Neues Topmodell
09:10 Uhr

Airbus sieht Nachfrage für "längere" A350

Lars Wagner
Lars Wagner, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus taktet die A350-Linie 2028 auf zwölf Flugzeuge pro Monat hoch. Über weitere Ausbaustufen will Airbus "eher früher als später" entscheiden. Der Konzern befasst sich parallel mit einem neuen Topmodell: Airbus erkennt im Markt "Nachfrage" für eine zweifach gestreckte A350-Version.

A220 und A350: Airbus sieht an beiden Polen der Programmpalette Raum für neue Topmodelle. "Es gibt ganz klar Nachfrage für eine längere, gestreckte A220 und für eine längere, gestreckte A350", sagte Lars Wagner, Chef der Airbus-Zivilsparte, laut "Financial Times (FT)" jetzt vor Medienvertretern in Toulouse.

Airbus werde sich zudem "eher früher als später" mit den weiteren Ausbaustufen der A350-Produktion befassen. Beide Themenkreise - A350-Stretch und Produktionsausbau - sind unmittelbar miteinander verknüpft.

Schon heute bietet Airbus sein wichtigstes Interkontflugzeug in fünf Varianten an: A350-900, A350-1000, A350-900ULR, A350-1000ULR, A350F. Mit einer zweiten Langversion - der "A350-1100" oder "A350-2000" - und höheren Raten will der Konzern die Gewinne im Programme in den 2030er Jahren zum Sprudeln bringen.

"Wir befassen uns mit einer gestreckten A350-Variante, die länger als die A350-1000 wird", hatte Wagner bereits im Juli 2026 auf einer Investorenveranstaltung am Rande der Farnborough Airshow die Richtung vorgegeben. Mit einem echten 380- oder 400-Sitzer würde Airbus eng zur Boeing 777-9 aufschließen.

Rolls-Royce stellt Airbus und Airlines bereits ein stärkeres Triebwerk in Aussicht - das neue Topmodell soll der 777-9 auch in Sachen Reichweite in Nichts nachstehen.

Er gehe davon aus, dass Airbus binnen Jahresfirst ein finales Konzept für das Flugzeug vorlegen wird, sagte Rolls-Royce-Konzernchef Tufan Erginbilgic im Juli 2026 - ein größeres Triebwerk könnte Rolls-Royce innerhalb von "sechs bis sieben Jahren" entwickeln - Rolls-Royce erwartet eine "A350-2000" demnach nicht vor 2032, eher 2033.

Airbus fiel im Neugeschäft bei Großraumflugzeugen zuletzt wieder deutlich hinter den Wettbewerber Boeing zurück. Ein 400-Sitzer auf A350-Basis könnte wieder Marktanteile zu Airbus verschieben, hofft man in Toulouse.

Laut Wagner setzt die Strategie zwingend einen Produktionsausbau voraus. "Wir müssen in der Lage sein, Kunden frühe Slots anzubieten", sagte Wagner im Juli. Derzeit kann das "Ökosystem" aus Airbus und Zulieferern "zwischen acht und neun" A350 pro Monat in die Luft bringen. Ein Hochlauf auf einen 12er-Takt bis 2028 ist gesetzt - und nur ein Etappenziel.

Airbus werde in Zukunft noch "deutlich" über diese Rate hinausgehen. "Es werden aber auch keine 20 (Flugzeuge pro Monat, Red.) werden", sagte Wagner im Juli. Der Manager will über den Produktiosnausbau noch im Jahresverlauf im Konzernvorstand beraten.

Um eine zweite A350-Endmontagelinie (FAL) kommt Airbus in Zukunft nicht umhin. "Die FAL ist aktuell bei einer 12er-Rate ausgereizt", stellte Wagner klar.

Wagner: Lieferziel 2026 erreichbar

Im A320neo-Programm ist Airbus bereits einen Schritt weiter - hier seien Airbus und Programmpartner inzwischen auf Kurs, gegen Ende 2027 eine Monatsrate zwischen 70 und 75 Flugzeugen zu realisieren, sagte Wagner laut "FT" am Mittwoch in Toulouse.

Auch das Jahresziel von 870 Auslieferungen sei erreichbar. Im Schlussquartal 2026 muss Airbus dafür noch 323 Flugzeuge ausliefern.

Lufthansa zweifelt an Lieferterminen

Mit Lufthansa hatte zuletzt ein Großabnehmer Zweifel an kurz- und mittelfristigen Lieferterminen geäußert.

Lufthansa erwartet ihren ersten Airbus A350-1000 im November 2026 am Drehkreuz München - ein paar Wochen später als geplant. Für 2027 ist man in Frankfurt noch skeptisch. "Ob dann die Frequenz der Zugänge wirklich die ist, die man uns mal versprochen hatte, werden wir sehen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr kürzlich in Frankfurt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 15.10.2026 09:10

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Beitrag vom 15.10.2026 - 09:17 Uhr
Verspätete Auslieferungen sind doch mittlerweile schon Standard und absolut keine "News" mehr...


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