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Bremen kämpft für eine Wiederaufnahme der 2026 eingestellten Lufthansa-Linie nach Frankfurt. "Wir hatten fünf Flüge pro Tag, jetzt haben wir gar keinen", beklagte Flughafen-Aufsichtsratschef Kai Stührenberg (Linke) im Regionalmagazin "Buten un Binnen". "Das ist an der Stelle doof."
In der deutschen Fläche geht die Angst um. Lufthansa-Zubringer an die Drehkreuze Frankfurt und München sind für die Wirtschaft vor Ort schließlich "kein Nice to Have, sondern ein Must Have", warnte die IHK schon 2024 vor weiteren Rissen im Netz - "kein nettes Extra, sondern zwingend notwendig".
Lufthansa betrachtet die Zubringer als Mischkalkulation - ein Kurzstreckenflug muss sich nicht alleine, aber mit den Langstreckenpassagieren an Bord tragen.
Geht diese Rechnung nicht mehr auf, streicht Lufthansa Flüge oder stellt Linien - wie im Fall Paderborn - ganz ein. Andere Flughäfen - wie Bremen - schließt Lufthansa nur noch an ein Interkontdrehkreuz, Frankfurt oder München, an.
"Angesichts des anhaltenden Kostendrucks brauchen Bundesländer wie Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg rasche Unterstützung", erneuerte Lufthansa am Mittwoch eine Warnung. "Andernfalls drohen weitere Einschnitte bei der Anbindung."
Laut Lufthansa "haben sich die staatlichen Steuern und Gebühren im Luftverkehr seit 2019 verdoppelt". Der Konzern fordert "gezielte Entlastungen des Bundes" - und macht Vorschläge.
"Ein wichtiger Hebel sind die Flugsicherungsgebühren", erklärte Lufthansa. "Der Bund könnte die Kosten für den Basisbetrieb der Deutschen Flugsicherung übernehmen - und damit die Gebührenbelastung für Airlines deutlich reduzieren."
Zusätzlich könnten Hub-Verbindungen in Deutschland von der An- und Abfluggebühr befreit werden, so Lufthansa. "Der finanzielle Aufwand wäre überschaubar, der Nutzen erheblich."
PSO: Lufthansa winkt mit dem Zaunpfahl
Lufthansa weist zudem auf EU-rechtliche Möglichkeiten direkter Flugsubventionen hin. "Gemeinschaftliche Verpflichtungen - Public Service Obligations, kurz PSO - ermöglichen es Staaten oder regionalen Körperschaften, Flugverbindungen im öffentlichen Interesse finanziell zu unterstützen", winkt Lufthansa mit dem Zaunpfahl. "Viele EU-Mitgliedstaaten nutzen das Instrument intensiv."
So weise die jüngste Übersicht der EU-Kommission vom März 2024 weist allein in Frankreich 37, in Griechenland 28, in Spanien 23, in Portugal 21, in Italien 19 sowie in Kroatien und Schweden jeweils zwölf PSO-Strecken aus. Demgegenüber werde "keine innerdeutsche Flugverbindung als PSO betrieben", erklärte Lufthansa. "Die letzte staatlich unterstützte Strecke endete vor rund 15 Jahren."
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 23.09.2026 11:33







Kommentare (62) Zur Startseite
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Sie meinen ja wohl, wenn Trenitalia, Italo und Flix endlich für echten Wettbewerb im Fernverkehr auf der Schiene sorgen. Hat mit "wildern" wenig zu tun.
Da wird der innerdeutsche P2P Verkehr in sich zusammenbrechen.
na und?
...aber dann erreicht die deutsche Luftfahrt die (phantastischen) Zahlen vom 2019 ja nie mehr!
...und die deutschen Airlines verlieren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit!
...und dann ist der Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet!
...und dann bricht die gesamte deutsche Wirtschaft (und das ganze Land) ganz sicher zusammen!
(könnte Ironie enthalten)
Aber im Eisenbahnverkehr werden wir (vielleicht) Spitze ;).
Sie meinen ja wohl, wenn Trenitalia, Italo und Flix endlich für echten Wettbewerb im Fernverkehr auf der Schiene sorgen. Hat mit "wildern" wenig zu tun.
Da wird der innerdeutsche P2P Verkehr in sich zusammenbrechen.
na und?
Da wird der innerdeutsche P2P Verkehr in sich zusammenbrechen.