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Senator: Tegel nach BER-Öffnung nicht mehr profitabel

Lufthansa in Berlin-Tegel
Lufthansa in Berlin-Tegel, © Lufthansa

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BERLIN - Der Flughafen Tegel ist nach Aussage des Berliner Finanzsenators Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) nach Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER nicht mehr profitabel.

"Würde in Tegel nur die Hälfte der bisherigen Passagiere fliegen, wäre der Flughafen ausgesprochen unwirtschaftlich - in allen Komponenten. Beim Betrieb, bei den nötigen Investitionen und beim Schallschutz. Insgesamt würde der Weiterbetrieb rund 250 Millionen Euro pro Jahr kosten", sagte er der "Berliner Morgenpost" (Samstag).

Wollte man Tegel wirtschaftlich machen, ginge das nur, indem die Airlines viel höhere Landegebühren zahlen. "Wenn man die Gebühren verdoppelt, könnte es vielleicht sogar funktionieren. Aber genau das schließen die Betreiber des Volksbegehrens aus", so Kollatz-Ahnen.

Auf die Frage, ob man auf Tegel wirklich verzichten kann, da der BER ja schon zu seiner Eröffnung zu klein ist, sagte der Senator: "Man kann, und man wird es müssen. Es stimmt, dass der Flughafen aufgrund des inzwischen gewachsenen Passagieraufkommens zu klein ist. Deshalb arbeitet die Flughafengesellschaft an den nötigen Erweiterungen."

Die prognostizierten Passagiere werde man in Schönefeld problemlos abfertigen können. "Die zwei Rollbahnen am BER reichen aus. Eine dritte Startbahn ist nicht notwendig."

Die Berliner stimmen am Tag der Bundestagswahl auch über einen Appell an den Senat ab, die geplante Schließung des Flughafens Tegel zu stoppen. Auf die Frage, ob die SPD auch an der Schließung von Tegel festhalte, falls sich die Berliner am 24. September mit überwältigender Mehrheit für eine Offenhaltung aussprechen, antwortete der Senator: "Natürlich ist es nicht egal, wie das Ergebnis ist. Man muss dann über das Ergebnis nachdenken."
© dpa-AFX, aero.de | 02.09.2017 09:21

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Beitrag vom 04.09.2017 - 11:42 Uhr
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast... ;-)

Es ist politischer Wille der Berliner Regierung, dass Tegel geschlossen wird. Damit ist klar, dass man mit Kostenargumenten seine Position untermauern muss.
Das Thema Kosten für den Erhalt von Tegel ist meiner Meinung nach nicht so absolut darstellbar, wie es der Senator hier in den Raum stellt, weil der BER vor 2019 (wenn überhaupt) eh nicht in Betrieb gehen wird. Insofern wird in Tegel sowieso noch einiges an Kosten entstehen. Das wird auch weitere Sanierungen betreffen.

Davon abgesehen ist es drollig, wenn ein Senator von zwei Rollbahnen (also Taxiways) anstatt von Pisten spricht, denn mit zwei Rollbahnen wäre es schön verdammt knapp. ;-)
Beitrag vom 02.09.2017 - 20:03 Uhr
Ab wieviel Verkehr ist Tegel unter Berücksichtigung der nötigen Investionen profitabel?
Das müsste doch bekannt sein.
Ich meine gelesewn zu haben, dass BER für die Fluggesellschaften teurer werden sollte als Tegel.
Wie verlässlich ist der Finanzsenator? Hat dieser schon mehrfach zu diversen Themen gelogen? Hat er nur seine Meinung verkündet, oder hat das Thema intern überprüfen lassen?


Dieser Beitrag wurde am 02.09.2017 21:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.09.2017 - 13:49 Uhr
Wann wurde mit den Planungen begonnen? 1995? Wann wurde das Projekt das erste Mal an die Wand gefahren? 1999? Wie hieß der Bürgermeister damals? Eberhard Diepgen? Von welcher Partei?... Vielleicht sollte man hier mal ein wenig die Emotionen und Eitelkeit raus lassen - insbesondere letzter haben sicher ihren Beitrag zum aktuellen Stand geleistete.
Und warum "die Leute" Entscheidungen treffen dürfen? Weil sie dafür gewählt wurden. Nennt sich repräsentative Demokratie und wird allgemeinhin als ganz gut funktionierendes System betrachtet. Und "die Leute" wurden trotz allem von den Berliner, Brandenburgern und Bundesbürger (den alle drei sind Gesellschafter und tragen den Konsensbeschluss) zwischen durch auch mal wieder gewählt. Ansonsten: Nicht meckern, anpacken und besser machen!


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