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Batterie-Problem

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Boeing setzt einen LOT-Dreamliner für Flugtest ein

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LOT Polish Airlines Boeing 787-8, © The Boeing Company
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EVERETT - Ein für LOT Polish Airlines gebautes Flugzeug soll die Boeing 787 zurück in die Luft bringen. Seit dem Wochenende laufen am Boeing Werksflughafen Paine Field die Vorbereitungen für einen Flugtest mit der später bei LOT fliegenden 787 LN86. Eine in Teilen neu konstruierte und feuerfest verpackte Batterie soll den seit zwei Monaten gegroundeten Dreamliner wieder flugsicher machen. Dann könnte die 787 auch wieder Passagiere fliegen.

Nach Informationen örtlicher Medien plant Boeing nach einem ersten Flugtest mit der LN86 nur noch einen weiteren Demonstrationsflug zur Abnahme der Batterie durch die US Luftfahrtaufsicht FAA. Zeitgleich wird Boeing mit der werkseigenen Testmaschine ZA005 die Batterien am Boden testen. 

LOT Polish Airlines wurde vom Grounding der 787 besonders kalt erwischt. Die Airline feierte mit dem Flugzeug am 16. Januar gerade das Interkont-EIS auf der Strecke von Warschau nach Chicago. Am gleichen Tag musste eine 787 von All Nippon Airways wegen einer überhitzten Batterie in Japan notlanden und die FAA verhängte ein Flugverbot. LOT war gezwungen, ihre 787 in Chicago stehen zu lassen.

Boeing hatte in der vergangenen Woche angekündigt, alle Zulassungstests mit den nachgerüsteten 787 noch in diesem Monat durchzuführen. "Alle Tests werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein", sagte Boeing Chefingenieur Mike Sinnett. Anschließend werde die FAA die gesammelten Daten auswerten.

Sobald die Behörde grünes Licht für den Fix gibt wird Boeing Technikcrews zu den Kundenflugzeugen entsenden, um die Batterien umzubauen. Der Austausch der beiden Lithium-Ionen-Akkus im Bug und im Heck der 787 soll innerhalb von fünf Tagen je Flugzeug möglich sein, heißt es aus dem Boeing-Umfeld.

Nachkonstruktion von Batterie und Ladegerät

Boeing und der Batterie-Hersteller GS Yuasa haben den Spannungsbereich der Akkus verringert und die einzelnen Batteriezellen besser voneinander abgeschirmt. "Auch am Ladegerät haben wir Änderungen vorgenommen und den Bereich der Ladespannungen verkleinert", sagte Sinnett. Die Ladung der Batterien werde insgesamt "weicher" vonstatten gehen. 

Zusätzlich installiert Boeing neue Sicherungssysteme, die eine Gefahr für das Flugzeug im Fall einer schmorenden Batterie abwenden sollen. Eine Edelstahlbox schirmt die Akkus künftig von den umgebenden Anlagen feuersicher ab. Im Überhitzungsfall austretende Flüssigkeiten und Dämpfe sollen über ein Entlüftungssystem nach Außen abgeleitet werden.

© aero.de | Abb.: The Boeing Company | 19.03.2013 09:14




Leser-Kommentare (23)

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21.03.2013 10:06
@Godzilla7,
natürlich wissen dies Boeing und Leeham und beide denken sich ihren Teil dabei...

Noch ein Loch im Rumpf, ggf. Vibrationen im Normalbetrieb...Da gibt es viele kleine Details, die man nicht so einfach vom Tisch fegen sollte. Aber Boeings PR bemühht sich, alles unter den Tisch zu kehren.

21.03.2013 09:11
Ich glaube kaum, dass die Flugreisenden als Indikator dienen können. Die meisten Passagiere bekommen von dem Problem rein garnix mit, weil sie sich nicht für Luftfahrt interessieren. Hinzu kommt, dass die meisten noch nicht einmal wissen mit welchem Typ Flugzeug sie geflogen sind. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass viele Passagiere ihre Flüge aufgrund des Vorfalls umbuchen um mit einem anderen Flugzeug zu fliegen. Das dürfte wenn überhaupt nur auf einen sehr kleinen Teil der Passagiere zutreffen, die sich mit dem Thema befasst haben und dann der Meinung sind, dass die Lösung nicht ausreicht.
21.03.2013 09:05
Leeham hat mal die Leser nach ihrer Meinung zur 787 gefragt (20.03.2013):
 http://leehamnews.wordpress.com/

Natürlich dürfte es sich hierbei nur um Interessierte handeln...

Gut gefunden!
Aber wie bei allen Flugzeugen ist der schwierigste Part die Überführung von der Entwicklung in die Serie. Das hat bei Boeing schon sehr früh angefangen, was auch verschiedene Nachrüstungen (alleine mechanische) nach sich gezogen hat (Boeing ist ein großes Risiko eingegangen). Das Baumuster der LOT mit den Flügen für die Zulassung könnte schon sehr nah an der Serie sein. Aber nur 2 Flüge erachte ich als zu wenig um Vertrauen in die Lösung erzeugen zu können - da ist das gesamte Spektrum der Belastung der beiden Batts sicher nicht abgedeckt. Die Flugreisenden werden später sicher ein Indikator sein, ob langsam Vertrauen in die Lösung entsteht.
......ich hoffe die 787 hat dann many happy landings ......


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