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IAG will gebrauchte Airbus A380 günstig leasen

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British Airways Airbus A380, © Airbus

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LONDON - Der British-Airways-Konzern IAG sieht sich laut seinem Chef Willie Walsh am Markt nach fünf bis sechs gebrauchten Airbus A380 um. British Airways hat bereits zehn A380 in der Flotte und erwartet aus ihrem Auftrag noch zwei Flugzeuge, die im Februar und Juni ausgeliefert werden.

Eine Option zur Nachbestellung von bis zu sieben neuen A380 wird British Airways nicht einlösen - "zu teuer", sagte Walsh am Montag in London. "Wir sehen in gebrauchten A380 eine günstige Gelegenheit. Es ist mir auch egal, woher die Flugzeuge dann kommen."

Vielleicht aus Singapur. Ab Oktober 2017 laufen bei Singapore Airlines die Leasingverträge früher A380 aus. Bisher lässt Singapore Airlines ihre Leasinggeber zappeln und hat noch nicht über eine Leasingverlängerung oder Rückgabe der dann zehn Jahre alten Flugzeuge entschieden.

Die Restwerte gut eingeflogener A380 aus den Baujahren 2007 und 2008 erwarten Experten bei 90 bis 110 Millionen US-Dollar pro Stück - rund ein Viertel des aktuellen Listenneupreises. Klarheit werden erst tatsächlich verfügbare Flugzeuge bringen - bisher wechselte nämlich noch keine gebrauchte A380 den Besitzer.

IAG sei bereits an potenzielle Leasinggeber herangetreten, sagte Walsh. Doric und die Dr. Peters Group bestätigten unlängst erste Gespräche mit Interessenten für fünf mögliche A380-Leasingrückläufer aus der Flotte von Singapore Airlines.

British Airways, der weltweit größte Betreiber von Boeing 747-400, fand vergleichsweise spät Gefallen an der A380 - erst seit 2013 wächst die Flotte in London. "Sofern man das Flug füllen kann, fliegt es zu sehr guten Stückkosten", lobte Walsh den Superjumbo.

British Airways habe auf der Linie nach Los Angeles drei 747-400-Flüge durch zwei tägliche A380-Rotationen ersetzt und so bei gleicher Kapazität einen Slot in London-Heathrow freigemacht. Größere Flugzeuge in den knappen Start- und Landefenstern ließen Heathrow 2015 bei kaum veränderten Flugbewegungen um 1,6 Millionen Passagiere wachsen.

An ihren 39 747-400 will British Airways noch einige Zeit festhalten. Der aktuelle Ölpreis mache die Flugzeuge hinreichend rentabel, ergänzte Walsh. Er sehe sich aber auch nach Boeing 777 aus Vorbesitz zum Leasing oder Kauf um. Generell werde IAG künftig einen größeren Teil ihrer Flotte über Leasingmodelle finanzieren.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Airbus | 18.01.2016 16:35


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