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Flughafen München

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Kerkloh sieht Memmingen nicht als Konkurrenz

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Vorfeld West mit MAC und Tower, © Dr. W. Hennies, Flughafen München
MÜNCHEN - Der Chef des Münchner Flughafens, Michael Kerkloh, sieht in dem neuen Airport Memmingen mit dem starken Partner Ryanair keinen ernsthaften Konkurrenten. «Mit Verlaub: Wir spielen in der Europaliga», sagte Kerkloh dem «Münchner Merkur» (Samstag). Der Münchner Flughafen sei mit der Lufthansa und damit auch der Star-Alliance verbunden. «Das ist das stärkste Airline-Bündnis, das es gibt.» Der Flughafen Memmingen habe an Profil gewonnen.

«Er muss aber ausgebaut werden und die Frage ist, ob der Ausbau privat zu stemmen ist.» Der Billigflieger Ryanair hatte Memmingen Ende April als zehntes deutsches Ziel ins Programm genommen.

Im Gesamtjahr erwartet die irische Fluggesellschaft dort bis zu 650 000 Passagiere. Ryanair will mit dem neuen Standort vor allem dem Münchner Flughafen Passagiere abjagen, der im vergangenen Jahr 34,5 Millionen Passagiere zählte.

Den Namen «München-West» für den Memminger Flughafen hält Kerkloh für irreführend. «Memmingen liegt 110 Kilometer von München entfernt, dann könnte ich auch sagen: Memmingen ist Stuttgart-Ost.» Auch die Lufthansa hatte bereits Kritik an dem Beinamen geübt. Die Bezeichnung «München-West» hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary damit begründet, dass er für Fluggäste aus dem Ausland zur geografischen Orientierung wichtig sei. Der Flughafen kann mit einem Shuttle von München erreicht werden, allerdings dauert die Fahrt etwa eineinhalb Stunden.

Die umstrittene dritte Startbahn am Münchner Flughafen könnte aus Sicht von Kerkloh im Jahr 2013 betriebsfertig sein. Das Ziel sei es, statt wie bisher 90 künftig bis zu 120 Starts und Landungen pro Stunde zu ermöglichen. Langfristig werde der Flughafen nach Rückgängen durch die Wirtschaftskrise wieder zulegen. «Wir werden auf die alten Wachstumszahlen kommen.»

© dpa | Abb.: Flughafen München | 29.11.2009 09:24




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