Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Neues Tauziehen um erweiterte Emirat...

Beitrag 31 - 45 von 86
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Beitrag vom 06.01.2026 - 17:13 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3907 Beiträge)

Mehr Wettbewerb ;), zugunsten der PAXe... :)

Und Wertschöpfung und Arbeitsplätze aus Deutschland abziehen. Na super Aussichten ...


Ich hatte doch in meinem ersten Beitrag am 06.01., 10:00 Uhr geschrieben wie man die Arbeitsplätze bei LH noch besser schützen könnte. MUC und FRA haben es doch in der Hand.
Ich vermute aber da ist denen ihr eigenes Hemd (Auslastung) wichtiger als 'Treue/Unterstützung' zur/der LH.

Ich vermute sogar stark, wenn EK, QR, TK etc. nach weiteren Flüge von MUC oder FRA fragen würden, gäbe es einen 'roten Teppich'.

Wie wurde vor nicht allzu langer Zeit in MUC gejubelt das eine weitere Airline (SAUDIA) nach München fliegt - hätte man doch, zum Schutz von LH, ablehnen können. Ist doch auch ein 'gepamperte' Staats- Airline... .

Ich verstehe Sie nicht ...

Ich auch nicht...

Das tut mir leid.

Aber gut, dann etwas deutlicher:
es ist Heuchelei wenn man einerseits den deutschen Nationalcarrier 'schützen möchte' (Unterstützung aus MUC und FRA für eine Verbot von EK am BER), wenn es einem selbst nicht schadet, sondern einem anderen (BER). Man könnte sogar böswillig behaupten, MUC und FRA nutzen die Diskussion um den BER klein zu halten.

Andererseits man aber diese Wettbwerbern der LH den 'roten Teppich' ausrollt, wenn es dem eigen Geschäft nutzt.

Und was die Einwände bezüglich des nichtausteichenden Einzuggebietes beim BER betrifft:
man schaue sich die Diskussionen zu DRE (oder sogar kürzlich Kassel - Calden) an, und deren (angebliche) Bedeutung für die dortige Wirtschaft. Dort braucht man unbedingt diese Anbindungen.
Berlin ist die Hauptstadt einer (noch) der größten Volkswirtschaften der Welt!
Auch das ist Heuchelei.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2026 17:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2026 - 17:50 Uhr
UserTino Riva
User (55 Beiträge)
Oder konkret: Warum gründet Emirates denn keine Emirates Deutschland GmbH? Dann können Sie so oft zwischen Berlin (oder sonstwo) und Dubai fliegen wie sie wollen...
Ganz konkret, weil es nicht geht.

Meiner Kenntnis nach dürfen sie zu 49,9 % an einer solchen Unternehmung beteiligt sein.
Ist aber zugegeben nicht mein business, und ich mag mich irren.
Gibt es hier weitere unüberwindbare Hemmnisse für Drittstaatler? Lasse mich da gerne korrigieren...
Beitrag vom 06.01.2026 - 18:09 Uhr
Usercontrail55
User (5898 Beiträge)
Oder konkret: Warum gründet Emirates denn keine Emirates Deutschland GmbH? Dann können Sie so oft zwischen Berlin (oder sonstwo) und Dubai fliegen wie sie wollen...
Ganz konkret, weil es nicht geht.

Meiner Kenntnis nach dürfen sie zu 49,9 % an einer solchen Unternehmung beteiligt sein.
Ist aber zugegeben nicht mein business, und ich mag mich irren.
Gibt es hier weitere unüberwindbare Hemmnisse für Drittstaatler? Lasse mich da gerne korrigieren…
Laut EU-Verordnung 1008/2008 heißt es, dass ein Luftfahrtunternehmen nur dann eine gültige Betriebsgenehmigung ("Operating Licence") erhält und behalten darf, wenn es folgende Voraussetzungen erfüllt:
1. Mehrheits-Eigentum durch EU-Mitgliedstaaten oder EU-Staatsangehörige
Das Unternehmen muss mehr als 50 % im Besitz von EU-Staaten oder EU-Staatsangehörigen sein. ?
2. Effektive Kontrolle durch EU-Seite
Es reicht nicht, nur formal mehr als 50 % zu halten – das Unternehmen muss auch tatsächlich von EU-Seite kontrolliert werden. Die EU-Verordnung spricht daher von:
"Owned and effectively controlled by Member States and/or nationals of Member States" (im Wortlaut: "im Besitz und effektiv kontrolliert von Mitgliedstaaten und/oder Staatsangehörigen von Mitgliedstaaten").
In der Praxis bedeutet "effektive Kontrolle" z. B.:
• Sitz der Geschäftsleitung in der EU
• Mehrheit der Sitze im Vorstand/Aufsichtsrat bei EU-Seite
• Vetorechte für strategische Entscheidungen
• kein effektiver Einfluss durch Minderheits-Nichteuroländer
Diese Regeln werden von der zuständigen Lizenzbehörde des Mitgliedstaats geprüft.
Ohne diese Anforderungen:
• darf eine Airline keine EU-Betriebsgenehmigung bekommen oder behalten,
• verliert sie Zugriffe auf den EU-Binnenmarkt und die verkehrs- und bilateralen Flugrechte.
Zusammenfassung von KI
Beitrag vom 06.01.2026 - 18:13 Uhr
UserX-Ray
User (855 Beiträge)
Moin,

genau. Es wird Zeit, dass die Entscheidung aufgeweicht wird. Es kann nicht sein, dass Industrie/Start-ups/Tagungen/Besucher in Berlin leiden, weil die Lufthansa nicht von ihrem hohen Ross herunterkommen möchte.

Ein gutbezahlter Arbeitsplatz in Berlin sollte genauso viel Wert sein, wie in Frankfurt/München. Denn klar, wenn man Airline mit Airline vergleicht, gibt es in Dubai prekär Beschäftigte. Aber fehlende Arbeitsplätze durch eine unzureichende Anbindung sind auch schlecht.

Gruß,
Jochen
Da würde mich mal die unzureichende Anbindung interessieren. Welche Anbindung genau fehlt denn da? Heute kommt man rund 13!/Tag von BER nach DXB, AUH, DOH, IST.
Von STR sind es 7 nach DXB/IST. Was bringt die Erweiterung auf EK?


Mehr Wettbewerb ;), zugunsten der PAXe... :)

Und was bedeuten die ganzen Smileys?

Genau das was Sie bedeuten. LH und Co. hätten mehr Wettbewerb zu befürchten (zwinker) und die PAXe freuen sich über mehr und hochwertigere Angebote (lachen).

Was ja gerade für das Business- Klientel wohl wichtig wäre, die fliegen halt nicht gerne mit Billigheimern wie FR, 4U, EW (europäisch) und Scoot/ Norse interkontinental.

Aber es gibt doch gar nicht zu wenig Wettbewerb in D, das haben Sie hier zumindest vor ein paar Tagen geschrieben:

"Der 'Luftverkehrsstandort Deutschland' hat kein Wettbewerbsproblem. Man kann von DE in alle Ecken der Welt mit dem Flieger gelangen. Und das mit sehr vielen Airlines. Und durchaus zu moderaten, aus meiner Sicht viel zu niedrigen, Preisen."

 https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/Minister-Deutscher-Luftverkehr-hat-Wettbewerbsproblem/

Noch mehr Wettbewerb durch staatliche ausländische Airlines würde wahrscheinlich die Preise senken (was Sie ja nicht gut finden). Außerdem erzeugt weiterer Wettbewerb von staatlichen Airlines mit unbegrenzten finanziellen Ressourcen noch mehr Druck auf die einheimischen Kosten und dort vor allem auf die Löhne in D (was Sie ja angeblich auch nicht gut finden). Eigentlich müssten Sie der größte Kritiker von weiteren Emirates-Flügen nach D sein.

Aber wahrscheinlich habe ich die Smileys doch wieder falsch verstanden…
Beitrag vom 06.01.2026 - 18:38 Uhr
UserJochen Hansen
User (220 Beiträge)
> Moin,
>
> genau. Es wird Zeit, dass die Entscheidung aufgeweicht wird. Es kann nicht sein, dass Industrie/Start-ups/Tagungen/Besucher in Berlin leiden, weil die Lufthansa nicht von ihrem hohen Ross herunterkommen möchte.
>
> Ein gutbezahlter Arbeitsplatz in Berlin sollte genauso viel Wert sein, wie in Frankfurt/München. Denn klar, wenn man Airline mit Airline vergleicht, gibt es in Dubai prekär Beschäftigte. Aber fehlende Arbeitsplätze durch eine unzureichende Anbindung sind auch schlecht.
>
> Gruß,
> Jochen
Da würde mich mal die unzureichende Anbindung interessieren. Welche Anbindung genau fehlt denn da? Heute kommt man rund 13!/Tag von BER nach DXB, AUH, DOH, IST.
Von STR sind es 7 nach DXB/IST. Was bringt die Erweiterung auf EK?


Mehr Wettbewerb ;), zugunsten der PAXe... :)

Und was bedeuten die ganzen Smileys?

Genau das was Sie bedeuten. LH und Co. hätten mehr Wettbewerb zu befürchten (zwinker) und die PAXe freuen sich über mehr und hochwertigere Angebote (lachen).

Was ja gerade für das Business- Klientel wohl wichtig wäre, die fliegen halt nicht gerne mit Billigheimern wie FR, 4U, EW (europäisch) und Scoot/ Norse interkontinental.

Aber es gibt doch gar nicht zu wenig Wettbewerb in D, das haben Sie hier zumindest vor ein paar Tagen geschrieben:

"Der 'Luftverkehrsstandort Deutschland' hat kein Wettbewerbsproblem. Man kann von DE in alle Ecken der Welt mit dem Flieger gelangen. Und das mit sehr vielen Airlines. Und durchaus zu moderaten, aus meiner Sicht viel zu niedrigen, Preisen."

 https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/Minister-Deutscher-Luftverkehr-hat-Wettbewerbsproblem/

Noch mehr Wettbewerb durch staatliche ausländische Airlines würde wahrscheinlich die Preise senken (was Sie ja nicht gut finden). Außerdem erzeugt weiterer Wettbewerb von staatlichen Airlines mit unbegrenzten finanziellen Ressourcen noch mehr Druck auf die einheimischen Kosten und dort vor allem auf die Löhne in D (was Sie ja angeblich auch nicht gut finden). Eigentlich müssten Sie der größte Kritiker von weiteren Emirates-Flügen nach D sein.

Aber wahrscheinlich habe ich die Smileys doch wieder falsch verstanden…

Zumindest würde mehr Konkurrenz den Incoming Markt vergrößern (Attraktiver machen) und beim Outgoing Markt die Kaufkraft erhöhen, sofern mehr Konkurrenz günstigere Preise bedeutet, wovon ich mal ausgehe.

EK könnte über eine Stiftung bei Condor einsteigen, dann hätten sie unbegrenzt Flüge nach Dubai und könnten zusätzlich zu BER/STR auch NUE anbinden.
Beitrag vom 06.01.2026 - 19:13 Uhr
UserX-Ray
User (855 Beiträge)
> > Moin,
> >
> > genau. Es wird Zeit, dass die Entscheidung aufgeweicht wird. Es kann nicht sein, dass Industrie/Start-ups/Tagungen/Besucher in Berlin leiden, weil die Lufthansa nicht von ihrem hohen Ross herunterkommen möchte.
> >
> > Ein gutbezahlter Arbeitsplatz in Berlin sollte genauso viel Wert sein, wie in Frankfurt/München. Denn klar, wenn man Airline mit Airline vergleicht, gibt es in Dubai prekär Beschäftigte. Aber fehlende Arbeitsplätze durch eine unzureichende Anbindung sind auch schlecht.
> >
> > Gruß,
> > Jochen
> Da würde mich mal die unzureichende Anbindung interessieren. Welche Anbindung genau fehlt denn da? Heute kommt man rund 13!/Tag von BER nach DXB, AUH, DOH, IST.
> Von STR sind es 7 nach DXB/IST. Was bringt die Erweiterung auf EK?
>
>
Mehr Wettbewerb ;), zugunsten der PAXe... :)

Und was bedeuten die ganzen Smileys?

Genau das was Sie bedeuten. LH und Co. hätten mehr Wettbewerb zu befürchten (zwinker) und die PAXe freuen sich über mehr und hochwertigere Angebote (lachen).

Was ja gerade für das Business- Klientel wohl wichtig wäre, die fliegen halt nicht gerne mit Billigheimern wie FR, 4U, EW (europäisch) und Scoot/ Norse interkontinental.

Aber es gibt doch gar nicht zu wenig Wettbewerb in D, das haben Sie hier zumindest vor ein paar Tagen geschrieben:

"Der 'Luftverkehrsstandort Deutschland' hat kein Wettbewerbsproblem. Man kann von DE in alle Ecken der Welt mit dem Flieger gelangen. Und das mit sehr vielen Airlines. Und durchaus zu moderaten, aus meiner Sicht viel zu niedrigen, Preisen."

 https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/Minister-Deutscher-Luftverkehr-hat-Wettbewerbsproblem/

Noch mehr Wettbewerb durch staatliche ausländische Airlines würde wahrscheinlich die Preise senken (was Sie ja nicht gut finden). Außerdem erzeugt weiterer Wettbewerb von staatlichen Airlines mit unbegrenzten finanziellen Ressourcen noch mehr Druck auf die einheimischen Kosten und dort vor allem auf die Löhne in D (was Sie ja angeblich auch nicht gut finden). Eigentlich müssten Sie der größte Kritiker von weiteren Emirates-Flügen nach D sein.

Aber wahrscheinlich habe ich die Smileys doch wieder falsch verstanden…

Zumindest würde mehr Konkurrenz den Incoming Markt vergrößern (Attraktiver machen) und beim Outgoing Markt die Kaufkraft erhöhen, sofern mehr Konkurrenz günstigere Preise bedeutet, wovon ich mal ausgehe.

EK könnte über eine Stiftung bei Condor einsteigen, dann hätten sie unbegrenzt Flüge nach Dubai und könnten zusätzlich zu BER/STR auch NUE anbinden.

Das sind ja tolle Ideen, die Sie da haben.

Leider kann beim "Wettbewerb" von deutschen Airlines mit EK/QR/EY nicht mal ansatzweise von einem "Level Playing Field" die Rede sein. Jede Liberalisierung bei den Verkehrsrechten geht da automatisch voll zu Lasten der einheimischen Luftfahrt. Schlimm genug, dass die EU den korrupten Deal mit Katar abgeschlossen hat.

Es wundert mich doch sehr, dass Sie sowas befürworten, wo ihnen doch die Mitarbeiter deutscher Airlines sonst so am Herzen liegen. Da sind Sie ja immer als erster dabei, wenn es um Tarifthemen geht. Vielleicht mal drüber nachdenken, wo denn die gewünschten Forderungen bei Löhnen und "Benefits" herkommen sollen, wenn hier von staatlichen Carriern aus Nahost mit unbegrenzter Kreditlinie immer mehr platt gemacht wird.
Beitrag vom 06.01.2026 - 20:57 Uhr
UserF11
einfach nur Pax... kein Pilot
User (1232 Beiträge)

Was soll also die Aufregung? Und der Nachweis, dass dadurch, dass durch mehr Nonstop-Flüge mehr Arbeitsplätze geschaffen, fehlt auch - alles beruht auf Vermutung und Wunschdenken.

Moin,

deine Einschätzung ist falsch:

 https://mpw-berlin.de/uncategorized/ber-mangelnde-anbindung-ist-standortnachteil-fuer-metropolregion/
Upps! Ein Lobbyverband äußert Wünsche und die sind dann "wahr". Beruht diese Einschätzung in irgendeiner Weise auf belastbaren statistischen Daten? Und glauben Sie das wirklich, was da steht?
Und noch eine Frage: kennen wir uns?
Gruß F11
Beitrag vom 06.01.2026 - 22:14 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (232 Beiträge)
Stuttgart verstehe ich gar nicht. Vom Hauptbahnhof Stuttgart mit dem Auto nach Frankfurt ist gerade mal ca. 1,5 Stunden mehr Fahrzeit.
Mit dem ICE ist man in 1 Std 12 Minuten vom Stuttgarter Hbf am Flughafen Frankfurt Terminal Bahnhof. Am Flughafen Stuttgart ist man in 27 Minuten vom Hbf aus. Wir sprechen hier von 45 Minuten Unterschied. Stuttgart ist quasi so gut angebunden wie Frankfurt selbst.

Und Berlin?
Condor fliegt doch nach AUH und DXB, haben die nicht mit Emirates auch Codeshare? EW und DE Flüge nach AUH/DXB macht man damit auch tot. Mit Qatar und Turkish kommt man doch auch fast überall hin, wo man über DXB hin kommen würde. Daneben bestehen via AMS, CDG, FRA, VIE, MUC, ZRH, LHR doch unfassbar viele Ziele mit allen großen europäischen Carrieren mit einem Stop an deren Hub. Was fehlt denn da?

Lufthansa ist nicht nur eine kritische Infrastruktur für Deutschland - wollen wir uns ganz von der Gunst ausländischer Airlines abhängig machen? - sondern sichert auch viele Arbeitsplätze im Bereich Cargo, Technik usw. Es sind ja nicht nur die Arbeitsplätze der Crews die dann wegfallen.

Und das LH BER am langen Arm verhungern lässt? Emirates wird auch nur Umsteigeflüge an ihrem Hub anbieten - das bietet LH ja auch in enger Taktung an.... Und Emirates lässt BER auch verhungern, sie könnten ja FRA oder MUC aufgeben wo die ach so starke Lufthansa Platzhirsch ist...
Soll LH noch ein Hub am BER starten? In die USA könnten die dortigen Carrier ja auch direkt anbinden. Lohnt sich scheinbar kaum, Ausnahme Newark. Selbst große Hubs wie Atlanta lohnen sich kaum. Nach Asien ist LH selbst schon nicht mehr so ausgeprägt präsent an ihren Hubs wg. der Konkurrenz der ME-Airlines und der sehr guten asiatischen Airlines.
Was soll LH also anbieten als Langstrecke am BER? Bangkok? Singapur? Tokio? Ist es also besser via DXB nach BKK statt via DOH, IST, MUC, VIE, ZRH, AMS,.....? Air Berlin, Scoot, Norse, etc - da sind doch genug schon gescheitert mit Langstrecke direkt ab BER - EK würde auch nix anderes anbieten als die anderen die ihren Hub aus BER feeden.
Ozeanien ist natürlich via DOH dann relativ konkurrenzlos - aber deswegen Lufthansa auch für die sonstigen Strecken noch mehr solch ungleiche Konkurrenz rein holen?
Das Abkommen mit Qatar war schon fragwürdig....

Berlin soll sich mal um sein Stromnetz und den Haushalt kümmern, statt sich mit derlei unnötigen Dingen zu beschäftigen.

Und MUC und FRA entscheiden ja nicht, welche 4 Flughäfen die Emirate sich auswählen. Wenn EK vom FRA weg geht nach BER, wird FRA das sicher gut verkraften.
Kassel dann als Beispiel zu bringen ist natürlich spannend, das ist eine massive Steuergeldverschwendung und mehr nicht.
Beitrag vom 06.01.2026 - 23:28 Uhr
UsercosmoB
User (299 Beiträge)
Ich bin seit 21 Jahren Senator, früher 8 bis 10 mal Langstrecke nach Asien, Afrika, den Mittleren Osten und Australien (dorthin nur bis BKK oder SIN mit einer LH-Fluggesellschaft) pro Jahr mit Lufthansa, Swiss und Co, immer mit Umstieg in FRA, MUC, ZRH etc.
2024 bin ich 9 mal mit Qatar ab Berlin in Business in die oben beschriebenen Regionen geflogen und 2025 sogar 10 mal und hierbei habe ich 46.000€ ausgegeben. Nicht weil der Qatarflug billiger war als ein Flug mit der LH-Gruppe, es lag eher an viel bequemerem Umsteigen in Doha, einem viel besseren Flugprodukt, einer exzellenten Lounge, regelmässigen Firstclass Upgrades und toll motiviertem Personal, das so gar nicht ängstlich oder eingeschüchtert daher kommt. Bei den 10 Hin- und 10 Rückflugen 2025 waren insgesant 3 (!) Plätze in der Businessclass freigeblieben. Gefühlt waren 80% der Passagiere Nichtdeutsche, sehr viele Asiaten und Australier, die zu Konferenzen, Meetings, Kreuzfahrten, Kultururlauben, Opernbesuchen nach Berlin kamen und auch gar nicht nach München oder Frankfurt wollten. Der Berliner Markt mag ein Drehkreuz nicht hergeben (ohne Umstiege würde aber weder Frankfurt, noch München dies rechtfertigen), aber durch die Emiratesflüge würden zusätzliche Besucher direkt in die Stadt kommen und daher die Wirtschaft und die Hotelerie beleben. Sprich es wird eine zusätzliche Nachfrage generiert und gerade deswegen würde Emirates mindestens 2 Flüge pro Tag auch problemlos voll bekommen. (1 x A380 und eine 777 oder A350).



Das liegt zu 100% an der Lufthansa und ihrer Blockadehaltung und wenn sie nicht blockiert, dass steuert sie im Hintergrund. Das es im Osten 5 Langstreckenflüge gibt und im Westen mehr als 130 liegt zum Großteil an der Lufthansa. Die sie hat im Osten NULL Langstrecke (Wenn ich AUH, DXB mal als erweiterte Mittelstecke zähle)



was genau blockiert die LH? welchen Markt lässt sie liegen? Du kommst von BER überall hin mit einmal umsteigen. Flüge in die Hubs gibts genug.
Mit demselben unsinnigen Argument könnte man behaupten, die MEs blockieren BER. Die könnten da genauso hinfliegen. Wollen sie nur nicht weil andere Märkte in D attraktiver sind.
Beitrag vom 07.01.2026 - 00:24 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3907 Beiträge)
> Moin,
>
> genau. Es wird Zeit, dass die Entscheidung aufgeweicht wird. Es kann nicht sein, dass Industrie/Start-ups/Tagungen/Besucher in Berlin leiden, weil die Lufthansa nicht von ihrem hohen Ross herunterkommen möchte.
>
> Ein gutbezahlter Arbeitsplatz in Berlin sollte genauso viel Wert sein, wie in Frankfurt/München. Denn klar, wenn man Airline mit Airline vergleicht, gibt es in Dubai prekär Beschäftigte. Aber fehlende Arbeitsplätze durch eine unzureichende Anbindung sind auch schlecht.
>
> Gruß,
> Jochen
Da würde mich mal die unzureichende Anbindung interessieren. Welche Anbindung genau fehlt denn da? Heute kommt man rund 13!/Tag von BER nach DXB, AUH, DOH, IST.
Von STR sind es 7 nach DXB/IST. Was bringt die Erweiterung auf EK?


Mehr Wettbewerb ;), zugunsten der PAXe... :)

Und was bedeuten die ganzen Smileys?

Genau das was Sie bedeuten. LH und Co. hätten mehr Wettbewerb zu befürchten (zwinker) und die PAXe freuen sich über mehr und hochwertigere Angebote (lachen).

Was ja gerade für das Business- Klientel wohl wichtig wäre, die fliegen halt nicht gerne mit Billigheimern wie FR, 4U, EW (europäisch) und Scoot/ Norse interkontinental.

Aber es gibt doch gar nicht zu wenig Wettbewerb in D, das haben Sie hier zumindest vor ein paar Tagen geschrieben:

"Der 'Luftverkehrsstandort Deutschland' hat kein Wettbewerbsproblem. Man kann von DE in alle Ecken der Welt mit dem Flieger gelangen. Und das mit sehr vielen Airlines. Und durchaus zu moderaten, aus meiner Sicht viel zu niedrigen, Preisen."

 https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/Minister-Deutscher-Luftverkehr-hat-Wettbewerbsproblem/

Noch mehr Wettbewerb durch staatliche ausländische Airlines würde wahrscheinlich die Preise senken (was Sie ja nicht gut finden). Außerdem erzeugt weiterer Wettbewerb von staatlichen Airlines mit unbegrenzten finanziellen Ressourcen noch mehr Druck auf die einheimischen Kosten und dort vor allem auf die Löhne in D (was Sie ja angeblich auch nicht gut finden). Eigentlich müssten Sie der größte Kritiker von weiteren Emirates-Flügen nach D sein.

Aber wahrscheinlich habe ich die Smileys doch wieder falsch verstanden…

Ja haben Sie, weil ich diese ganze Diskussion, im Kontext andere Diskussionen, absolut heuchlerisch empfinde (siehe meinen vorherigen Post).

Warum?

Einmal wird massiv PRO diskutiert, das man in Deutschland quasi von jeder 'Milchkanne' zur anderen und international in die Welt fliegen können muss (natürlich nur wenn der Staat das unterstützt...), weil die 'Wirtschaft das dort dringend braucht' - selbst wenn in 70 bzw. 120 km Entfernung ein anderer Airport ist.

Wenn das jemand aber in der Hauptstadt von Deutschland machen will (internationale Anbindung u.a. für die Wirtschaft), dann geht das natürlich nicht, 'weil der deutsche Flag- Carrier' (der das nicht leisten will oder kann) geschützt werden muss'. Damit u.a. die guten Arbeitsplätze bei dem erhalten bleiben.

Der wiederum schrumpft aber seine gut bezahlten Arbeitsplätze immer mehr ein und verschiebt die auf (eigene oder fremde) Billigheimer, wie EW, Citydingsbums oder Air Baltic.

Beitrag vom 07.01.2026 - 00:25 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (232 Beiträge)
Ich bin seit 21 Jahren Senator, früher 8 bis 10 mal Langstrecke nach Asien, Afrika, den Mittleren Osten und Australien (dorthin nur bis BKK oder SIN mit einer LH-Fluggesellschaft) pro Jahr mit Lufthansa, Swiss und Co, immer mit Umstieg in FRA, MUC, ZRH etc.
2024 bin ich 9 mal mit Qatar ab Berlin in Business in die oben beschriebenen Regionen geflogen und 2025 sogar 10 mal und hierbei habe ich 46.000€ ausgegeben. Nicht weil der Qatarflug billiger war als ein Flug mit der LH-Gruppe, es lag eher an viel bequemerem Umsteigen in Doha, einem viel besseren Flugprodukt, einer exzellenten Lounge, regelmässigen Firstclass Upgrades und toll motiviertem Personal, das so gar nicht ängstlich oder eingeschüchtert daher kommt.

Was jetzt am Umsteigen in DOH so viel bequemer sein soll, weiß ich nicht. Umsteigen in Dubai (hier geht es ja drum, dass EK nach BER können soll), finde ich eher schlechter als FRA oder MUC. Selbst als ich mal in F via DXB mit EK bin, war das mies (Lounge war top). Dass die bisherige LH C kaum zu unterbieten ist, Haken dran. Aber die QSuites fand ich jetzt nicht so toll. Da finde ich die C von OS oder TG tatsächlich besser vom Sitz her. Catering bei QR war top.
First Class Upgrades bei QR können ja nicht so viele sein. Die haben doch nur im A380 noch eine First oder? Also kann das dann nur auf einzelnen Segmenten gewesen sein.


Bei den 10 Hin- und 10 Rückflugen 2025 waren insgesant 3 (!) Plätze in der Businessclass freigeblieben. Gefühlt waren 80% der Passagiere Nichtdeutsche, sehr viele Asiaten und Australier, die zu Konferenzen, Meetings, Kreuzfahrten, Kultururlauben, Opernbesuchen nach Berlin kamen und auch gar nicht nach München oder Frankfurt wollten.

Gut, aber soll LH jetzt von BER alles mögliche in Asien und gar Australien direkt anfliegen, um den Vorteil "ohne umsteigen" zu bieten? Geht doch gar nicht. Bei EK muss man eben auch umsteigen, halt in DXB statt in FRA oder MUC. Klar, Australien geht dann nicht mit einem Stop - aber das bietet ja QR an. Und QR könnte auch die Frequenzen oder Fluggerät erhöhen, wenn der Bedarf so groß wäre.


Der Berliner Markt mag ein Drehkreuz nicht hergeben (ohne Umstiege würde aber weder Frankfurt, noch München dies rechtfertigen), aber durch die Emiratesflüge würden zusätzliche Besucher direkt in die Stadt kommen und daher die Wirtschaft und die Hotelerie beleben. Sprich es wird eine zusätzliche Nachfrage generiert und gerade deswegen würde Emirates mindestens 2 Flüge pro Tag auch problemlos voll bekommen. (1 x A380 und eine 777 oder A350).


Was ist da jetzt die Konsequenz? Sollte man jetzt das Drehkreuz FRA oder MUC aufgeben zugunsten BER? Oder noch ein Drittes aufmachen? Wozu?
Welche Besucher würden denn wirklich "direkt" mehr kommen mit EK? So groß dürfte das Interesse aus den Emiraten nicht sein und zumindest mit EW und DE hat man ja Optionen für "direkt". >90% der EK PAX wären doch auch mit Umstieg in DXB Arrivals und keine "direkt" Arrivals. Wie soll damit eine zusätzliche Nachfrage generiert werden? Es wird vielleicht mehr Angebot generiert, etwas günstigere Preise, dadurch kann bestehende Nachfrage besser bedient werden oder ist durch den Preis dann möglich. Aber so viel günstiger wird es dadurch mit den Alternativen QR/TK kaum werden, dass das eine Rolle spielt.
Es wird mit EK von kaum einer Destination komfortabler werden als bisher mit den bestehenden Optionen. Es würden eher Verkehrsströme umgelenkt als so viel Neues entstehen. Wenn der Bedarf für ME3 Umstieg so groß und lukrativ wäre, könnte Qatar doch anders agieren. Dann könnte Qatar statt 787-8 oder 787-9 auch A350 oder 777 einsetzen.

Dieser Beitrag wurde am 07.01.2026 00:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.01.2026 - 00:36 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (232 Beiträge)

Einmal wird massiv PRO diskutiert, das man in Deutschland quasi von jeder 'Milchkanne' zur anderen und international in die Welt fliegen können muss (natürlich nur wenn der Staat das unterstützt...), weil die 'Wirtschaft das dort dringend braucht' - selbst wenn in 70 bzw. 120 km Entfernung ein anderer Airport ist.

Wenn das jemand aber in der Hauptstadt von Deutschland machen will (internationale Anbindung u.a. für die Wirtschaft), dann geht das natürlich nicht, 'weil der deutsche Flag- Carrier' (der das nicht leisten will oder kann) geschützt werden muss'. Damit u.a. die guten Arbeitsplätze bei dem erhalten bleiben.


Wennn Emirates den BER anfliegen würde, welche neuen Ziele erreicht man damit, die man vorher nicht erreichen konnte bzw. wo man dann weniger oft umsteigen muss?
DXB selbst ist es ja nicht.
Beitrag vom 07.01.2026 - 03:32 Uhr
UserLexa77
Manager
User (27 Beiträge)
Wenn Condor hier ein WB einsetzen würde, wären viele schon zufriedener!
Lieber bequemer reisen als in diesen Sardinen Büchsen, wo tlw gar keine Lehne mehr im A320 zu verstellen geht, hatte ich erst auf dem Weg nach HRG. Unmöglich ist sowas!

Ich unterstütze auch liebe eine dt Condor als irgendein ME3!

Und zu LH: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Dann brauchen sie sich aber auch nicht wundern, wenn andere das bestellte Feld übernehmen.
Ich kann dieses "die Nachfrage ist nicht da, nicht mehr hören!
Wer sich mit schönen Bildern brüstet (1. 787 am BER taufen oder 100 Jahre LH mit Gründung in Berlin…, sollte auch Farbe bekennen und die dt. Hauptstadt würdig vertreten!
Man kann auch Nachfrage schaffen! BWL Grundlage 2. Stunde!
Beitrag vom 07.01.2026 - 04:35 Uhr
Usermeihan
User (109 Beiträge)
Wen denn Emirates so ein großes Potenzial im BER sieht, könnte sie doch einen anderen Flughafen tauschen, bzw. die Frequenzen verringern.
Denke, dass, wenn BER dazu kommen sollte, der Zuwachs (für die Airline)insgesamt nicht so groß wäre, sondern sich von anderen Flughäfen verlagert.
Beitrag vom 07.01.2026 - 08:18 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (232 Beiträge)
Wenn Condor hier ein WB einsetzen würde, wären viele schon zufriedener!
Lieber bequemer reisen als in diesen Sardinen Büchsen, wo tlw gar keine Lehne mehr im A320 zu verstellen geht, hatte ich erst auf dem Weg nach HRG. Unmöglich ist sowas!

Ich unterstütze auch liebe eine dt Condor als irgendein ME3!

Und zu LH: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Dann brauchen sie sich aber auch nicht wundern, wenn andere das bestellte Feld übernehmen.
Ich kann dieses "die Nachfrage ist nicht da, nicht mehr hören!
Wer sich mit schönen Bildern brüstet (1. 787 am BER taufen oder 100 Jahre LH mit Gründung in Berlin…, sollte auch Farbe bekennen und die dt. Hauptstadt würdig vertreten!
Man kann auch Nachfrage schaffen! BWL Grundlage 2. Stunde!

Welches Angebot würde sich denn in Berlin rechnen für Lufthansa mit wide bodies?
Damit man eine gewisse Stabilität und Abdeckung hinbekommt müsste man sicher 3-5 787 stationieren und das wäre schon eng.
Welche Ziele kann man damit kostendeckend fliegen unter Berücksichtigung des hohen Aufwandes für so eine Aktion mit Bodenpersonal dazu usw.
Selbst wenn man irgendwie mit W-Pattern nimmt, was würde da funktionieren wirtschaftlich?
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