Gekapptes Glasfaserkabel
Gestern, 06:44 Uhr

Flughäfen an US-Ostküste nehmen Flugbetrieb wieder auf

New York La Guardia Airport
New York La Guardia Airport, © New York La Guardia Airport

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WASHINGTON - An mehreren Flughäfen an der US-Ostküste kommt es am Montag nach einer technischen Störung zu teils massiven Verspätungen und Flugausfällen. An einigen Airports galt seit dem Morgen (Ortszeit) sogar ein Flugstopp. Inzwischen ist das Problem behoben - und die Ursache bekannt.

Nichts ging mehr. An den New Yorker Flughäfen Newark und Westchester County, sowie der Flughafen Teterboro in New Jersey galt seit Montagmorgen ein Flugstopp, wie die US-Luftfahrtbehörde (FAA) mitteilte. Es kam zu massiven Verspätungen und Hunderten Flugstreichungen.

Zunächst war ein Flugverbot am Flughafen Newark bei New York bekanntgeworden. "Abflüge zum Newark International sind aufgrund eines Geräteausfalls ausgesetzt", hieß es dazu auf der Webseite der FAA.

Darauffolgend waren anschließend auch LaGuardia und JFK in New York, der Logan International Flughafen in Boston und der Internationale Flughafen Philadelphia von einem Flugstopp betroffen. Am Montagnachmittag (Ortszeit) lief der Verkehr wieder an, das Problem war behoben.

Glasfaserkabelverbindung in New Jersey durchtrennt

US-Verkehrsminister Sean Duffy nannte in seinem Statement auf der Onlineplattform X den Grund für den technischen Ausfall: Demnach hatten Bauarbeiter der US-Bahn Amtrak versehentlich eine Glasfaserkabelverbindung in New Jersey durchtrennt.

Der US-Nachrichtensender CNN zitierte ein Statement des Mobilfunkanbieters Verizon: "Wir haben ein Glasfaserkabel, das parallel zu einer Amtrak-Bahnstrecke in New Jersey verläuft. Bauarbeiter, die in diesem Bereich tätig waren, haben unser Kabel freigelegt und durchtrennt", hieß es. Verizon beeilte sich, das beschädigte Kabel zu reparieren und die Verbindung "so schnell wie möglich wiederherzustellen".

Flugstopp an US-Ostküste: Flüge drehen um, © Flightradar24
 
Bis zum Nachmittag (Ortszeit) fielen trotzdem Hunderte Flüge aus. Mindestens drei Maschinen der Lufthansa-Gruppe auf dem Weg nach New York, Lufthansa 404, Lufthansa 412 und Swiss 18, kehrten über dem Atlantik nach Frankfurt, München beziehungsweise Zürich um.

Ein bei Bauarbeiten durchtrenntes Glasfaserkabel hatte im Februar 2023 auch für größere Beeinträchtigungen am Frankfurter Flughafen gesorgt, Lufthansa musste Hunderte Flüge streichen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Port Authority New York, New Jersey | 21.09.2026 20:34

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Beitrag vom 22.09.2026 - 13:53 Uhr
Laut CNN wurde von Bauarbeitern ein einzelnes Glasfaserkabel an einer Bahnstrecke durchtrennt.

Frage: Müsste die Flugsicherung dafür nicht "fallback levels" (Rückfallebenen) haben?
Gruß Gustl

Eigentlich schon. Schon normale professionelle Rechenzentren (also Standard-Cloud Kram, Cohosting, etc.) sind heute idR mit 3, mind. 2 redundanten Netzwerk-Zugängen ausgestattet. Dass ein einziger Kabelschaden in 2026 so was auslöst, ist schon eher ungewöhnlich. Auch in den USA.
Hat er auch nicht. Hier die Info der FAA
Am 21. September 2026 gegen 9:45 Uhr Ortszeit fielen zwei Dinge praktisch gleichzeitig aus:

Ja, OK, so ergibt das mehr Sinn...

Dieser Beitrag wurde am 22.09.2026 14:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.09.2026 - 12:15 Uhr
Laut CNN wurde von Bauarbeitern ein einzelnes Glasfaserkabel an einer Bahnstrecke durchtrennt.

Frage: Müsste die Flugsicherung dafür nicht "fallback levels" (Rückfallebenen) haben?
Gruß Gustl

Eigentlich schon. Schon normale professionelle Rechenzentren (also Standard-Cloud Kram, Cohosting, etc.) sind heute idR mit 3, mind. 2 redundanten Netzwerk-Zugängen ausgestattet. Dass ein einziger Kabelschaden in 2026 so was auslöst, ist schon eher ungewöhnlich. Auch in den USA.
Hat er auch nicht. Hier die Info der FAA
Am 21. September 2026 gegen 9:45 Uhr Ortszeit fielen zwei Dinge praktisch gleichzeitig aus:

Bei Philadelphia TRACON – der Terminal Radar Approach Control für den Raum Philadelphia/Newark – fiel der primäre Kommunikationskreis aus. Die FAA wollte deshalb auf die redundante Verbindung umschalten. Genau diese Backup-Glasfaser war zuvor bei Bauarbeiten in New Jersey durchtrennt worden. Die Leitung verlief zwischen New Brunswick und Newark entlang der Bahntrasse.

Damit waren Primär- und Backup-Verbindung gleichzeitig nicht verfügbar.

Die Folge war nicht, dass die Flugzeuge plötzlich „keinen Funk“ mehr hatten. Das Problem war, dass die für die Lotsen notwendige technische Verbindung zwischen verschiedenen Teilen des ATC-Systems unterbrochen war. Dadurch konnten die Lotsen die erforderlichen Radar-/Kommunikationsinformationen nicht zuverlässig nutzen.
Beitrag vom 22.09.2026 - 00:11 Uhr
Laut CNN wurde von Bauarbeitern ein einzelnes Glasfaserkabel an einer Bahnstrecke durchtrennt.

Frage: Müsste die Flugsicherung dafür nicht "fallback levels" (Rückfallebenen) haben?
Gruß Gustl

Eigentlich schon. Schon normale professionelle Rechenzentren (also Standard-Cloud Kram, Cohosting, etc.) sind heute idR mit 3, mind. 2 redundanten Netzwerk-Zugängen ausgestattet. Dass ein einziger Kabelschaden in 2026 so was auslöst, ist schon eher ungewöhnlich. Auch in den USA.


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