Beitrag vom 25.07.2023 - 18:33 Uhr
"Aus heutiger Sicht wird ohnehin nicht ausreichend strombasierter Kraftstoff zur Verfügung stehen, um die PtL-Quoten zu erfüllen."
Sicher. Man muss nur weniger insgesamt fliegen. Schon reicht auch weniger PTL um fast beliebige Quoten zu erfüllen.
Machen wir uns mal nichts vor: Wenn Klimaneutralität wirklich das Ziel der EU und nicht nur ein Lippenbekenntnis einer akut zu Politik-Greenwashing neigenden EU Führung ist, dann kommen wir um eine Wachstumsbremse bzw sogar einen Rückbau im fossil befeuerten Wirtschaftleben (inklusive des Flugbetriebs) ab Anfang der 30er Jahre nicht herum.
Notwendig seien Anreize und Förderprogramme, um die notwendigen Produktionsanlagen zu realisieren.
Ist die Aussicht, den Flugbetrieb reduzieren zu müssen nicht Anreiz genug für Lufthansa um ihre Versorgung sicherzustellen?
Auf den Flügen seiner Gesellschaften bietet der Konzern den Passagieren sogenannte "Greenfares" an. Das sind Tickets mit einem Mehrpreis für CO2-Vermeidung durch den Einsatz von SAF (20 Prozent) und zur Kompensation über Klimaprojekte (80 Prozent).
Werbung für Greenwashing fehlt am Ende des Artikels genausowenig wie im Titelbild ...
Dieser Beitrag wurde am 25.07.2023 21:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.07.2023 - 07:34 Uhr
Warum ist hier kein Verbot von Politiker Flügen enthalten?
Ginge alles per WebEx, Zoom oder Teams.
Beitrag vom 26.07.2023 - 08:08 Uhr
Mit Verlaub, die genannten Quoten stimmen nicht. 2030 sollen es 6% Beimischung sein, nicht 20% - das ist schon ein großer Unterschied wenn man sich die preislichen Auswirkungen anschaut. Die Unterquote von 1,2% gilt auch erst ab 2030, und nicht schon 2025.
Beitrag vom 26.07.2023 - 08:30 Uhr
Warum ist hier kein Verbot von Politiker Flügen enthalten?
Ginge alles per WebEx, Zoom oder Teams.
Da es in dem Artikel nur um die LH AG und deren Ansichten/ Meinung zum Thema "nachhaltige Treibstoffe" geht:
Sie vermissen also ein Haus-Verbot der LH AG für Politikerinnen und Politiker dahin gehend, dass diese keine Flugzeuge der LH AG mehr benutzen dürfen. Richtig?
Nochmal die Frage: merken Sie eigentlich noch selber welch wirres Zeug Sie hier so schreiben?
Beitrag vom 26.07.2023 - 12:45 Uhr
Warum ist hier kein Verbot von Politiker Flügen enthalten?
Ginge alles per WebEx, Zoom oder Teams.
Da es in dem Artikel nur um die LH AG und deren Ansichten/ Meinung zum Thema "nachhaltige Treibstoffe" geht:
Sie vermissen also ein Haus-Verbot der LH AG für Politikerinnen und Politiker dahin gehend, dass diese keine Flugzeuge der LH AG mehr benutzen dürfen. Richtig?
Nochmal die Frage: merken Sie eigentlich noch selber welch wirres Zeug Sie hier so schreiben?
Können Sie lesen??
Von Hausverbot steht da nichts. Nur die sinnlosen Flüge der Politiker sollen, als gutes Beispiel geben, unterbleiben.
Beitrag vom 26.07.2023 - 13:18 Uhr
Warum ist hier kein Verbot von Politiker Flügen enthalten?
Ginge alles per WebEx, Zoom oder Teams.
Da es in dem Artikel nur um die LH AG und deren Ansichten/ Meinung zum Thema "nachhaltige Treibstoffe" geht:
Sie vermissen also ein Haus-Verbot der LH AG für Politikerinnen und Politiker dahin gehend, dass diese keine Flugzeuge der LH AG mehr benutzen dürfen. Richtig?
Nochmal die Frage: merken Sie eigentlich noch selber welch wirres Zeug Sie hier so schreiben?
Können Sie lesen??
Gebe ich gerne als Frage an Sie zurück. Lesen Sie doch mal den Artikel- vielleicht begreifen Sie ja worum und um wen es darin geht.
Von Hausverbot steht da nichts. Nur die sinnlosen Flüge der Politiker sollen, als gutes Beispiel geben, unterbleiben.
Von 'sinnlosen Flügen der Politiker' steht da auch nichts ... .
Beitrag vom 26.07.2023 - 13:28 Uhr
@EricM,
man müsste generell den Energierverbrauch und die klimaschädliche Nutzung der Böden und Meere reduzieren.
Wie soll das gehen? Das weiss ich nicht!
Es fehlt die Einsicht aller Politiker. Wenn sich die G7/G20-Versammelungen nicht einigen wollen, kann
man auch nichts erwarten.
Beitrag vom 26.07.2023 - 14:12 Uhr
@EricM
@fbwlaie
Ich würde mich wehren (verfassungskonform, bzw mit den Mitteln, die die Verfassung erlaubt), wenn das umgesetzt wird, was Sie sich wünschen.
Ich bin kein Leugner des Klimawandels, aber ich will nicht wie vor 100-200 Jahren leben. (Vllt liegt es daran, dass mir der IQ fehlt für diesen Rückschritt.)
Aktiv einen Rückschritt zu begehen, würde für mich die Sinnfrage des Lebens infrage stellen.
Warum sich nicht an den Klimawandel anpassen, statt ihn mehr als angenehm möglich zu mildern? Notfalls mit Atombomben (als Abrüstung) künstliche Seen sprengen um den Meeresspiegelanstieg zu begrenzen
Beitrag vom 26.07.2023 - 14:47 Uhr
@EricM
@fbwlaie
Ich würde mich wehren (verfassungskonform, bzw mit den Mitteln, die die Verfassung erlaubt), wenn das umgesetzt wird, was Sie sich wünschen.
Ich bin kein Leugner des Klimawandels, aber ich will nicht wie vor 100-200 Jahren leben. (Vllt liegt es daran, dass mir der IQ fehlt für diesen Rückschritt.)
Aktiv einen Rückschritt zu begehen, würde für mich die Sinnfrage des Lebens infrage stellen.
Genau hier liegt das Problem:
"Ich bin kein Leugner des Klimawandels, aber ich will nicht wie vor 100-200 Jahren leben."
ICH.
Es gibt Millionen (wenn nicht Milliarden) Menschen auf der Erde, die leben immer noch so, wie wir vor 100 - 200 Jahren.
Und durch den Klimawandel, den Sie ja nicht leugnen, der aber vorerst massiv diese Menschen trifft, wird es für die noch schlimmer werden.
Weil: wir wollen ja nicht verzichten... !?
Aber: es muss doch auch gar nicht einen Rückfall auf das Lebensniveau von vor 100 - 200 Jahren sein!
Ein "weniger ist mehr" würde bereits enorm viel verändern.
Darunter würde unsere Lebensqualität (also die wirklich wichtigen Dinge!) kaum spürbar leiden.
Keine Erdbeeren im Winter, keine 40 verschiedenen Mineralwasser im Supermarkt, keine 3 Urlaubsfernreisen im Jahr usw.usf. (btw. das war vor 30/ 40 Jahren auch noch kein Standard...) - wäre das wirklich soooo schlimm?
Selbstverständlich können Sie sich 'verfassungskonform' wehren.
Allerdings: wogegen?
Gegen den Klimawandel? Denn der wird uns in nicht allzu langer Zeit ebenfalls mit voller Wucht treffen (siehe bereits jetzt schon die europäischen Staaten im Süden- da gab es sicher vor 2 - 3 Jahren ebenfalls Leute die glaubten:
Warum sich nicht an den Klimawandel anpassen, statt ihn mehr als angenehm möglich zu mildern? Notfalls mit Atombomben (als Abrüstung) künstliche Seen sprengen um den Meeresspiegelanstieg zu begrenzen
Das sind - so sorry - völlig abwegig, irreale Phantasien. So lässt sich weder der Klimawandel stoppen, begrenzen oder sich an diesen 'anpassen'. Und nochmal (siehe oben):
Millionen Menschen, die auch noch am wenigsten zu den katastrophalen Entwicklungen beigetragen haben, haben diese (theoretische) Möglichkeit der 'Anpassung' nicht einmal.
Wenn wir (die gesamte Menschheit) nicht ganz schnell Ã"nderungen nicht nur diskutieren, sondern schnellstmöglich umsetzen, dann war es das, in nicht allzuferner Zukunft, mit der Spezies 'Mensch'.
Egal auf welchem Teil der Erde Sie/wir leben.
Beitrag vom 26.07.2023 - 15:12 Uhr
@BoeingMD11F,
z. Z. denkt keiner - auch in Afrika - daran, z. B. die Sahelzonen grossflächig und nachhaltig zu begrünen. Statt dessen müssen die Leute ihre Länder verlassen. Für die Eliten, die Schleuser und die Juristen ist das ein gutes Geschäft.In den 70ger bzw. 80ger Jahren hat die Schweiz mal ein solches Projekt gestartet bzw. unterstützt.
An den Klimawandel müssen wir uns so oder so anpassen - die Natur tut das auch, indem z. B. Bäume absterben und ggf. andere Pflanzen dort nachwachsen.
Das Problem ist die Geschwindigkeit des Klimawandels. Welche Getreidesorten können wir wann nutzen? Wann werden die "richtigen" Planzen für die Stabilisierung und Deckung der Böden vorhanden sein, damit Süsswasser in den Böden gespeichert werden kann? Ein Forstleiter meinte, man sollte die Kalamitätsflächen zunächst mit Photovoltaik "begrünen" bis es dann genügend angepasste Baumarten gibt.
Beitrag vom 26.07.2023 - 15:15 Uhr
@JordanPensionär
Ich kann Ihre Argumentation nachvollziehen.
und ich bleibe beim ich, kann ich auch nur für mich sprechen und nicht für die ganze Welt :)
Wissen Sie was der Witz an der Sache ist, ich bin momentan Anfang/Mitte 20, Student.
Ich kann mir weder Auto, noch täglich Fleisch oder Kirschen leisten, daher auch nicht im Winter ;)
Verraten Sie mir aber wofür ich eigentlich noch auf dieser Welt leben soll? Ich stelle die Frage sehr direkt. Keine Sorge, keine Suizidgefahr, nur fragend.
Ist das dann die Zukunft: Supermarkt bietet nur noch das, was wächst zu der Jahreszeit, wenn's wächst. Als Kindheitserinnerung die vollen bunten Regale, aus einer Zeit, als man wirklich noch Luxus hatte, und alles bekommen hat.
Eigenheim ist tabu, daher sozialer okölogischer Plattenbau auf 45qm, vllt 50. Darf man eine Lebensgefährtin haben, wenn ja super. Nur die Welt bereisen fällt weg, wegen der Klimabilanz, heißt Brettspiele und Fernsehen. Spazieren. Vllt darf man regional noch mit dem Zug reisen. Ist natürlich dann etwas worauf man sich wie bei einem klassischen Fern-Urlaub ein ganzes Jahr lang hinfreuen würde. Heißt dann poppen, zocken, arbeiten, was ein Leben, vermutlich noch dann Arbeit in der Kommune, Arbeit bestes Opium. Ironie off..
Den Luxus selbstbestimmter Mobilität und damit einer Art Freiheit (eigentlich ein tolles Gefühl) ist auch nicht mehr ok...
Ich versuche das jetzt nicht mit mehr Beispielen ins Lächerliche zu ziehen.
Aber mich begeistert nicht diese mittelalterliche Vorstellung, dass Leben auf Erden dafür da ist, zu büßen und zu schuften um ihm diesseits glücklich zu werden.
Die Wahrheit ist ja auch, wie hier auch richtig erkannt wird, es geht ja nicht darum, den dritten Bali Urlaub im Jahr zugunsten des Klimawandels zu streichen, oder jeden zweiten Tag mit dem Fahrrad zu Arbeit zu fahren.. Wenn man die Welt so retten will, wie es jetzt ist, dann sind es brutale Einschnitte.
Nur das aus der Perspektive, dass es zumindest für mich, hoffentlich noch ein langes Leben vor mir habend, schwer ist, sich für dieses Konzept zu begeistern. Vllt etwas schwerer als für diejenigen, die schon länger ein zufriedenes Leben geführt haben..
Beitrag vom 26.07.2023 - 15:23 Uhr
@fbwlaie
Danke für Ihren Kommentar.
Ich bin auch fest überzeugt, dass es viele Konzepte und Projekte gibt, je verrückt sie auch klingen, ein wichtiger Beitrag wären.
Aus meiner Sicht ist es auch viel motivierender "technische" Lösungen zu finden und umzusetzen, "egal" was für einen Kraftakt, das für Gesellschaft bedeutet. Dafür wäre man auch bereit sich aufopfernd einzubringen.
Aber nur aufgetischt zu bekommen, du darfst nicht, lass sein, wird eh bald verboten ist was anderes als lass uns versuchen, dies oder das zu schaffen
Beitrag vom 26.07.2023 - 15:28 Uhr
* Aber mich begeistert nicht diese mittelalterliche Vorstellung, dass das Leben auf Erden nur dafür da ist, zu büßen und zu schuften, um im diesseits glücklich zu werden.
Aber eventuell mache ich es auch einfach falsch, zu viele Gedanken.
Kurzfristig auf die Politik pöbeln, dass sie ja nichts unternehme. Währenddessen gut bezahlt auf der Straße kleben und danach wohlverdient in den Bali-Urlaub. Das wäre der leichtere Weg
Beitrag vom 26.07.2023 - 18:10 Uhr
@JordanPensionär
Ich kann Ihre Argumentation nachvollziehen.
und ich bleibe beim ich, kann ich auch nur für mich sprechen und nicht für die ganze Welt :)
Selbstverständlich.
Wissen Sie was der Witz an der Sache ist, ich bin momentan Anfang/Mitte 20, Student.
Ich kann mir weder Auto, noch täglich Fleisch oder Kirschen leisten, daher auch nicht im Winter ;)
Danke für diese ehrlichen Worte.
Es ist wirklich nicht einfach darauf zu antworten. Eben auch weil ich zu der Generation (>60) gehöre, die für diesen ganzen Mist hauptverantwortlich ist. Ich kann Ihren 'Frust', ob der z.Zt. eher düsteren Zukunftsaussichten, absolut verstehen.
Verraten Sie mir aber wofür ich eigentlich noch auf dieser Welt leben soll? Ich stelle die Frage sehr direkt. Keine Sorge, keine Suizidgefahr, nur fragend.
>
Es wird Ihnen auch nichts nützen/ helfen, wenn ich Ihnen jetzt die 'Leier' von 'als ich so alt war und Student (zumal in der DäDäRäh) gab es all die Dinge auch nicht und wir waren trotzdem glücklich' auftische.
Ist das dann die Zukunft: Supermarkt bietet nur noch das, was wächst zu der Jahreszeit, wenn's wächst. Als Kindheitserinnerung die vollen bunten Regale, aus einer Zeit, als man wirklich noch Luxus hatte, und alles bekommen hat.
Natürlich nicht. Aber Hand auf's Herz: eine gewisse Reduzierung des völlig überdimensionierten Angebots kann nicht schaden (und würde vermutlich nicht mal auffallen).
Was ich damit ausdrücklich NICHT meine ist, das es nur (wie in der DDR) das absolut Notwendigste und das auch nur in begrenzter Menge, geben sollte.
Und mal ganz ehrlich:
wäre das wirklich so schrecklich, wenn es im Supermarkt all den völlig überflüssigen Tüneff, all die nur aus Marketing/Geldmacherei angebotenen Dinge/Produkte (die kein Mensch braucht), all die Fake - Produkte etc. nicht mehr gäbe?
Wäre es so schlimm, wenn es keine 'ONE- Time' (einmal tragen, dann wegwerfen) Klamotten mehr gäbe?
Eigenheim ist tabu, daher sozialer okölogischer Plattenbau auf 45qm, vllt 50. Darf man eine Lebensgefährtin haben, wenn ja super. Nur die Welt bereisen fällt weg, wegen der Klimabilanz, heißt Brettspiele und Fernsehen. Spazieren. Vllt darf man regional noch mit dem Zug reisen. Ist natürlich dann etwas worauf man sich wie bei einem klassischen Fern-Urlaub ein ganzes Jahr lang hinfreuen würde. Heißt dann poppen, zocken, arbeiten, was ein Leben, vermutlich noch dann Arbeit in der Kommune, Arbeit bestes Opium. Ironie off..
Eigenheim: ja wirklich fraglich, der Rest - Sie schreiben es selber - ist Ironie.
Ich bin sicher:
es wird, wenn wir denn die 'Kurve kriegen', immer Möglichkeiten für ein lebenswertes, lustvolles Leben, für ganz unterschiedliche Lebensentwürfe, geben.
Den Luxus selbstbestimmter Mobilität und damit einer Art Freiheit (eigentlich ein tolles Gefühl) ist auch nicht mehr ok...
Doch und das wird bleiben. Man sollte es eben nur nicht am/auf das eigene Auto vir der Haustür festmachen/reduzieren.
Ich versuche das jetzt nicht mit mehr Beispielen ins Lächerliche zu ziehen.
Ist völlig okay.
Aber mich begeistert nicht diese mittelalterliche Vorstellung, dass Leben auf Erden dafür da ist, zu büßen und zu schuften um ihm diesseits glücklich zu werden.
>
Wie ich bereits schrieb:
es muss und wird nicht zurück ins 'Mittelalter' gehen.
Die Wahrheit ist ja auch, wie hier auch richtig erkannt wird, es geht ja nicht darum, den dritten Bali Urlaub im Jahr zugunsten des Klimawandels zu streichen, oder jeden zweiten Tag mit dem Fahrrad zu Arbeit zu fahren.. Wenn man die Welt so retten will, wie es jetzt ist, dann sind es brutale Einschnitte.
Kommt darauf an, was man unter 'brutal' versteht. Siehe oben.
Aber eins ist (zumindest für mich) sicher:
wenn wir so weiter machen wie jetzt, dann wird es brutal - aber eben nicht 'von oben verordnet' (rote Ochsen und grüne Esel), sondern von der Natur gnadenlos uns 'überrollend'.
Nur das aus der Perspektive, dass es zumindest für mich, hoffentlich noch ein langes Leben vor mir habend, schwer ist, sich für dieses Konzept zu begeistern. Vllt etwas schwerer als für diejenigen, die schon länger ein zufriedenes Leben geführt haben..
Das Problem:
es gibt ja kein Konzept. Es gibt sehr viele wissenschaftliche belegte Zukunftsszenarien bzgl. der (nach derzeitigem Stand) katastrophalen Klimaentwicklungen. Und die verheißen nichts Gutes. Gerade aus Ihrer jungen Perspektive.
Es gibt aber leider immer noch keinen weltweiten politischen und ökonomischen Konsens, wie dem (schnell) zu begegnen ist. Siehe das 'Laber - Laber - Rhabarber' auf den Weltklimakonferenzen.
Glauben Sie mir: ich hoffe sehr das ich mich irre. Und ich finde den Beitrag von @fbwlaie auch eher zielführend.
Und eben auch das Sie für sich eher an solchen Projekten beteiligen wollen.
Ich wünsche Ihnen und uns allen noch eine gute Zukunft.
Beitrag vom 26.07.2023 - 19:11 Uhr
@EricM
@fbwlaie
Ich würde mich wehren (verfassungskonform, bzw mit den Mitteln, die die Verfassung erlaubt), wenn das umgesetzt wird, was Sie sich wünschen.
Ich bin kein Leugner des Klimawandels, aber ich will nicht wie vor 100-200 Jahren leben.
Endlich mal jemand der hier klare Kante zeigt anstatt rumzuschwurbeln, die Linken/Grünen wollte Deutschland de-industrialisieren.
Ganz ehrlich: Respekt und Danke dafür.
(Vllt liegt es daran, dass mir der IQ fehlt für diesen Rückschritt.)
Aktiv einen Rückschritt zu begehen, würde für mich die Sinnfrage des Lebens infrage stellen.
Das hat mit IQ nichts zu tun, ich glaube aber, da haben Sie eine falsche Vorstellung.
Von Rückschritt (also dem Gegenteil des technischen Fortschritts) kann eigentlich keine Rede sein, das fordert hier niemand. Würde ja auch nicht helfen. Nie war die pro Kopf Verschmutzung größer als im 19.JH.
Eine Begrenzung des Wachstums ist etas Anderes.
Eine Begrenzung des durch fossile Energien befeuerten billigen Wachstums noch mal was Anderes.
Im Gegenteil, wir benötigen mehr technischen Fortschritt.
Warum sich nicht an den Klimawandel anpassen, statt ihn mehr als angenehm möglich zu mildern?
Das müssen wir eh tun. Unter +2 bis +4°C geht der Prozess in den nächsten 50-100 Jahren sowieso nicht mehr ab.
Notfalls mit Atombomben (als Abrüstung) künstliche Seen sprengen um den Meeresspiegelanstieg zu begrenzen
Wegen des radioaktiven Fallouts, der Tsunamis und weil das ausgehobene Material ja irgendwo hin muss.
So ein Loch müsste riesig sein. Um nur einen einzigen cm Meereserhöhung zu reduzieren benötigen Sie ein Loch von etwa 3600km³ Volumen (von 362Mio km² Meer nehmen sie jeweils den obersten cm weg).
Das entspricht einer Kugel von etwa 20km Durchmesser oder knapp 7000 Kugeln von 1km Durchmesser, von denen dann jede zu einem ganz ordendlichen 800m Berg zusammrutschen würden, also immer noch etwa Feldberg/Taunus Höhe.
Und diese 7000 neuen Feldberge, nennen wir sie mal so, müssten gezielt irgendwo hin, wo kein Wasser ist.
Es gibt aber durchaus Geo-Enineering Ideen die machbar erscheinen (zB Reduktion von Sonneneinstrahlung global durch Ausbringen von SO2 in der Stratosphhäre), aber auch diese beinhalten ein verdammt hohes Risiko, da die meisten nicht reversibel sind.
Diese Probleme sind richtig kniffelig und brauchen neben einem globalen Konsens verdammt gute Ingenieure und Wissenschaftler.
Und wir werden was in der Art brauchen, weil die Menschheit, wie ich sie aktuell als globale Gemeinschaft einschätze, erst dann was tun wird, wenn alles zu spät ist.
Zu Ihren Zielen/Ã"ngsten: Ja, kann ich verstehen. Gerade wenn mir ausgerechnet die Ã"ltern nach 60, 70 oder 80 Jahren Saus und Braus erzählen würden, das _ich_ jetzt mal langsam zu machen habe.
Andererseits: Die Generation 60+ muss in 20 Jahren auch kein weiteres Verschleppen einer Umsteuerung mehr ausbaden. Die haben das dann mehrheitlich hinter sich, während Sie gerade mal um die 40 sind und die Hälfte Ihres Lebens noch vor sich haben mit all den Konsequenzen, die heute Viele nicht sehen wollen.
Ganz zu scheigen von Ihren ( hypothetischen) Kindern, denen Sie dann erklären müssen, warum man bei +5° ggü 1990 von Apil bis September nur noch im Keller mit Klimanalage wohnen kann.
Generell kann man sagen: Je später wir umsteuern, desto schwieriger und beschwerlicher wird die zweite Lebenshälfte Ihrer Generation.
Dieser Beitrag wurde am 26.07.2023 19:30 Uhr bearbeitet.