Flug LO-16
Älter als 7 Tage

Keine Verletzten nach Notlandung einer LOT Boeing 767-300ER

Notlandung einer LOT Boeing 767-300ER in Warschau
Notlandung einer LOT Boeing 767-300ER in Warschau, © Voxant/Reuters

Weiterführende Links

WARSCHAU - Eine aus Newark (US-Bundesstaat New Jersey) kommende Boeing 767-300ER der polnischen Fluggesellschaft LOT (Reg.: SP-LPC) ist am Dienstag Nachmittag in Warschau notgelandet. Die Boeing setzte mit eingefahrenen Fahrwerken auf der Landebahn 33 auf. Keiner der 231 Menschen an Bord des Fluges LO-16 kam bei der geglückten Notlandung zu Schaden. Ein Video zeigt, wie die Boeing auf dem Rumpf aufsetzt und über die Landebahn rutscht.

Die Maschine wurde schwer beschädigt, kam aber zu einem sicheren Halt. Flughafenfeuerwehr und Rettungskräfte eilten zum Flugzeug und halfen bei der Evakuierung der Passagiere über die Notrutschen. Die Boeing wurde mit Löschschaum gekühlt.

Beobachter sprachen von einer Meisterleistung der Piloten. "Das war phänomenal", sagte ein Vertreter der Luftsicherheitsbehörde im Sender TVN 24. Bei der Landung kam es zu einem kleinen Brand, der von der bereit stehenden Feuerwehr schnell gelöscht wurde.

Ein LOT-Sprecher sagte der polnischen Nachrichtenagentur PAP, der Warschauer Flughafen Okecie müsse mindestens bis Mittwochmorgen für andere Starts und Landungen geschlossen bleiben. Alle Flüge wurden in andere Städte umgeleitet. Um die Passagiere und ihre Angehörigen kümmerten sich nach dem Schrecken der Notlandung Ärzte und Psychologen.

Die Crew habe laut LOT vor der Notlandung mehr als eine Stunde versucht, die Fahrwerke auszufahren. Zur Unterstützung der Piloten seinen zwei F-16 der polnischen Luftstreitkräfte aufgestiegen.

Notlandung einer LOT Boeing 767-300ER in Warschau, © Voxant/Reuters

© aero.de, dpa | Abb.: Voxant/Reuters | 01.11.2011 16:06

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 01.12.2011 - 21:58 Uhr
Es gibt auf AV Herald Neuigkeiten zum Vorfall:

Das Hydrauliksystem hat demnach aufgrund eines Lecks in einer Leitung kurz nach dem Start Druck verloren. Die Piloten haben sich nach Rücksprache mit der Lot Zentrale dazu entschlossen den Flug fortzusetzen. Beim Landeanflug auf Warschau ließ sich das Fahrwerk auch über das Alternative System nicht ausfahren. Grund hierfür scheint eine Sicherung zu sein, bei welcher der Schalter wohl auf aus stand. Nach der Bauchlandung wurde das Flugzeug demnach gehoben und der Schalter umgelegt, danach konnte das Fahrwerk problemlos ausgefahren werden.

Nun frage ich mich, ob es die Schuld der Crew war diesen Schalter nicht zu checken? Ist eine Prüfung der Sicherungen in einer solchen Situation nicht teil der Checkliste bzw. die logische Reaktion auf ein nicht funktionierendes System? Falls dies so ist, trägt in meinen Augen allein die Crew die Schuld für den Vorfall.

 http://www.avherald.com/h?article=4456bd6b/0005&opt=0


Dieser Beitrag wurde am 01.12.2011 21:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.11.2011 - 11:29 Uhr
Reynolds - Oder anders gesagt: SIN war ein gutes Beispiel, warum man sich so viele Redundanzen im Flieger hält ....
Beitrag vom 07.11.2011 - 09:57 Uhr
Außerdem hat die 767 nur einen Elektromotor für alle Verriegelungssysteme, macht praktisch zwar nicht viel Unterschied, trotzdem als Richtigstellung.

Willkommen im Forum, @nur-wer-muss-fliegt-bus. Ein einzelner Antrieb für das komplette System ist alles andere als redundant, und das ist auch in meinen Augen etwas fragwürdig. Ein Vergleich mit dem Vorfall in SIN greift insofern nicht, da hier die Redundanz das Flugzeug steuerfähig erhalten hat, trotz schwerer Beschädigung.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

PaxEx.de Passenger Experience

Meistgelesene Artikel

Community

Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche

FLUGREVUE 11/2018

Take-off TV Video-Blog

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden