Beitrag vom 20.01.2025 - 19:32 Uhr
einen dritten Absturz einer 737 MAX aufgrund eines systemischen Fehlers nicht mehr geben wird.
Dieser systemische Fehler wurde durch die Veränderung genau dieser Systeme ausgeschlossen. Es ist nicht mehr das gleiche System. Man kann Boeing ja nicht mögen (was man bei einigen hier sieht), aber man sollte nicht so tun, als wäre das noch das identische Flugzeug und als hätte nur die FAA das "durchgewunken". Die EASA hat auch drauf geguckt, und China (sogar sehr lange), und Russland und und und. Und - wie gesagt- gerade letztere hätten die USA/Boeing gerne bloß gestellt- aber sie haben nichts gefunden.
Dieser Beitrag wurde am 20.01.2025 19:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.01.2025 - 19:41 Uhr
Sollte die Umsetzung im vorgegebenen technischen Rahmen aber wirklich nicht möglich sein, werden nach aktueller Regelung die -9 und 10 nicht zugelassen und die temporäre Zulassung der MAX8 erlischt wieder.
Für mich liest sich das so, dass der dritte / virtuelle Sensor erst dann verpflichtend wird, wenn (!) die Max 10 zugelassen wird. Wird diese nicht zugelassen (weil das System nicht funktioniert), wird dieser Sensor meinem Verständnis nach auch nicht verpflichtend.
Außerdem:
Dazu passt auch die Aussage:
"Die modifizierte Flugsteuerung sei aber auch ohne den Extrasensor "ausreichend sicher" für eine Wiederzulassung, sagte Ky." Vgl:
https://www.aero.de/news-37284/EASA-will-737-MAX-in-Kuerze-freigeben.html
Zudem:
"Der zunächst von der EASA geforderte dritte AoA-Sensor steht nicht im Pflichtenheft"
https://www.aero.de/news-37753/EASA-ist-mit-der-737-MAX-strenger.html
Woher also die Behauptung, dass die Zulassung "vorläufig" ist?
Dieser Beitrag wurde am 20.01.2025 19:45 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 20.01.2025 - 20:14 Uhr
>d@ni!3l
Welch ein polemischer Nonsense @responsive.
Wenn ich mir Deine Komentare durchlese, frag ich mich wer hier polemischen Nonsens verbreitet.
Mit der Vergesslichkeit könntest auch bei der Produktoptimierung (oder Preisoptimierung) bei Boeing arbeiten. Ist nicht die 737 erst im Januar 2024 an einer Katastophe bvorbeigeschrammt? Mit Glück gab es keine Toten und verletzten.
Beitrag vom 20.01.2025 - 20:26 Uhr
>d@ni!3l
Welch ein polemischer Nonsense @responsive.
Wenn ich mir Deine Komentare durchlese, frag ich mich wer hier polemischen Nonsens verbreitet.
Mit der Vergesslichkeit könntest auch bei der Produktoptimierung (oder Preisoptimierung) bei Boeing arbeiten. Ist nicht die 737 erst im Januar 2024 an einer Katastophe bvorbeigeschrammt? Mit Glück gab es keine Toten und verletzten.
Naja, ich vertraue den Experten und Behörden bei der Zulassung. Du / ihr glaubt mehr zu wissen als die Behörden, was sicher ist und was nicht. Kennt keine Zeile Quellcode, aber "wisst", dass da Fehler drin sind. Woher? Finde ich einfach ne mutige Behauptung und wem sollte man im Zweifel eher glauben? Beweis(t) der FAA und EASA doch, dass die falsch liegen. Gelingt das nicht haben die recht. Die Millionen Flüge seit der Wiederzulassung geben der FAA/EASA/Transport Canada usw. auch recht.
"Einmal mist, immer Mist". Dass es in der Zwischenzeit Modifikationen gab? Egal, tun wir mal so als gäbe es die nicht - Stichwort "Vergesslichkeit". Und genau das nenne ich "polemisch". Fehler aus der Vergangenheit in die Zukunft zu projizieren, obwohl es daran Veränderungen gab...
Dieser Beitrag wurde am 20.01.2025 20:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.01.2025 - 21:12 Uhr
Ab dem zweiten Los sei die 737 MAX 10 als möglicher A321-Ersatz auch unter dem Gesichtspunkt Reichweite "natürlich interessant".
Hat der Cheffe von EW sich überhaupt mal die Leistungsdaten der -10 angeschaut? Die hat mit Abstand die kürzeste Reichweite aller MAXe (5.960km) und schafft z.B. DXB erst gar nicht.
Beitrag vom 20.01.2025 - 21:17 Uhr
einen dritten Absturz einer 737 MAX aufgrund eines systemischen Fehlers nicht mehr geben wird.
Dieser systemische Fehler wurde durch die Veränderung genau dieser Systeme ausgeschlossen. Es ist nicht mehr das gleiche System. Man kann Boeing ja nicht mögen (was man bei einigen hier sieht), aber man sollte nicht so tun, als wäre das noch das identische Flugzeug und als hätte nur die FAA das "durchgewunken". Die EASA hat auch drauf geguckt, und China (sogar sehr lange), und Russland und und und. Und - wie gesagt- gerade letztere hätten die USA/Boeing gerne bloß gestellt- aber sie haben nichts gefunden.
Der Systemischer Fehler wurde nur ins Gegenteil verschoben.
Vorher: 1 Sensor, 1 Auswertung, Fehler = MCAS drückt den Flieger in den Boden
Jetzt: 2 Sensoren, gleichzeitige Auswertung, Fehler = MCAS deaktiviert sich und somit kann die Maschine nach oben in den Stall nicken.
Diese kleinere Risiko wurde vorerst akzeptierte
Gut ist das aber trotzdem nicht.
Beitrag vom 20.01.2025 - 21:31 Uhr
Bisschen lustig, wie viele Sensorik-Experten sich hier tummeln. Hoffentlich lest ihr euch nicht in die Dokumentation und die Presseberichte aus den 90ern über den 320 ein. Dann bleibt euch am Ende nämlich auf Kurzstrecke nur noch der ICE. Wobei kann man den ICE Radreifen wirklich mittlerweile vertrauen???
Beitrag vom 20.01.2025 - 21:59 Uhr
einen dritten Absturz einer 737 MAX aufgrund eines systemischen Fehlers nicht mehr geben wird.
Dieser systemische Fehler wurde durch die Veränderung genau dieser Systeme ausgeschlossen. Es ist nicht mehr das gleiche System. Man kann Boeing ja nicht mögen (was man bei einigen hier sieht), aber man sollte nicht so tun, als wäre das noch das identische Flugzeug und als hätte nur die FAA das "durchgewunken". Die EASA hat auch drauf geguckt, und China (sogar sehr lange), und Russland und und und. Und - wie gesagt- gerade letztere hätten die USA/Boeing gerne bloß gestellt- aber sie haben nichts gefunden.
Der Systemischer Fehler wurde nur ins Gegenteil verschoben.
Vorher: 1 Sensor, 1 Auswertung, Fehler = MCAS drückt den Flieger in den Boden
Jetzt: 2 Sensoren, gleichzeitige Auswertung, Fehler = MCAS deaktiviert sich und somit kann die Maschine nach oben in den Stall nicken.
Diese kleinere Risiko wurde vorerst akzeptierte
Gut ist das aber trotzdem nicht.
So ist es. Ich hatte deshalb auch explizit von "EINEM" systemischen Fehler geschrieben, nicht von dem, der bei Lionair 610 und Ethiopian 302 auftrat. Und noch einmal: Ich hoffe ernsthaft, dass ein solcher nie wieder zu einem Crash eines Flugzeuges dieses Musters führt. Die 737 MAX reizt das technische Grundkonzept der 737 aus - und wenn man sich die einschlägigen Berichte vieler Experten und die Statements der Zertifizierungsbehörden durchliest gewinnt man zuweilen den Eindruck: überreizt es zumindest punktuell.
Dieser Beitrag wurde am 20.01.2025 22:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:06 Uhr
@d@ni!3,
im Grunde wurde nur der Eingriff in kritischen Situationen geschwächt bzw. übersteuerbar ausgelegt,
weil das System (Software, Computer, Sensoren) es nicht anders zulässt.
Die Entwickler der Software wussten nicht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der Eingriff in die Steuerung nicht in eine Katastrophe enden wird?
Falls alles ganz normal abläuft, fällen keine MAX, NG oder NEO vom Himmel. Reicht das?
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:11 Uhr
So ist es. Ich hatte deshalb auch explizit von "EINEM" systemischen Fehler geschrieben, nicht von dem, der bei Lionair 610 und Ethiopian 302 auftrat. Und noch einmal: Ich hoffe ernsthaft, dass ein solcher nie wieder zu einem Crash eines Flugzeuges dieses Musters führt. Die 737 MAX reizt das technische Grundkonzept der 737 aus - und wenn man sich die einschlägigen Berichte vieler Experten und die Statements der Zertifizierungsbehörden durchliest gewinnt man zuweilen den Eindruck: überreizt es zumindest punktuell.
Vor allem dieser Punkt ist es: das technische Grundkonzept ist einfach überreizt und stellt somit letztlich ein Risiko dar.
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:22 Uhr
Das erinnert hier an die quasi religiös geführten Debatten während Corona, wo jeder der auch nur mal eine Impfung gesehen hat sich dazu berufen gefühlt hat Experten zu widersprechen....
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:26 Uhr
Wir können auch einfach die Diskussion darüber stoppen ob die 737MAX sicher ist. Offensichtlich funktioniert das Flugzeug gut, gleichzeitig kann man nicht weg diskutieren, dass die Redundanz in einigen Systemen erschreckend dünn ausgelegt ist.
Am Ende geht es auch nicht darum ob die MAX nun sicher ist oder nicht. Es geht im das Vertrauen welches ein kleiner Teil in die MAX eben nicht hat. Den meisten Passagieren ist es völlig egal in welchem Flugzeug sie sitzen. Bei der MAX hat Boeing für Interessierte aber einfach zu oft ins Klo gegriffen, zu viele Dinge vorsetzlich und grob fahrlässig in Kauf genommen und damit viele Menschenleben aufs Spiel gesetzt und leider auch einige beendet. Für mich persönlich reicht das aus um nicht in eine MAX einzusteigen, aber das darf ja jede für sich selbst entscheiden. Es gibt gute Gründe warum viele große Unternehmen jedes Jahr viele Milliarden in Marketing, Werbung, Produktplatzierungen... investieren. Bei Boeing ist das Image der MAX eben dahin, und nur weil evtl. ein tolle Softwarepatch aufgespielt wurde ist es dann auch nicht schlagartig wieder da. Da gehört mehr dazu, vor allen Dingen viele Jahre Qualitätsarbeit um solch grobe Fehlentscheidungen vergessen zu machen. Schaue ich mir nun die Meldungen zur MAX oder zu Boeing im allgemeinen für die letzten 5 Jahre an hat sich da nichts in eine Richtung entwickelt die das Image wieder aufpolieren würde. Es wird weiter gefriemelt und versucht durch Trickserei und Lobbyarbeit Ziele zu erreichen als durch Qualitätsarbeit.
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:27 Uhr
Das erinnert hier an die quasi religiös geführten Debatten während Corona, wo jeder der auch nur mal eine Impfung gesehen hat sich dazu berufen gefühlt hat Experten zu widersprechen....
Nun: Ihre Argumentation beruht in weiten Teilen eben auch auf "glauben" und "hoffen". Wenn denn die FAA und die EASA schon früher so gearbeitet hätten wie sie jetzt angegeben, getan zu haben, wäre wohl niemand gestorben bzw. hätte kein Panel den Flieger verlassen. Was lässt sie glauben, dass es jetzt anders geschehen ist?
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:29 Uhr
Ja, gab es aber schon immer ... Klassiker auf der Besucherterasse - "der Flieger kommt aus Australien" - nein - es war OS aus Wien. Aber mit welcher Vehemenz die Behauptung aufrecht erhalten wurde gegenüber Umstehenden ...
Heute haben wir das Internet und es ist leichter Behauptungen aufzustellen, als sie verständlich zu widerlegen.
Beitrag vom 20.01.2025 - 22:34 Uhr
Das erinnert hier an die quasi religiös geführten Debatten während Corona, wo jeder der auch nur mal eine Impfung gesehen hat sich dazu berufen gefühlt hat Experten zu widersprechen....
Nun: Ihre Argumentation beruht in weiten Teilen eben auch auf "glauben" und "hoffen". Wenn denn die FAA und die EASA schon früher so gearbeitet hätten wie sie jetzt angegeben, getan zu haben, wäre wohl niemand gestorben bzw. hätte kein Panel den Flieger verlassen. Was lässt sie glauben, dass es jetzt anders geschehen ist?
Dann nimm mal ein anderes Beispiel als Boeing, was ggf emotional ist. Irgendein x-beliebiges Thema was potentiell sicherheitsrelevant ist und stell dir eine Debatte vor. Auf der einen Seite sitzt eine Jury aus Experten, deren Job es ist die Sicherheit bei sowas zu prüfen. Diese Jury ist crossfunktional aufgestellt, kommt an die Herstellerdaten, wird international unterstützt und auch die Kunden, deren Ã?berleben von dem Produkt angewiesen ist, sagen die vertrauen dem.
Dem gegenüber sitzt irgendein anonymer Typ, der das Produkt nur mal gesehen hat und einen Artikel darüber gelesen hat und der behauptet das Gegenteil. Kennt zwar keine technische Skizze, saß ggf nie drin und macht beruflich etwas ganz anderes.
Wem glaubst du?