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Airbus A320-Programm

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EADS Vorstand entscheidet über Engine-Upgrade

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Turkish Airlines Airbus A320, © Airbus S.A.S.
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PARIS - Der Vorstand des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS wird nach Informationen aus Unternehmenskreisen noch im Oktober grünes Licht für die Einführung neuer Triebwerke im Airbus-Programm A320 geben. Airbus hatte in den vergangenen Monaten eine Reihe sowohl technischer als auch betriebswirtschaftlicher Machbarkeitsstudien zu dem intern als A320 NEO (New Engine Option) geführten Vorhaben erstellt.

Die neuen Triebwerke sollen ab 2015 die Effizienz des umsatzstarken Single Aisle-Flugzeugs um einen zweistelligen Prozentwert steigern. Mit dem Schritt will Airbus die A320-Serie über das Jahrzehnt hinaus wettbewerbsfähig halten. Der Konzern wird voraussichtlich zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Euro in das Engine-Upgrade investieren.

Als wahrscheinlich gilt eine Entscheidung zwischen den Pratt & Whitney PW1000G Sets und der CFM Leap-X Technologie. Möglich aber auch, dass Airbus beide Triebwerke für die A320-Familie anbieten wird.

Boeing rückt von der Idee neuer Triebwerke an seinem Konkurrenzmodell 737 hingegen weiter ab. "Unsere Kunden haben wenig Interesse an einem Re-Engining gezeigt", sagte Boeing Finanzvorstand James Bell unlängst gegenüber Finanzanalysten in New York.

Neue Antriebstechnologien könnten die Effizienz der Triebwerke zwar um "10 bis 15 Prozent" erhöhen, fasste Bell die Erkenntnisse seiner Ingenieure zusammen. Ein höheres Gewicht der Flugzeuge und Kosten unterschiedlicher Flotten bei den Airlines würden die tatsächlichen Einsparungen aber geringer ausfallen lassen. Unter dem Strich verbliebe nach Berechnungen Boeings lediglich eine "Verbesserung im einstelligen Prozentbereich".

Allerdings hat Boeing gegenüber Airbus auch weniger Freiraum bei seiner Entscheidungsfindung. Die 737 ist tiefbauend ausgelegt – bereits jetzt muss Boeing asymetrische Triebwerke unter den Tragflächen montieren. Ein Re-Engining würde erhebliche Änderungen an der Konstruktion nach sich ziehen. Beobachter rechnen daher inzwischen eher mit einer vorgezogenen Neuentwicklung der 737, die ab 2020 an den Start gehen könnte.


© aero.de | Abb.: Airbus S.A.S. | 04.10.2010 10:20




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