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Beitrag 31 - 45 von 58
Beitrag vom 23.06.2026 - 10:17 Uhr
UserGB
User (1046 Beiträge)
Wenn eine Airline jedoch eine neue Verbindung in die Hauptstadt der BR Deutschland (4 Millionen Einwohner) auflegen will, und das ganz ohne irgendwelche Subventionen oder niedrigere Gebühren zu fordern (siehe dazu z.B. die Argumentation von ReierAir), und - wie hier ja prophezeit wird - damit ein 'Fiasko' erleben wird, dann wird dagegen (zumindest von einer bestimmten Fraktion hier) aus allen Rohren 'geschossen'.

Nach dieser Logik frage man sich, wozu überhaupt Verträge und Abkommen geschlossen werden, wenn man sie doch jederzeit kraft eigener Meinung gefälligst ignorieren können soll.

Dürfen Sie an Ihrem Wohnort auch einfach so auch nur einen Stehimbiss eröffnen, bloss weil die Leute Appetit haben und Sie in die örtliche Handwerkerschaft investieren wollen, oder müssen Sie sich vielleicht nicht doch um eine Genehmigung bemühen?



Beitrag vom 23.06.2026 - 10:36 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4310 Beiträge)
Wenn eine Airline jedoch eine neue Verbindung in die Hauptstadt der BR Deutschland (4 Millionen Einwohner) auflegen will, und das ganz ohne irgendwelche Subventionen oder niedrigere Gebühren zu fordern (siehe dazu z.B. die Argumentation von ReierAir), und - wie hier ja prophezeit wird - damit ein 'Fiasko' erleben wird, dann wird dagegen (zumindest von einer bestimmten Fraktion hier) aus allen Rohren 'geschossen'.

Nach dieser Logik frage man sich, wozu überhaupt Verträge und Abkommen geschlossen werden, wenn man sie doch jederzeit kraft eigener Meinung gefälligst ignorieren können soll.

Wer spricht davon das 'Verträge und Abkommen ...gefälligst ignoriert' werden. Wer macht das? Es ist jedoch völlig legitim (und in der Wirtschaft durchaus absolut normal) das man Verträge und Abkommen ab und an erneut verhandelt und ggfls. neu vereinbart/ vereinbaren kann (Sie erinnern sich sicher an des zwischen der USA und der EU vereinbarte Zollabkommen; haben die Amis einfach gekündigt und die EU hat das hinnehmen müssen und neu verhandelt...).
Das EK das wieder versucht ist doch völlig normal. So wie LH eben mit allen legalen und illegalen Mitteln versucht das zu verhindern.

Dürfen Sie an Ihrem Wohnort auch einfach so auch nur einen Stehimbiss eröffnen, bloss weil die Leute Appetit haben und Sie in die örtliche Handwerkerschaft investieren wollen, oder müssen Sie sich vielleicht nicht doch um eine Genehmigung bemühen?

Ja natürlich, und genau das versucht doch EK! Oder wollen die einfach den BER anfliegen und die Landung/ Abfertigung/ Rückflug 'erzwingen'!?

Also diese 'Argumentation' ist nun aber völlig absurd!


Beitrag vom 23.06.2026 - 11:03 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1545 Beiträge)
So wie LH eben mit allen legalen und illegalen Mitteln versucht das zu verhindern.
Welche "illegalem" Mittel sind Ihnen denn bekannt? Und wenn etwas "illegal" sein sollte, dann kann dagegen geklagt werden. Und warum sehen Sie nur die LH(G) als "Gegenspieler"?
Die Situation ist verfahren:
Alle europäische Airlines kritisieren die ME3 vor allem wegen ungleicher Wettbewerbsbedingungen. Der Vorwurf lautet, dass diese Airlines durch staatliche Unterstützung, günstige Rahmenbedingungen und ihre großen Drehkreuze einen Vorteil haben, den europäische Anbieter so nicht haben.
Aus Sicht der europäischen Fluggesellschaften führt das dazu, dass Langstreckenverkehr zunehmend über den Golf umgeleitet wird. Dadurch verlieren Hubs wie Frankfurt, Paris oder Amsterdam Passagiere und Umsteigeverkehre. Zusätzlich beklagen die Airlines, dass sie in Europa mit strengeren Klima-, Steuer- und Sozialauflagen arbeiten müssen als ihre Konkurrenten aus dem Golf.

Die Gegenargumente sind ebenfalls klar: Viele Reisende schätzen an den ME3 den guten Service, moderne Flotten und oft attraktive Preise. Außerdem sagen Kritiker der europäischen Airlines, dass nicht nur die ME3 profitieren, sondern dass europäische Unternehmen selbst ebenfalls staatliche Hilfen und Schutzmechanismen kennen. Deshalb sehen manche die Forderungen nach mehr Beschränkungen als Versuch, Wettbewerb zu bremsen.

Echter Wettbewerb in der Luftfahrt kann aber nur funktionieren, wenn für alle Marktteilnehmer vergleichbare und transparente Rahmenbedingungen gelten. Dazu gehören einheitliche soziale Standards, faire Arbeitsbedingungen sowie konsistente Umwelt- und Steuerregeln. Werden einzelne Airlines durch niedrigere Lohnkosten, unterschiedliche Regulierung oder staatliche Subventionen bevorteilt, verzerrt dies den Wettbewerb und benachteiligt nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Langfristig profitieren sowohl Passagiere als auch Beschäftigte nur von einem Markt, in dem Effizienz und Qualität – und nicht regulatorische Schlupflöcher – über den Erfolg entscheiden.



Beitrag vom 23.06.2026 - 11:41 Uhr
UserEricsson
User (2 Beiträge)
Ohne dass ich mich inhaltlich auf eine Seite der Diskussion stellen möchte, wundert mich Eines an dieser immer wieder aufkeimenden Diskussion doch ganz erheblich:

Es wird hier ständig darüber diskutiert (oder eher gestritten), ob eine Emirates-Anbindung an den BER für diesen oder für die Region Ost gesichert Vorteile bringe und deshalb geradezu ERFORDERLICH sei. Lassen wir dies einmal dahingestellt oder unterstellen sogar, dass dies NICHT der Fall ist. Es kann nämlich ebenso sein, dass keine Vorteile entstehen. Eine Anbindung dürfte daher keinesfalls GESICHERT VORTEILHAFT oder gar ERFORDERLICH sein. Ich denke, damit sollten sogar die Befürworter einer Anbindung übereinstimmen, da man das kaum anders sehen kann. In dem Punkt, über den hier die ganze Zeit gestritten wird (Bringt eine Anbindung Vorteile oder nicht?), sollten sich also irgendwie alle einig sein.

Jedoch kommt es auf dieses inhaltliche Argument gar nicht an. Denn wir leben in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und einer FREIEN Marktwirtschaft. Beide Grundsätze sind vor allem dadurch geprägt, dass nicht die Freiheit (das tun zu können, was man will) gerechtfertigt werden muss. Vielmehr muss jegliche Einschränkung der Freiheit begründet werden und erforderlich sein.

Die entscheidende Frage in "unserer" Welt lautet daher eben gerade nicht, ob es Argumente gibt, die einen Markteintritt von Emirates vorrangig vorteilhaft erscheinen lassen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr ob es ZWINGENDE Gründe gibt, die es rechtfertigen, den Markteintritt entgegen den geltenden Prinzipien der freien Marktwirtschaft zu VERHINDERN. Die Frage ist also, ob es ERFORDERLICH ist, Emirates mittels eines politischen Einschreitens weiterhin auf 4 Anflugziele zu beschränken. Denn die Beschränkung auf 4 Anflugziele sind nicht etwa der einer freien Marktwirtschaft zu gründe liegende Status Quo, sondern es handelt sich um eine bereits seit vielen Jahren anhaltende Beschränkung der freien Marktwirtschaft. Ganz offensichtlich gab es hierfür einmal rechtfertigende Gründeeinmal; sonst wäre das bestehende "Abkommen" (besser: einseitige Beschränkung) nicht durchgesetzt worden. Ob dies heute noch zeitgemäß ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Jedenfalls muss diese Frage von Zeit zu Zeit neu beurteilt werden. An dieser Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen, dasmir ggf. der Überblick über alle relevanten Faktoren fehlt.

Es ist aber im Ergebnis wichtig zu verstehen, dass es für die rechtliche Entscheidung allein darauf ankommt, ob eine Einschränkung (noch immer) ERFORDERLICH im Rechtssinne ist. Die ständige Diskussion um vermeintliche Vorteile für die Region, die vermeintlich mangelnde Rentabilität einer weiteren Anbindung, bereits existenter Alternativen etc. gehören allein in den Bereich politischer Stimmungsmache (regionale Wählerakquise) und des Schutzes wirtschaftlicher Interessen bereits vorhandener Marktteilnehmer (Lobbyismus).

Ich vermute, dass es in unserem aktuellen Marktumfeld schwierig wird, eine Einschränkung noch immer rechtlich begründen zu können. Es dürfte allein die "Bastion" des Luftverkehrsabkommens gegen eine erneute Prüfung stehen. Sicher kann man sich hinter einem Abkommen so lange "verschanzen", wie es eben läuft. Spätestens nach Ablauf dürfte es aber schwierig werden. Ob es politisch klug ist, sich einer Neuverhandlung zu verschließen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Und selbstverständlich ist mir bewusst, dass insbesondere die Luftverkehrswirtschaft aufgrund der globalen Struktur ein Wirtschaftsbereich ist, in dem es eine Vielzahl von einschränkenden Regeln geben muss. Meine Ausführungen beziehen sich daher erst einmal auf ganz allgemeine Grundsätze einer solchen Diskussion, die man trotz der Existenz sämtlicher Luftverkehrsabkommen (einschränkenden Regelungen) nicht so ganz außer Acht lassen sollte.



Beitrag vom 23.06.2026 - 12:33 Uhr
UserJochen Hansen
User (344 Beiträge)
Berlin ist die größte Stadt Deutschlands mit einer verdammt schlechten Anbindung an Internationale Länder.

Da diese falsche Behauptungen immer wieder kommt, frage ich einfach auch Sie mal direkt: Welche neuen Verbindungen kommen denn dazu, wenn Emirates nach Berlin fliegen darf? In welches Land kommen Sie dann, in welches Sie heute nicht kommen?

Danke



Wenn ich mir den Flugplan von Emirates in Hamburg anschaue dann komme ich in ganz viele Städte als Hamburger viel schneller und bequemer. Wenn nicht, würde die weltgrößte Langstreckenairline etwas ganz gewaltig falsch machen.

Ok, also keine neuen Verbindungen; auch wenn Sie und andere immer wieder davon reden und so in die Irre führen wollen. Es geht rein um die Steigerung des empfundenen Komforts. Vielleicht sollte man da dann in der Diskussion auch so ehrlich sein.

Sollte man, das scheint hier allerdings einigen sehr schwer zu fallen. Dieser Nonsens mit der besseren Anbindung von BER durch Emirates wurde hier z.B. schon Anfang des Jahres widerlegt. Qatar Airways fliegt zu mehr Zielen in der Welt, man bietet mehr Routen an und hat die größere Anzahl von Flügen im Jahr als Emirates (Quelle: OAG). Um Konnektivität kann es also kaum gehen.

Ich vermute bei den Emirates-Befürwortern eher einen banalen Geltungsdrang. Man verspricht sich einen Image-Gewinn, man will ein wenig Bling-Bling für BER, und wenn dafür Jobs bei einheimischen Airlines wegfallen sollten, dann wäre das für @Jochen_Hansen auch OK. So ehrlich ist er ja hier zumindest schon mal gewesen.

1. Es geht natürlich um die Konnektivität. Ich kann auch sagen, dass ich mit Condor/Air Transat überall prima hinkommen. Wenn sie bsp. 2 mal die Woche nach Vancouver/Toronto fliegen, soll ich dann meine Termine so legen, dass es passt? Sicher nicht.
2. Hier wird eine Angst vor einem täglichen Flug von Emirates aufgebaut, als wenn es bei der LH dann Massenentlassungen geben würde. Wird es nicht.
Weiterhin sollte es volkswirtschaftlich für Deutschland sinnvoll sein, wenn es im MICE Bereich in Berlin/Stuttgart 500 Arbeitsplätze geschaffen werden, dass eventl. in Frankfurt 50 Stuück wegfallen.
Beitrag vom 23.06.2026 - 12:41 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2180 Beiträge)
Ohne dass ich mich inhaltlich auf eine Seite der Diskussion stellen möchte, wundert mich Eines an dieser immer wieder aufkeimenden Diskussion doch ganz erheblich:

Es wird hier ständig darüber diskutiert (oder eher gestritten), ob eine Emirates-Anbindung an den BER für diesen oder für die Region Ost gesichert Vorteile bringe und deshalb geradezu ERFORDERLICH sei. Lassen wir dies einmal dahingestellt oder unterstellen sogar, dass dies NICHT der Fall ist. Es kann nämlich ebenso sein, dass keine Vorteile entstehen. Eine Anbindung dürfte daher keinesfalls GESICHERT VORTEILHAFT oder gar ERFORDERLICH sein. Ich denke, damit sollten sogar die Befürworter einer Anbindung übereinstimmen, da man das kaum anders sehen kann. In dem Punkt, über den hier die ganze Zeit gestritten wird (Bringt eine Anbindung Vorteile oder nicht?), sollten sich also irgendwie alle einig sein.

Jedoch kommt es auf dieses inhaltliche Argument gar nicht an. Denn wir leben in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und einer FREIEN Marktwirtschaft. Beide Grundsätze sind vor allem dadurch geprägt, dass nicht die Freiheit (das tun zu können, was man will) gerechtfertigt werden muss. Vielmehr muss jegliche Einschränkung der Freiheit begründet werden und erforderlich sein.

Die entscheidende Frage in "unserer" Welt lautet daher eben gerade nicht, ob es Argumente gibt, die einen Markteintritt von Emirates vorrangig vorteilhaft erscheinen lassen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr ob es ZWINGENDE Gründe gibt, die es rechtfertigen, den Markteintritt entgegen den geltenden Prinzipien der freien Marktwirtschaft zu VERHINDERN. Die Frage ist also, ob es ERFORDERLICH ist, Emirates mittels eines politischen Einschreitens weiterhin auf 4 Anflugziele zu beschränken. Denn die Beschränkung auf 4 Anflugziele sind nicht etwa der einer freien Marktwirtschaft zu gründe liegende Status Quo, sondern es handelt sich um eine bereits seit vielen Jahren anhaltende Beschränkung der freien Marktwirtschaft. Ganz offensichtlich gab es hierfür einmal rechtfertigende Gründeeinmal; sonst wäre das bestehende "Abkommen" (besser: einseitige Beschränkung) nicht durchgesetzt worden. Ob dies heute noch zeitgemäß ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Jedenfalls muss diese Frage von Zeit zu Zeit neu beurteilt werden. An dieser Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen, dasmir ggf. der Überblick über alle relevanten Faktoren fehlt.

Es ist aber im Ergebnis wichtig zu verstehen, dass es für die rechtliche Entscheidung allein darauf ankommt, ob eine Einschränkung (noch immer) ERFORDERLICH im Rechtssinne ist. Die ständige Diskussion um vermeintliche Vorteile für die Region, die vermeintlich mangelnde Rentabilität einer weiteren Anbindung, bereits existenter Alternativen etc. gehören allein in den Bereich politischer Stimmungsmache (regionale Wählerakquise) und des Schutzes wirtschaftlicher Interessen bereits vorhandener Marktteilnehmer (Lobbyismus).

Ich vermute, dass es in unserem aktuellen Marktumfeld schwierig wird, eine Einschränkung noch immer rechtlich begründen zu können. Es dürfte allein die "Bastion" des Luftverkehrsabkommens gegen eine erneute Prüfung stehen. Sicher kann man sich hinter einem Abkommen so lange "verschanzen", wie es eben läuft. Spätestens nach Ablauf dürfte es aber schwierig werden. Ob es politisch klug ist, sich einer Neuverhandlung zu verschließen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Und selbstverständlich ist mir bewusst, dass insbesondere die Luftverkehrswirtschaft aufgrund der globalen Struktur ein Wirtschaftsbereich ist, in dem es eine Vielzahl von einschränkenden Regeln geben muss. Meine Ausführungen beziehen sich daher erst einmal auf ganz allgemeine Grundsätze einer solchen Diskussion, die man trotz der Existenz sämtlicher Luftverkehrsabkommen (einschränkenden Regelungen) nicht so ganz außer Acht lassen sollte.

Das ist zwar alles schön und gut, nur leben wir in einer Sozialen Marktwirtschaft und nicht einer freien. Und in dieser hat der Staat unter anderem genau dann in die Wirtschaft einzugreifen, wenn es darum geht Marktteilnehmer zu schützen, u.a. im Wettbewerbssinne.
Beitrag vom 23.06.2026 - 12:42 Uhr
UserGB
User (1046 Beiträge)
Nach dieser Logik frage man sich, wozu überhaupt Verträge und Abkommen geschlossen werden, wenn man sie doch jederzeit kraft eigener Meinung gefälligst ignorieren können soll.

Wer spricht davon das 'Verträge und Abkommen ...gefälligst ignoriert' werden. Wer macht das?

Exakt diejenigen, die ohne Rücksicht auf die Entscheidungsbasis ihre Pro- oder Contrahaltung mit irrelevanten Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Verbraucherfreundlichekeit usw. diskutieren.

Wenn man auf Einhaltung der Regeln besteht heisst das im übrigen überhaupt nicht, dass man die Regeln als in Stein gemeisselt betrachtet.



Es ist jedoch völlig legitim (und in der Wirtschaft durchaus absolut normal) das man Verträge und Abkommen ab und an erneut verhandelt und ggfls. neu vereinbart/ vereinbaren kann (Sie erinnern sich sicher an des zwischen der USA und der EU vereinbarte Zollabkommen; haben die Amis einfach gekündigt

Natürlich ist das legitim. So wie es legitim ist, dass die Bundesrepublik auf Vertragstreue beharrt und keine Extrawürste braten will.


>und die EU hat das hinnehmen müssen und neu verhandelt...).

Die sind sich, realitätshalber zwangsweise, wenigstens einig geworden. Wo steht denn geschrieben, dass jede Verhandlung mit Einigkeit enden müsse? Die einen wollen, die anderen nicht. Patt.
Warum sollte Deutschland eine Schwächung seiner Position zustimmen? Was bekämen sie dafür? Hat hier trotz mehrfacher Hinweise noch keiner erklären können. Subjektiv empfundene Umstände wie mehr Anbieter sind nicht per se objektiv vorteilig. Nicht alles, was sich Kinder wünschen, nutzt ihnen auch.



Dürfen Sie an Ihrem Wohnort auch einfach so auch nur einen Stehimbiss eröffnen, bloss weil die Leute Appetit haben und Sie in die örtliche Handwerkerschaft investieren wollen, oder müssen Sie sich vielleicht nicht doch um eine Genehmigung bemühen?

Ja natürlich, und genau das versucht doch EK! Oder wollen die einfach den BER anfliegen und die Landung/ Abfertigung/ Rückflug 'erzwingen'!?

Ich kritisiere ja nicht, dass EK gerne noch mehr Flüge haben möchte, sondern dass die Diskutanten hier recht einseitig mit beschlagener Brille unterwegs sind.




Also diese 'Argumentation' ist nun aber völlig absurd!

Absurd finde ich die Diskussion hier. Nur weil manche meinen, eine zusätzliche Verbindung brächte einen zumindest potentiellen Nutzen, muss man nicht gleich sämtliche Schutzwälle löchern. Und Verkehrsabkommen sind nun mal solche Schutzwälle.

Ja, EK oder wer auch immer darf sich gerne bemühen, mehr Destinationen hier zu bekommen. Man kann gerne auch Argumente pro und contra diskutieren, gar keine Frage. Aber man sollte zumindest auf Gegenargumente eingehen und nicht, nur weil es einem passt, Ausnahmeregelungen fordern.

Hat hier schon irgendjemand die Gründe für die bestehende Regelungen thematisert? Nein. Aber deren Beseitigung gefordert. Das ist praktizierter Populismus.


Beitrag vom 23.06.2026 - 12:45 Uhr
UserX-Ray
User (947 Beiträge)
Ohne dass ich mich inhaltlich auf eine Seite der Diskussion stellen möchte, wundert mich Eines an dieser immer wieder aufkeimenden Diskussion doch ganz erheblich:

Es wird hier ständig darüber diskutiert (oder eher gestritten), ob eine Emirates-Anbindung an den BER für diesen oder für die Region Ost gesichert Vorteile bringe und deshalb geradezu ERFORDERLICH sei. Lassen wir dies einmal dahingestellt oder unterstellen sogar, dass dies NICHT der Fall ist. Es kann nämlich ebenso sein, dass keine Vorteile entstehen. Eine Anbindung dürfte daher keinesfalls GESICHERT VORTEILHAFT oder gar ERFORDERLICH sein. Ich denke, damit sollten sogar die Befürworter einer Anbindung übereinstimmen, da man das kaum anders sehen kann. In dem Punkt, über den hier die ganze Zeit gestritten wird (Bringt eine Anbindung Vorteile oder nicht?), sollten sich also irgendwie alle einig sein.

Jedoch kommt es auf dieses inhaltliche Argument gar nicht an. Denn wir leben in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung

Eine recht einseitige Argumentation. Wie sieht es denn mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus?

und einer FREIEN Marktwirtschaft.

Nein. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, in der man dem freien Markt gewisse soziale Leitplanken gesetzt hat. Es stimmt natürlich, dass die Verhältnisse weltweit verschieden sind, und in einem globalen Geschäft wie der Luftfahrt kann man diese Unterschiede bis zu einem gewissen Punkt auch kompensieren. Wenn diese sozialen Merkmale beim Gegenüber allerdings völlig fehlen und dieser noch dazu über unbegrenzte finanzielle Ressourcen verfügt, dann ergibt sich eine Schieflage im Wettbewerb, die sie nicht mehr ausgleichen können. Darum geht es hier.

Beide Grundsätze sind vor allem dadurch geprägt, dass nicht die Freiheit (das tun zu können, was man will) gerechtfertigt werden muss. Vielmehr muss jegliche Einschränkung der Freiheit begründet werden und erforderlich sein.

Die entscheidende Frage in "unserer" Welt lautet daher eben gerade nicht, ob es Argumente gibt, die einen Markteintritt von Emirates vorrangig vorteilhaft erscheinen lassen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr ob es ZWINGENDE Gründe gibt, die es rechtfertigen, den Markteintritt entgegen den geltenden Prinzipien der freien Marktwirtschaft zu VERHINDERN. Die Frage ist also, ob es ERFORDERLICH ist, Emirates mittels eines politischen Einschreitens weiterhin auf 4 Anflugziele zu beschränken. Denn die Beschränkung auf 4 Anflugziele sind nicht etwa der einer freien Marktwirtschaft zu gründe liegende Status Quo, sondern es handelt sich um eine bereits seit vielen Jahren anhaltende Beschränkung der freien Marktwirtschaft. Ganz offensichtlich gab es hierfür einmal rechtfertigende Gründeeinmal; sonst wäre das bestehende "Abkommen" (besser: einseitige Beschränkung) nicht durchgesetzt worden. Ob dies heute noch zeitgemäß ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Jedenfalls muss diese Frage von Zeit zu Zeit neu beurteilt werden. An dieser Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen, dasmir ggf. der Überblick über alle relevanten Faktoren fehlt.

Es ist aber im Ergebnis wichtig zu verstehen, dass es für die rechtliche Entscheidung allein darauf ankommt, ob eine Einschränkung (noch immer) ERFORDERLICH im Rechtssinne ist. Die ständige Diskussion um vermeintliche Vorteile für die Region, die vermeintlich mangelnde Rentabilität einer weiteren Anbindung, bereits existenter Alternativen etc. gehören allein in den Bereich politischer Stimmungsmache (regionale Wählerakquise) und des Schutzes wirtschaftlicher Interessen bereits vorhandener Marktteilnehmer (Lobbyismus).

Ich vermute, dass es in unserem aktuellen Marktumfeld schwierig wird, eine Einschränkung noch immer rechtlich begründen zu können. Es dürfte allein die "Bastion" des Luftverkehrsabkommens gegen eine erneute Prüfung stehen. Sicher kann man sich hinter einem Abkommen so lange "verschanzen", wie es eben läuft. Spätestens nach Ablauf dürfte es aber schwierig werden. Ob es politisch klug ist, sich einer Neuverhandlung zu verschließen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Und selbstverständlich ist mir bewusst, dass insbesondere die Luftverkehrswirtschaft aufgrund der globalen Struktur ein Wirtschaftsbereich ist, in dem es eine Vielzahl von einschränkenden Regeln geben muss. Meine Ausführungen beziehen sich daher erst einmal auf ganz allgemeine Grundsätze einer solchen Diskussion, die man trotz der Existenz sämtlicher Luftverkehrsabkommen (einschränkenden Regelungen) nicht so ganz außer Acht lassen sollte.



Beitrag vom 23.06.2026 - 13:09 Uhr
UserTino Riva
User (129 Beiträge)
Ohne dass ich mich inhaltlich auf eine Seite der Diskussion stellen möchte, wundert mich Eines an dieser immer wieder aufkeimenden Diskussion doch ganz erheblich:

Es wird hier ständig darüber diskutiert (oder eher gestritten), ob eine Emirates-Anbindung an den BER für diesen oder für die Region Ost gesichert Vorteile bringe und deshalb geradezu ERFORDERLICH sei. Lassen wir dies einmal dahingestellt oder unterstellen sogar, dass dies NICHT der Fall ist. Es kann nämlich ebenso sein, dass keine Vorteile entstehen. Eine Anbindung dürfte daher keinesfalls GESICHERT VORTEILHAFT oder gar ERFORDERLICH sein. Ich denke, damit sollten sogar die Befürworter einer Anbindung übereinstimmen, da man das kaum anders sehen kann. In dem Punkt, über den hier die ganze Zeit gestritten wird (Bringt eine Anbindung Vorteile oder nicht?), sollten sich also irgendwie alle einig sein.

Jedoch kommt es auf dieses inhaltliche Argument gar nicht an. Denn wir leben in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung

Eine recht einseitige Argumentation. Wie sieht es denn mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus?

und einer FREIEN Marktwirtschaft.

Nein. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, in der man dem freien Markt gewisse soziale Leitplanken gesetzt hat. Es stimmt natürlich, dass die Verhältnisse weltweit verschieden sind, und in einem globalen Geschäft wie der Luftfahrt kann man diese Unterschiede bis zu einem gewissen Punkt auch kompensieren. Wenn diese sozialen Merkmale beim Gegenüber allerdings völlig fehlen und dieser noch dazu über unbegrenzte finanzielle Ressourcen verfügt, dann ergibt sich eine Schieflage im Wettbewerb, die sie nicht mehr ausgleichen können. Darum geht es hier.


Sie haben völlig recht.
Aber muß man über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird?
Es ist doch jede Woche die gleiche elendige Diskussion hier mit immer denselben Argumenten von denselben Leuten. Einfach ermüdend...

Dieser Beitrag wurde am 23.06.2026 13:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.06.2026 - 14:52 Uhr
UserEricsson
User (2 Beiträge)
Es trifft zu, dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben. Es ist jedoch gleichwohl eine freie Marktwirtschaft. Es bleibt also dabei, dass der Eingriff zu rechtfertigen ist und nicht das Ausüben der Tätigkeit an sich. Und das existierende Abkommen stellt einen solchen Eingriff dar. Scheinbar war dieser erforderlich. Ob er es - eine Neubewertung unterstellt - noch immer wäre, darf gern diskutiert werden. Daran ist nichts einseitig. Was aber auch klar ist: Die immer wieder kommenden Streitigkeiten um die Frage, ob entsprechende Flüge rentabel zu betreiben wären oder ob sie für die Region erforderlich sind, sind allenfalls ganz am Rande der Betrachtung von Relevanz. Ob die hiesige (Luftverkehrs)Wirtschaft vor Emirates geschützt werden muss und ob dieses Ziel allein mit dem anhaltenden Aussperren als mildestes Mittel erreicht werden kann dürften die deutlich relevanteren Fragen sein. Jedenfalls, wenn man sich einer von Populismus und einzelnen Interessen losgelösten Entscheidung annähern. Wenn wir schon die angeblich nicht vorhandenen Rechtsordnung in den VAE anprangern, sollten wir uns wenigstens an hiesige Rechtsgrundsätze halten. Ob einem selbst das Ergebnis dann passt oder ob es den eigenen Interessen dient, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Und nur zur Klarstellung. In der Sache selbst bin ich mir auch nicht sicher, ob ich eine Anbindung befürworte oder nicht. Ich hoffe nur, dass man die Entscheidung nicht basierend auf Lobbyismus sondern auf Basis rechtsstaatlich nachvollziehbarer Erwägungen fällt.
Beitrag vom 23.06.2026 - 15:08 Uhr
UserVB
User (494 Beiträge)
Ob die hiesige (Luftverkehrs)Wirtschaft vor Emirates geschützt werden muss [...]

Das bedeutet: die hiesige Luftverkehrswirtschaft ist gleich Lufthansa und die Flughäfen Frankfurt und München. Dass diese sich gegen eine Erweiterung der Rechte von Emirates in Stellung bringen ist rational nachvollziehbar.

Ansonsten: die deutsche Luftverkehrswirtschaft besteht noch aus mehr. Allen voran natürlich Airbus, die gerne bereitwillig die Großbestellungen vom Golf entgegen nimmt. Aber auch z. B. Condor - warum hört man von denen eigentlich nichts? In deren von Selbstzahlern geprägten Marktumfeld dürfte Emirates doch deutlich mehr Auswirkungen haben auf Relationen wie BER-FRA-BKK.

Dass für das Einzugsgebiet vom BER eine Anbindung von Emirates fast nur Vorteile hat liegt ja irgendwie auf der Hand. Lufthansa-Arbeitsplätze gehen da kaum verloren (wenn denn überhaupt welche verloren gehen). Und wenn man eine Anbindung des Hauptstadtflughafens mit der weltgrößten Langstrecken-Airline als "bling bling" oder so bewertet - keine Ahnung, was man darauf antworten soll. Emirates ist in weiten Teilen der Welt der Standard und das hat für die Sichtbarkeit einer Region schon einen Unterschied, ob man von der weltgrößten Langstrecken-Airline angebunden ist oder nur über Hub-Zubringer der leider eher unzuverlässigen Lufthansa.

Und ja, Qatar Airways fliegt auch zu ähnlichen Zielen. Warum fliegt Lufthansa eigentlich Fluggäste von Indien in die USA? Von Indien aus kann man doch alles mit der Air India + US-Partner erreichen.
Beitrag vom 23.06.2026 - 15:30 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1545 Beiträge)
1. Es geht natürlich um die Konnektivität. Ich kann auch sagen, dass ich mit Condor/Air Transat überall prima hinkommen. Wenn sie bsp. 2 mal die Woche nach Vancouver/Toronto fliegen, soll ich dann meine Termine so legen, dass es passt? Sicher nicht.
Sie wissen es: Sie müssen nicht mit Condor/Air Transat fliegen! Z.B. LH(G) bietet viele tägliche Verbindungen ab BER an. Bauen Sie keinen Popanz auf! Aber natürlich können Sie das sagen....wenn Sie gerne mit DE fliegen.
2. Hier wird eine Angst vor einem täglichen Flug von Emirates aufgebaut, als wenn es bei der LH dann Massenentlassungen geben würde. Wird es nicht.
Hat auch niemand behauptet. Oder haben Sie andere Quellen. Und welche Verbindung Richtung Osten könnten Sie mit EK fliegen, die von QR nicht angeboten wird?
Wie @ GB schreibt: "Absurd finde ich die Diskussion hier. Nur weil manche meinen, eine zusätzliche Verbindung brächte einen zumindest potentiellen Nutzen, muss man nicht gleich sämtliche Schutzwälle löchern. Und Verkehrsabkommen sind nun mal solche Schutzwälle."
In der Tat, eine völlig absurde Diskussion, die sich letztlich nur um persönliche Befindlichkeiten (man würde ja so gerne mit EK ab BER fliegen, weil die soo toll sind) dreht, wobei vermeintlich volkswirtschaftliche Argumente vorgeschoben werden.



Dieser Beitrag wurde am 23.06.2026 15:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.06.2026 - 15:47 Uhr
UserJochen Hansen
User (344 Beiträge)
1. Es geht natürlich um die Konnektivität. Ich kann auch sagen, dass ich mit Condor/Air Transat überall prima hinkommen. Wenn sie bsp. 2 mal die Woche nach Vancouver/Toronto fliegen, soll ich dann meine Termine so legen, dass es passt? Sicher nicht.
Sie wissen es: Sie müssen nicht mit Condor/Air Transat fliegen! Z.B. LH(G) bietet viele tägliche Verbindungen ab BER an. Bauen Sie keinen Popanz auf! Aber natürlich können Sie das sagen....wenn Sie gerne mit DE fliegen.
2. Hier wird eine Angst vor einem täglichen Flug von Emirates aufgebaut, als wenn es bei der LH dann Massenentlassungen geben würde. Wird es nicht.
Hat auch niemand behauptet. Oder haben Sie andere Quellen. Und welche Verbindung Richtung Osten könnten Sie mit EK fliegen, die von QR nicht angeboten wird?
Wie @ GB schreibt: "Absurd finde ich die Diskussion hier. Nur weil manche meinen, eine zusätzliche Verbindung brächte einen zumindest potentiellen Nutzen, muss man nicht gleich sämtliche Schutzwälle löchern. Und Verkehrsabkommen sind nun mal solche Schutzwälle."
In der Tat, eine völlig absurde Diskussion, die sich letztlich nur um persönliche Befindlichkeiten (man würde ja so gerne mit EK ab BER fliegen, weil die soo toll sind) dreht, wobei vermeintlich volkswirtschaftliche Argumente vorgeschoben werden.



Einfach mal das Interview von Tim Clark aus dem Adlon lesen, da beschreibt er konkret an Beispielen, welche Verbindungen durch einen Vorteil generieren würden, den QR/TK heute nicht liefern können.
Die IHK/Messe/Visit Berlin haben mehrmals aufgeführt, welche Mindereinnahmen Berlin hat, durch die unzureichenden Verbindungen. Einfach mal Burghardt Kieker fragen ;-)

Wenn man hier in die Vollen geht, sollte man sich auch damit Beschätigen ????
Beitrag vom 23.06.2026 - 16:27 Uhr
UserHeinzi
User (551 Beiträge)
Interessant an der ganzen Diskussin ist, dass es zu Hochzeiten (80er Jahre) die LH war, die gefordert hatte alle kabotagefreiheiten aufzuheben und fliegen zu dürfen wie sie Lust hat. Heute, wo aus denn dicksten Dingern kleine Bälle geworden sind, heult man rum.
Andererseits muss man allerdings auch einmal feststellen, dass die ME3 z.B. einer LH nichts an eigenem Markt zahlenmäßig zu bieten haben. Überall auf der Welt wird nur abgesaugt, ohne damit Geld verdienen zu müssen. Der Gewinn muss als Mischkalkulation dessen aufgehen, der ohnehin Eigentümer aller an der Reise beteiligten Profitcenter ist. Egal, ob Airline, Dutyfree, Hotels etc. . Insofern darf da sicher einmal gefragt werden, ob man diese Art des Geschäftsmodells zum Schutz der heimischen Industrie beschränkt werden kann. Das Argument, LH könne ja gerne auch von DXB in die Welt weiter transportieren, außer nach FRA, zieht da natürlich recht wenig. Letztlich geht es um vielleicht 300 Pa täglich, allerdings zu den ohnehin schon 1200,1500, oder wieviel tatsächlich, bei halbleeren Fliegern. Es wird insgesamt Zeit dass man Deutschland aufhört zuzusehen, wie Unternehmen ganz, oder teilweise ins Ausland verkauft und dadurch Schlüsselindustrien, bis hin zur Rüstung, anderen Ländern in den Schoß gelegt werden. Niemand derer Nationen, die sich hier bedienen, wäre so dumm zuzusehen, wenn dies in Ihren Heimatländern passiert. Nur wir schauen zu. Die jetzige Forderung der EK ist nur ein weiteres Beispiel.
Beitrag vom 23.06.2026 - 17:15 Uhr
UserJochen Hansen
User (344 Beiträge)
Interessant an der ganzen Diskussin ist, dass es zu Hochzeiten (80er Jahre) die LH war, die gefordert hatte alle kabotagefreiheiten aufzuheben und fliegen zu dürfen wie sie Lust hat. Heute, wo aus denn dicksten Dingern kleine Bälle geworden sind, heult man rum.
Andererseits muss man allerdings auch einmal feststellen, dass die ME3 z.B. einer LH nichts an eigenem Markt zahlenmäßig zu bieten haben. Überall auf der Welt wird nur abgesaugt, ohne damit Geld verdienen zu müssen. Der Gewinn muss als Mischkalkulation dessen aufgehen, der ohnehin Eigentümer aller an der Reise beteiligten Profitcenter ist. Egal, ob Airline, Dutyfree, Hotels etc. . Insofern darf da sicher einmal gefragt werden, ob man diese Art des Geschäftsmodells zum Schutz der heimischen Industrie beschränkt werden kann. Das Argument, LH könne ja gerne auch von DXB in die Welt weiter transportieren, außer nach FRA, zieht da natürlich recht wenig. Letztlich geht es um vielleicht 300 Pa täglich, allerdings zu den ohnehin schon 1200,1500, oder wieviel tatsächlich, bei halbleeren Fliegern. Es wird insgesamt Zeit dass man Deutschland aufhört zuzusehen, wie Unternehmen ganz, oder teilweise ins Ausland verkauft und dadurch Schlüsselindustrien, bis hin zur Rüstung, anderen Ländern in den Schoß gelegt werden. Niemand derer Nationen, die sich hier bedienen, wäre so dumm zuzusehen, wenn dies in Ihren Heimatländern passiert. Nur wir schauen zu. Die jetzige Forderung der EK ist nur ein weiteres Beispiel.

Interessant ist, auf welchem Niveau sich mittlerweile für ein fuckin Daily Ex BER unterhalten wird, da sprechen sich die Minister der Ostdeutschen Ministerkonferenz dafür aus.
Hessen/Bayern/LH und das Lufthansaverkehrsministerium halten dagegen.
Da fragt man sich ob der Aufwand/Nutzen sich lohnt? Auf jeden Fall kann Emirates immer als "wir dürfen ja nicht” und Lufthansa als "wir wollen nicht, aber andere sollen nicht dürfen” eingeht.
Wenn man bedenkt, welchen Schaden die Marke Lufthansa mittlerweile davon trägt, ist es verwunderlich, dass man diesen Flug nicht einfach zulässt. Denn LH hat lokal einen Ruf wie Ryanair (nur fordern und nichts machen) und die potentiellen Arbeitsplätze verlieren sie so auch.