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Beitrag 31 - 45 von 69
Beitrag vom 23.03.2025 - 11:50 Uhr
UserChristian159
User (1711 Beiträge)
Noch ein paar Gedanken von mir zur vermuteten Ergebnismanipulation:

Bei der Lufthansa läuft die Ergebnisrechnung wie folgt:

Jeder der 980.000 Flüge der LH Airlines wird â??gemonitortâ??. Das ist relativ einfach, man kennt ja die Anzahl der Passagiere, man weiß was der Direkt-Passagier bezahlt hat, Umsteigepassagiere werden mit einem Prorate bewertet (also aufgeteilt auf Zubringer und Langstrecke), die Zusatzerlöse, Ã?bergepäck blablabla. kennt man auch.

Mit den Kosten ist es ähnlich. Für jeden Flug kennt man der Treibstoffverbrauch, die Gebühren kennt man aus den Gebührenverordnungen. Hotelkosten sind auch bekannt. Bei den Crews weiß man, wieviel der gesamte Crewkörper kostet, man weiß, wie viele Stunden die im Jahr fliegen können und mit diesem Kostensatz werden dann, gemessen an der Flugdauer, die Kosten auf die Strecken verteilt.
Die Gemeinkosten, werden auch auf jeden einzelnen Flug runtergebrochen, so dass das Ergebnis des Flugs LH001 am 12. November 2024 auch einen Teil des Gehalts von Herrn Spohr beinhaltet.

Diese Ergebnisse für jeden einzelnen Flug sind natürlich auch wichtig für Zukunftsentscheidungen, schließlich will man ja wissen, ob sich ein Flug gelohnt hat oder ob man sich ein anderes Ziel überlegen muss. Manipulierte Ergebnisse würde da nicht helfen.

Diese 980.000 Flüge können dann aggregiert werden und ergeben dann ganz zum Schluß das Ergebnis der Fluggesellschaften der Lufthansa. Natürlich bei niedrigeren Aggregationsstufen die der einzelnen Airlines (oder Hubs oder Flughäfen wie CGN oder auch nach Flugzeugtypen oder alle Flüge zwischen 10:00 und 11:00 â?¦. was einen halt gerade so interessiert). Alles im Eigeninteresse der Menschen, die entscheiden oder aber auch nur diese Daten für ihre Arbeit benötigen (z.B. Flugplaner).

Diese Daten sind also schon einigen Mitarbeiter bekannt, ich schätze so 300 bis 400.

Wenn jetzt jemand glaubt, es gibt ein verborgenes Hinterzimmer mit einer kleine Gruppe von Leuten, die diese Ergebnisse auf den Kopf stellen, um eine bestimmte Airline â??an die Kandare zu nehmenâ??, dann überschätzt er die Lufthansa total. Eine derartige Manipulation würde sofort von irgendeinem unzufriedenen Mitarbeiter an die Presse durchgestochen werden. Glauben Sie die Lufthansa würde sich einem solchen Risiko aussetzen?

So wie ich die Lufthansa kennengelernt habe (und ich habe sie ziemlich gut kennengelernt), halte ich solche Manipulationsvorwürfe für theoretisch möglich, in der Praxis aber total abwegig, einfach wegen der Gefahr des "Durchstechens".

Das muss ich auch noch ergänzen, liegt mir schon lange auf der Seele:
Man liest hier auf Aero.de immer etwas von Informationen "aus Kreisen". Ich habe mich schon immer gefragt, was es mit diesen "Kreisen" so auf sich hat. Ich habe keine Ahnung. Kenne wohl auch keinen dieser Kreisläufer. Aber wenn es ominöse "Kreise" gibt, dann wüßten die mit Sicherheit einiges über Ergebnisverschiebungen zu berichten. Nur da hat man noch nie etwas gehört.

Dieser Beitrag wurde am 23.03.2025 14:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.03.2025 - 13:54 Uhr
UserChristian159
User (1711 Beiträge)
Es ist schon spannend, dass sich keiner mit der Frage nach der Lösung des Problems (= Gewinnrückgang) befasst!

Hier heißt es nur ...
- es gibt überhaupt kein Problem, dass einer Lösung bedarf oder
- Piloten haben das Recht, mit Ihren Kindern in den Sommerurlaub zu fahren, andere Meinungen sind herrlich realitätsfern oder
- Hat das Management seinerzeit in den Verhandlungen die Perspektiven/ Möglichkeiten so falsch eingeschätzt? ... oder
- Was ist denn bei den Gehaltsstrukturen konkret so viel anders (besser/niedriger) als bei LHA?

Aber ein paar Gedanken, wie man den Gewinnrückgang (egal wodurch er zustande kam) stoppen oder gar rückgängig machen kann, bringt hier niemand. Im Endeffekt geht es ja auch um Zukunftsfähigkeit, Investitionen in modernere Flugzeuge, mancher träumt ja von Investitionen in klimaneutrale Treibstoffe, um die Sicherung vor Arbeitsplätzen. Hier im Forum geht es anscheinend nur um Schuldzuweisung oder zu sagen, was alles nicht geht.
Beitrag vom 23.03.2025 - 14:08 Uhr
Usercontrail55
User (6145 Beiträge)
Was soll da auch kommen? Der Eine ist mit sich beschäftigt, der Rest mit Verschwörungstheorien.
Wie vorletzte Woche geschrieben, es macht sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit. Das LH Management scheint da agiler.
Beitrag vom 23.03.2025 - 14:20 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)
"Viel Wettbewerb, wenig Wachstum, maue Buchungen von Firmenkunden:..."

Trifft das die anderen Konzern- Airlines nicht auch!? Oder waren diese schon immer mehr auf 'touristische' PAXe ausgerichtet?

Hierzu haben Sie keine Meinung?

"...den 2023 abgeschlossenen Manteltarifvertrag "MTV6" mit Dienstregeln teilweise sogar wieder aufschnüren könnten."

Was mich daran wundert: 
dieser Vertrag ist nicht mal 2 Jahre alt und ist offensichtlich bereits wieder, aus Sicht der Arbeitgeber- Seite, nicht mehr tragfähig.
Das ist aber eine sehr einseitige Sicht. Vor ein paar Wochen war hier die Nachricht zu lesen, dass die VC zu Gesprächen eingelden hat (laut aero sogar "gefordert"), weil sie in der Ausgestaltung der TV Handlungsbedarf sieht.

Was ja aber doch von Seiten der VC darauf abzielt, daß die LHA die geschlossenen Vereinbarung nicht in dem Maße/Detail umsetzt, wie es vereinbart war.

Hat man seinerzeit in den Verhandlungen die Perspektiven/ Möglichkeiten so falsch eingeschätzt? So viel anders als heute, bis auf Trump, waren doch die Bedingungen auch 2023 nicht.
Auch das ist eine einseitige Sicht. U. a. die bestellten Flieger sind immer noch nicht da und das erhöht zusätzlichen den Margendruck. Die Airports lefern immer noch nicht was sie sollten (daher ja die Idee in MUC das teilweise selbst zu machen) usw. usw.

Da wären wir dann wieder bei der Diskussion: wer trägt dafür die Verantwortung. Die VC, und die von Ihnen vertretenen AN, sicher nicht. Aber die sollen dafür 'zahlen'.

Und auch die Entwicklung der viel beklagten Gebühren war doch bereits fix. Das zeugt alles nicht wirklich von unternehmerischer Weitsicht bei LHA, die aber doch vorhanden sein sollte. 
Sicher, ein paar Punkte hat man wohl eingepreist, andere waren nicht berechenbar. Die Entwicklungen Richtung Asien durch den Ukrainerkonflikt waren da gerade erst am Entstehen.

Sicher?
Also die Umwege um Russland waren damals schon in Kraft und das Russland- (und Ukraine-) Geschäft ausgesetzt.
Der Krieg begann am 24.02.2022.
Und:
auch das trifft die anderen Airlines (insbesondere LX und OS) genauso.

Das Thema Saisonalität ist aber schon länger auf der TV Tagesordnung, bisher konnte man da aber nicht die Lösung finden (auch in der Kabine nicht) Jetzt, wo der Druck aus vielen Richtungen größer wird, geht man es eben wieder an.

Das verstehe ich nicht? Warum hat man es denn seinerzeit 'aussen vor gelassen'?
Und, wie oben, auch das trifft doch die anderen Airlines ebenfalls. Oder ist dieses Detail bei diesen anders (besser) geregelt?

Btw.
Wenn es allerdings, im Gegensatz zu den anderen LHG- Airlines, eine viel zu grosse Kapazität - als man sie in seinem Markt absetzen kann - bei LHA gibt*, man also 'zu groß aufgestellt ist', dann bleibt doch über kurz oder lang nichts anderes als die Größe dem Markt anzupassen!? Das wäre doch die logische Konsequenz aus einem Rückgang der Nachfrage, welche ja nun offensichtlich der Fall ist.
Was dann logischerweise entsprechende Auswirkungen auch auf die notwendige Anzahl AN dieser Berufsgruppe hätte.

*und daraus dann natürlich eben auch quasi 'sinnlose' Kosten entstehen.


Dieser Beitrag wurde am 23.03.2025 15:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.03.2025 - 14:38 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)
Was soll da auch kommen? Der Eine ist mit sich beschäftigt, der Rest mit Verschwörungstheorien.

Wer ist der eine, wer der Rest?

Wie vorletzte Woche geschrieben, es macht sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit. Das LH Management scheint da agiler.

Gleichgültigkeit - bei wem macht die sich breit?

Agiler - Hühner die wild mit den Flügeln schlagen können trotzdem nicht fliegen!?

Vor jeder Maßnahme zur Verbesserung eines Geschäftsergebnisses sollte doch erstmal eine genaue, konkrete Ursachenanalyse über das schlechte Ergebnis stehen. Und dazu gehört eben auch eine gewisse Ehrlichkeit.
Eben z.B. warum läuft es in den anderen Geschäftsbereichen, die im selben Markt agieren und ähnlich aufgestellt sind, besser? Im Falle LX sogar viel besser?

Dazu ketzerisch gefragt:
LX entstand ja aus einer Insolvenz -
könnte man diesen Weg nicht auch für LHA andenken?
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
So wäre man eine Menge 'sinnlosen Ballast' auf einmal los.
Und dann eine LH 2.0.



Beitrag vom 23.03.2025 - 15:18 Uhr
UserChristian159
User (1711 Beiträge)
Schuldzuweisung scheint wichtiger zu sein als Lösungsmöglichkeiten. Das kennt man ja auch aus der Politik.

Zwei Vorstandsmitglieder wurden vorzeitig aus dem Vorstand entfernt (Markenführung & Nachhaltigkeit sowie Flotte & Technologie). Der AR schien mit den Leistungen dieser Personen nicht zufrieden gewesen zu sein. Man hat personelle Konsequenzen auf höchster Stelle gezogen. Natürlich hat man Verträge, die man geschlossen hat, erfüllt, was ja auch in den Augen vieler zu Kritik geführt hat.

Ist jetzt die Schuldfrage geklärt oder muss das jetzt noch vertieft werden?

Wie könnte jetzt die Lösung aussehen?

Die VC kann ja anscheinend kein Teil der Lösung sein, denn â??die tragen ja keine Verantwortung dafürâ??. Die Flugbegleiter tragen auch keine Verantwortung, müssen demnach auch nicht zur Lösung beitragen. Beim Bodenpersonal sieht es genau so aus.

Jetzt wird es ja richtig kompliziert!

Die die Verantwortung getragen haben sind ja weg, die können also auch nicht zur Lösung beitragen. Aber vielleicht ist ja der Herr Spohr und der Herr Niggemann auch schuld. Die müssen auch weg, dann werden die Gewinne schon wieder kommen.

Man könnte ja, wie vorgeschlagen, den Weg der Insolvenz gehen.
Das ist großartig â?¦ vor allen weil dieser Vorschlag der Problemlösung gerade von dem kommt, dem es immer so wichtig ist, dass â??alle genug zum Leben habenâ?? .... das ist schon bizarr. Na, die Stütze reicht zumindest zum Ã?berleben.

Man könnte sich kaputtlachen, wenn es nicht so traurig wäre!


Aber ich will schon eins positiv vermerken: Ich habe dreimal gefragt ob

diese Berufsgruppe (bzw. alle Berufsgruppen) einen Beitrag für das Turnaround-Programm leisten sollen (oder können oder wollen) oder ob dieser Berufsgruppe (bzw. allen Berufsgruppen) die Verluste egal sind, weil man glaubt, dafür nicht mitverantwortlich zu sein.

Wenigsten einer (@Jordan) konnte sich zu einer Antwort durchringen: Anscheinend nicht! Besser in Insolvenz gehen! Jedenfalls habe ich das so interpretiert. Aber wahrscheinlich - wie meistens - falsch :)

Dieser Beitrag wurde am 23.03.2025 15:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.03.2025 - 16:29 Uhr
UserLRBoeing
User (29 Beiträge)
Ich empfehle die genaue Lektüre der Zahlen in den Geschäftsberichten:

Die Stückkosten der LHA sind von 2023 auf 2024 konstant geblieben und liegen unter denen der SWISS.
Der Yield der LHA hat sich im Vergleich zu den Konzernschwestern dramatisch schlechter entwickelt seit 2019.
Die Irregkosten der LHA betrugen über 500 Mio Euro.

Ich denke daraus kann man gut seine Schlüsse ziehen, wo die Ursachen der Underperformance liegen - man muss es nur wollen��.
Beitrag vom 23.03.2025 - 17:12 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)


Aber ich will schon eins positiv vermerken: Ich habe dreimal gefragt ob

diese Berufsgruppe (bzw. alle Berufsgruppen) einen Beitrag für das Turnaround-Programm leisten sollen (oder können oder wollen) oder ob dieser Berufsgruppe (bzw. allen Berufsgruppen) die Verluste egal sind, weil man glaubt, dafür nicht mitverantwortlich zu sein.


Ich find es spannend, dass jedes Mal, wenn das Ergebnis unter â??Druckâ?? gerät, am Personal gespart werden soll. BTW das Ergebnis ist im Vergleich schlecht, weil es letztes Jahr so gut warâ?¦ Im Vergleich zum vorletzten Jahr sieht es weniger dramatischer aus ;-) Alles eine Frage der Relationenâ?¦

Dem Personal werden die â??Komplexitätenâ?? vorgehalten, die man selbst erzeugt oder mitverhandelt hat.

Zum Thema TZ: Auch hier hat LH Jahrezehnte lang tarifliche TZ selbstherrlich eingeschränkt und jedes Gerichtsverfahren zu dem Thema verloren. Anstatt proaktiv Personal einzustellen und mehr Kapazitäten zu erschaffen, hat man von Gerichten Fakten schaffen lassen. Und nun wird das dem Personal wieder vorgehalten. Um mal das Problem einzuordnen: Mit über zwanzig Jahren im Konzern habe ich KEINEN Tag im Jahr in den Ferien bekommen. Das kreide ich nicht den TZ Kollege:innen an, sondern der (Fehl-)Planung der Firma an!

Zum Thema MTV: �ber Jahre hat sich die Firma geweigert gesetzliche Regeln zu freien Tagen umzusetzen. Jetzt hat sie einen MTV mitunterschrieben, den sie erst nach Jahren umsetzen und gleichzeitig beschwert man sich, dass dieser Kapazitäten kostet. Was hat man denn die letzten Jahre gemacht???

Zum Thema Ergebniskosmetik: Natürlich wird hier niemand offensichtlich Gelder von links nach rechts und wieder zurück schieben. Das braucht man aber auch nicht, wenn die Verluste der mit unternehmerischen Freiheiten erschaffenen AOCs zur Komplexitätsreduzierung im LHA Ergebnis verschwinden. Weder Swiss, noch AUA leisten sich eine LH Cityairlines oder Discover�.

Zusätzlich wird die LHA mit jeder Strecke, die 4Y oder VL oder Dolomiti innerdeutsch übernimmt, ineffektiver, da die Umlaufstrukturen immer mehr Lücken aufweisen. 4 Stunden hier rum warten, dort Standby am Airport absitzen� Das macht keine andere Firma, die unter LH-Flugnummer durch die Gegend fliegt.

Und ja, da sehe ich den â??Unternehmerâ?? in einer klaren Bringschuld. Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch! Das gilt für COC, CAB und Boden gleichermaßen.

500Mio IRREG letztes Jahr alleine und hinzu kommen noch mal die gleich Summe, die noch nicht eingefordert worden ist.

Turnaround ist die neuste Kreation aus dem Management und die zigste Auflage der auszuquetschenden Zitrone. Das ist ein Teil des Jobs des Managements, insofern kann man sich getrost zurücklehnen und mal abwarten was noch so kommt.
Beitrag vom 23.03.2025 - 17:39 Uhr
UserChristian159
User (1711 Beiträge)


Aber ich will schon eins positiv vermerken: Ich habe dreimal gefragt ob

diese Berufsgruppe (bzw. alle Berufsgruppen) einen Beitrag für das Turnaround-Programm leisten sollen (oder können oder wollen) oder ob dieser Berufsgruppe (bzw. allen Berufsgruppen) die Verluste egal sind, weil man glaubt, dafür nicht mitverantwortlich zu sein.


Ich find es spannend, dass jedes Mal, wenn das Ergebnis unter â??Druckâ?? gerät, am Personal gespart werden soll. BTW das Ergebnis ist im Vergleich schlecht, weil es letztes Jahr so gut warâ?¦ Im Vergleich zum vorletzten Jahr sieht es weniger dramatischer aus ;-) Alles eine Frage der Relationenâ?¦

Dem Personal werden die â??Komplexitätenâ?? vorgehalten, die man selbst erzeugt oder mitverhandelt hat.

Zum Thema TZ: Auch hier hat LH Jahrezehnte lang tarifliche TZ selbstherrlich eingeschränkt und jedes Gerichtsverfahren zu dem Thema verloren. Anstatt proaktiv Personal einzustellen und mehr Kapazitäten zu erschaffen, hat man von Gerichten Fakten schaffen lassen. Und nun wird das dem Personal wieder vorgehalten. Um mal das Problem einzuordnen: Mit über zwanzig Jahren im Konzern habe ich KEINEN Tag im Jahr in den Ferien bekommen. Das kreide ich nicht den TZ Kollege:innen an, sondern der (Fehl-)Planung der Firma an!

Zum Thema MTV: �ber Jahre hat sich die Firma geweigert gesetzliche Regeln zu freien Tagen umzusetzen. Jetzt hat sie einen MTV mitunterschrieben, den sie erst nach Jahren umsetzen und gleichzeitig beschwert man sich, dass dieser Kapazitäten kostet. Was hat man denn die letzten Jahre gemacht???

Zum Thema Ergebniskosmetik: Natürlich wird hier niemand offensichtlich Gelder von links nach rechts und wieder zurück schieben. Das braucht man aber auch nicht, wenn die Verluste der mit unternehmerischen Freiheiten erschaffenen AOCs zur Komplexitätsreduzierung im LHA Ergebnis verschwinden. Weder Swiss, noch AUA leisten sich eine LH Cityairlines oder Discover�.

Zusätzlich wird die LHA mit jeder Strecke, die 4Y oder VL oder Dolomiti innerdeutsch übernimmt, ineffektiver, da die Umlaufstrukturen immer mehr Lücken aufweisen. 4 Stunden hier rum warten, dort Standby am Airport absitzen� Das macht keine andere Firma, die unter LH-Flugnummer durch die Gegend fliegt.

Und ja, da sehe ich den â??Unternehmerâ?? in einer klaren Bringschuld. Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch! Das gilt für COC, CAB und Boden gleichermaßen.

500Mio IRREG letztes Jahr alleine und hinzu kommen noch mal die gleich Summe, die noch nicht eingefordert worden ist.

Turnaround ist die neuste Kreation aus dem Management und die zigste Auflage der auszuquetschenden Zitrone. Das ist ein Teil des Jobs des Managements, insofern kann man sich getrost zurücklehnen und mal abwarten was noch so kommt.

Das ist endlich mal eine Antwort auf meine Frage. Das Management muss das regeln, ohne die Mitarbeiter zu belästigen.
Beitrag vom 23.03.2025 - 17:59 Uhr
UserChristian159
User (1711 Beiträge)
Ich empfehle die genaue Lektüre der Zahlen in den Geschäftsberichten:

Die Stückkosten der LHA sind von 2023 auf 2024 konstant geblieben und liegen unter denen der SWISS.

Also sind die Kosten nicht das Problem, oder?

Der Yield der LHA hat sich im Vergleich zu den Konzernschwestern dramatisch schlechter entwickelt seit 2019.

Dann scheint etwas mit der Nachfrage nicht zu stimmen, oder?

Die Irregkosten der LHA betrugen über 500 Mio Euro.

Auf Seite 36 steht, dass die Auswirkungen von Streiks das Ergebnis mit rund 450 Mio. EUR belasteten. Ist ein Teil der Irregkosten jetzt darin enthalten? Und: Sind Irregkosten eigentlich Kosten? Also ein Teil der Kosten, die Ihrer Recherche nach unter der Swiss liegen?

Ich denke daraus kann man gut seine Schlüsse ziehen, wo die Ursachen der Underperformance liegen - man muss es nur wollen��.

Warum ziehen Sie dann nicht die Schlüsse und teilen sie mit uns. Das würde vielleicht neue Aspekte in die Diskussion bringen.
Beitrag vom 23.03.2025 - 18:24 Uhr
UserLRBoeing
User (29 Beiträge)
Ich empfehle die genaue Lektüre der Zahlen in den Geschäftsberichten:

Die Stückkosten der LHA sind von 2023 auf 2024 konstant geblieben und liegen unter denen der SWISS.

Also sind die Kosten nicht das Problem, oder?

Der Yield der LHA hat sich im Vergleich zu den Konzernschwestern dramatisch schlechter entwickelt seit 2019.

Dann scheint etwas mit der Nachfrage nicht zu stimmen, oder?

Die Irregkosten der LHA betrugen über 500 Mio Euro.

Auf Seite 36 steht, dass die Auswirkungen von Streiks das Ergebnis mit rund 450 Mio. EUR belasteten. Ist ein Teil der Irregkosten jetzt darin enthalten? Und: Sind Irregkosten eigentlich Kosten? Also ein Teil der Kosten, die Ihrer Recherche nach unter der Swiss liegen?

Ich denke daraus kann man gut seine Schlüsse ziehen, wo die Ursachen der Underperformance liegen - man muss es nur wollen��.

Warum ziehen Sie dann nicht die Schlüsse und teilen sie mit uns. Das würde vielleicht neue Aspekte in die Diskussion bringen.


Ich will niemanden belehren - die Diskussion scheint mir auch zu emotional und überhitzt und zu wenig auf Fakten zu basieren.

Auf Seite 40 können Sie nachlesen, wie die Irregs verbucht werden und in den GBs 2019 der VJ wo deren Niveau vorher lag.

Es gibt auch diverse Quellen für Benchmarks um die Kostenpositionen der GuV einzuordnen.

Die Yieldentwicklung im Vergleich zu den Peers ist schon länger auffallend und man sollte sich Gedanken machen woher diese Differenz stammt und wie man hier aufschließen kann.


Beitrag vom 23.03.2025 - 19:29 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)

Turnaround ist die neuste Kreation aus dem Management und die zigste Auflage der auszuquetschenden Zitrone. Das ist ein Teil des Jobs des Managements, insofern kann man sich getrost zurücklehnen und mal abwarten was noch so kommt.

Das ist endlich mal eine Antwort auf meine Frage. Das Management muss das regeln, ohne die Mitarbeiter zu belästigen.

Das ist jetzt aber eine sehr verkürzte Zusammenfassung meines Beitrages, aber ich sehe ein, dass man es so verstehen kann.

Was wäre denn Ihr Vorschlag, was die Mitarbeiter â??gebenâ?? sollten? Welche â??Belästigungâ?? wäre denn für Sie angemessen? Es ist immer leicht von anderen Verzicht zu fordern, wenn es einen selbst nicht betrifft.
Ich erwarte tatsächlich, dass das Management, die Unternehmensführung das Unternehmen führt. Mag ja sein, dass dies heutzutage schon zu viel Erwartung ist�

Und ja, ich möchte nicht mit Effizienzsteigerungen (weniger freie Tage oder mehr arbeiten für das gleiche Geld) â??belästigtâ?? werden, solang dieses Management die gewonnene Effizienz dazu nutzt, um meinen Arbeitsplatz zu verlagern. Die Frösche mit der Trockenlegung des Teiches zu beauftragen, ist keine nachhaltige Strategie ;-) Been there, done that, war Sch..ße!
Beitrag vom 24.03.2025 - 07:31 Uhr
Usercontrail55
User (6145 Beiträge)


Aber ich will schon eins positiv vermerken: Ich habe dreimal gefragt ob

diese Berufsgruppe (bzw. alle Berufsgruppen) einen Beitrag für das Turnaround-Programm leisten sollen (oder können oder wollen) oder ob dieser Berufsgruppe (bzw. allen Berufsgruppen) die Verluste egal sind, weil man glaubt, dafür nicht mitverantwortlich zu sein.


Ich find es spannend, dass jedes Mal, wenn das Ergebnis unter â??Druckâ?? gerät, am Personal gespart werden soll.
Ich finde spannend, dass man in diesen Situation gerne das große Ganze ausblendet.
Kosten passen nicht zu den Erträgen oder vv. und man setzt ein Programm auf das zu ändern. Wenn man die Möglichkeiten der internen Medien nutzt, kann man dem Programm ziemlich gut folgen. 700 Punkte wurden bisher identifiziert, 100 sind bereits in der Mache. Dazu gehören Maßnahmen um die Erträge zu steigern und externe Zulieferer nachzuverhandeln. Ich arbeite gerade mit einem Bodendienstleister zusammen, da ist man schon mit Ideen aufgeschlagen.
Was und wie auf der Personalseite passieren soll, ist noch nicht mal in den Verhandlungen/Gesprächen, das geht erst gerade los. Aber gleich geht Personal in die Verteidigung, bei mir bitte nicht. Quatsch, eher ohne das Bitte. Das zeigt, welch dickes Brett da noch zu bohren ist.
Beitrag vom 24.03.2025 - 08:20 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)


Aber ich will schon eins positiv vermerken: Ich habe dreimal gefragt ob

diese Berufsgruppe (bzw. alle Berufsgruppen) einen Beitrag für das Turnaround-Programm leisten sollen (oder können oder wollen) oder ob dieser Berufsgruppe (bzw. allen Berufsgruppen) die Verluste egal sind, weil man glaubt, dafür nicht mitverantwortlich zu sein.


Ich find es spannend, dass jedes Mal, wenn das Ergebnis unter â??Druckâ?? gerät, am Personal gespart werden soll.
Ich finde spannend, dass man in diesen Situation gerne das große Ganze ausblendet.
Kosten passen nicht zu den Erträgen oder vv. und man setzt ein Programm auf das zu ändern. Wenn man die Möglichkeiten der internen Medien nutzt, kann man dem Programm ziemlich gut folgen. 700 Punkte wurden bisher identifiziert, 100 sind bereits in der Mache. Dazu gehören Maßnahmen um die Erträge zu steigern und externe Zulieferer nachzuverhandeln. Ich arbeite gerade mit einem Bodendienstleister zusammen, da ist man schon mit Ideen aufgeschlagen.
Was und wie auf der Personalseite passieren soll, ist noch nicht mal in den Verhandlungen/Gesprächen, das geht erst gerade los. Aber gleich geht Personal in die Verteidigung, bei mir bitte nicht. Quatsch, eher ohne das Bitte. Das zeigt, welch dickes Brett da noch zu bohren ist.

Alles sicher richtig, aber Sie können nicht wortgewaltig 'wegdiskutieren':

a. das es im Artikel um die Piloten geht ("Was der LH- Fitnessplan für die PILOTEN bedeutet")

b. es einen Vertrag betrifft, dessen Unterschriften nicht mal 2 Jahre alt sind

c. andere Flugbetriebe mit ähnlichen Bedingungen erfolgreicher arbeiten als die LHA

d. dies und viele anderen Fehlentwicklungen/Entscheidungen, vom Management/ der Konzernführung zu verantworten sind.
Beitrag vom 24.03.2025 - 09:18 Uhr
Usertop_pax
User (425 Beiträge)
Also mal ganz ehrlich, wollt ihr euch nicht privat zum diskutieren treffen.

Langsam nervt es nur noch, wie jeder den anderen von seiner Meinung überzeugen will.
Neues Thema immer die gleiche Leier. Wie bei allem im Leben, hat sicherlich jeder ein bisschen Recht, aber alles mit immer dem gleichen Grundgedanken tot zu reden NERVT!

ja, ich weiß.. ich muss das nicht lesen... nervt aber trotzdem!



Dieser Beitrag wurde am 24.03.2025 09:19 Uhr bearbeitet.