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Älter als 7 Tage

Emirates legt mehrere Umläufe in die USA auf Eis

DUBAI - Emirates schränkt das Flugangebot auf fünf ihrer zwölf Linien in die Vereinigten Staaten ein. "Über die letzten drei Monate hat sich die Buchungssituation auf allen unserer US-Strecken deutlich verschlechtert und zwar quer durch alle Reisesegmente", teilte Emirates am Mittwoch mit.

Die größte internationale Fluggesellschaft der Welt wird Frequezen von Dubai nach Boston, Los Angeles, Seattle, Orlando und Fort Lauderdale in den nächsten Wochen und Monaten merklich ausdünnen. Unter der neuen US-Regierung traf Emirates über dem Atlantik auf regulatorischen Gegenwind.

Emirates Airbus A380
Emirates Airbus A380, © aero.de

So führt Emirates die offenbar erdrutschartige Eintrübung der Flugnachfrage dann auch auf "die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung, die sich auf die Vergabe von Visa beziehen" zurück sowie auf "verschärfte Sicherheitkontrollen und Einschränkungen bei der Mitnahme elektronischer Geräte in die Kabinen von Verkehrsflugzeugen".

Nachfrage im Sog der "Bans"

US-Präsident Donald Trump hat sich seit Beginn seiner Amtszeit dem Ziel verschrieben, die Einreise aus sechs muslimisch geprägten Ländern in die Vereinigten Staaten zu erschweren. Bis jetzt scheiterte das als "Muslim Ban" gebrandmarkte Dekret allerdings schon in zwei Anläufen vor Bundesgerichten.

Der "Electronics Ban" verbietet hingegen allen Passagieren bei Starts von zehn Flughäfen - darunter Dubai - auf Flügen in die USA die Mitführung elektronischer Geräte, die größer als ein Smartphone sind. Emirates leiht Passagieren der First und Business Class seit April Microsoft Surface Tablets für den Flug.

Emirates hatte die US-Regierung zuletzt aufgefordert, das Elektronikverbot auf alle Fluggesellschaften anzuwenden, sofern tatsächlich ein akutes Sicherheitsrisiko für die Linienluftfahrt bestehe.

Ein wenig gegängelt fühlt man sich in Dubai nämlich doch. Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways sehen sich in den Vereinigten Staaten seit einiger Zeit mit Vorhaltungen konfrontiert, über staatliche Subventionen Flugpreise zu dumpen. Emirates bietet in dem Disput die größte Projektionsfläche.

Konkret wird Emirates nun ihre Linien nach Seattle, Boston und Los Angeles von zwei auf einen täglichen Flug umstellen. Zu den Florida-Zielen Fort Lauderdale und Orlando wird Emirates nicht mehr täglich, sondern nur noch an fünf Verkehrstagen pro Woche starten. Die Änderungen im Flugplan treten schrittweise ab 01. Mai in Kraft.

Emirates leitet Kapazitäten um


Sobald sich die Nachfragesituation verbessert will Emirates die auf Eis gelegten Rotationen wieder aktivieren. In der Zwischenzeit sollen die nicht mehr in den USA gebundenen Kapazitäten das Asiensystem der Airline verstärken.

Emirates hatte unlängst eingeräumt, dass die Konkurrenz durch Billigflieger der Airline auf der Langstrecke zusetzt - das könnte ein weiterer Hintersinn der korrigierten US-Kapazitäten sein.
© aero.de | Abb.: Ingo Lang | 19.04.2017 19:19

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Beitrag vom 22.04.2017 - 10:14 Uhr
Danke, habs gefunden.

Load Factor (passenger-miles as a proportion of available seat-miles in percent (%))
Emirates - Seattle, WA: Seattle/Tacoma International (Origin Airport)
Allerdings hört das bei mir im Oktober 2016 (81,70%); Sep 2016 49,9%; auf und der Schnitt 2016 liegt bei 67,60% Das hieße, die ganze Trump Zeit fehlt noch.

Oder schaue ich an falscher Stelle?

Edit
Jetzt hab ich es verstanden. Origin/Destination ;-) Es gibt hier aber einen signifikanten Unterschied zwischen O und D. Es starten viel weniger in SEA als dorthin reisen Y/D 67%, oder es kommen knapp 15% mehr an, als abreisen. Wie kommt dennn dieser gr Unterschied? Bin gespannt auf die ersten Zahlen 2017.

Schönes WE



Dieser Beitrag wurde am 22.04.2017 13:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.04.2017 - 23:15 Uhr
@j.lorenzen.mt

Hätten Sie da einen Link, mit welchem Filter Sie diese Daten finden. Ich bekomme das irgendwie nicht hin. Danke

Aber sind das nicht Daten aus 2016. Wenn die heute genau so wären, würde man wohl nicht reduzieren. Es geht ja aber um heute. Da ist noch nichts drin, die letzten drei Monate sind noch gesperrt aus Vertraulichkeit. Heute mag das ja schon ganz anders aussehen und die Vorausdaten sind wohl nicht gut. Und Loadfactor ist noch nicht Ertrag. Das bahnte sich aber wohl schon eine Weile an. Ein paar aktuelle Hintergründe findet man hier...
 https://centreforaviation.com/analysis/emirates-has-multiple-reasons-for-cutting-back-on-us-capacity-340326

Schauen Sie hier:
 https://www.transtats.bts.gov/Data_Elements.aspx?Data=5

Um an die ausländischen Carrier zu kommen müssen Sie dort "Foreign Carriers, 10,000 pax/mo to and from U.S." selektieren. Der Rest ist selbsterklärend.

Das es sich um Daten aus 2016 handelt ist mir bewusst, habe ich im Beitrag auch angemerkt. Spätestens mit der Wahl von Trump dürfte auch Emirates was abbekommen haben. Mir ging es hier auch rein um die Aussage von dem Herren der behauptet das 90% der Flieger leer aufschlagen - so schlecht ist die Auslastung schlicht und einfach nicht - mal unabhängig von der Profitabilität der Strecke.
Beitrag vom 21.04.2017 - 16:28 Uhr
@j.lorenzen.mt

Hätten Sie da einen Link, mit welchem Filter Sie diese Daten finden. Ich bekomme das irgendwie nicht hin. Danke

Aber sind das nicht Daten aus 2016. Wenn die heute genau so wären, würde man wohl nicht reduzieren. Es geht ja aber um heute. Da ist noch nichts drin, die letzten drei Monate sind noch gesperrt aus Vertraulichkeit. Heute mag das ja schon ganz anders aussehen und die Vorausdaten sind wohl nicht gut. Und Loadfactor ist noch nicht Ertrag. Das bahnte sich aber wohl schon eine Weile an. Ein paar aktuelle Hintergründe findet man hier...
 https://centreforaviation.com/analysis/emirates-has-multiple-reasons-for-cutting-back-on-us-capacity-340326

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2017 18:09 Uhr bearbeitet.


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