Produktivität und Flexibilität auf der einen und "verbindliche Perspektivzusagen" auf der anderen Seite.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 14.09.2026 06:17







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