Community / / Lufthansa-Piloten machen sich streik...

Beitrag 61 - 75 von 86
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Beitrag vom 02.08.2022 - 01:52 Uhr
UserX-Ray
User (274 Beiträge)
Ist schon interessant, wie viele nur zu einem Thema schreibende Neuzugänge nicht nur dieses Luftfahrtforum rund um Streiks oder Streikankündigungen von Piloten immer wieder verzeichnet.

Alle auf der Linie der Arbeitgeber, manche möchten Gewerkschaften am liebsten gleich ganz verbieten.
So'n Zufall aber auch möchte man da glatt meinen :)

Selbiges war hier in naher Vergangenheit doch auch zu sehen, als es darum ging auf die Fehlplanungen des Mgmt. hinzuweisen... von daher würde ich das nicht zu hoch hängen oder irgendwelche Verschwörungen herbeireden.

Sie verwechseln aktive Öffentlichkeitsarbeit mit "Verschwörungen" :)
Da macht nur jemand seinen Job.

Wahrscheinlich mal wieder die berüchtigte Pressestelle der LH. Die hatten Sie hier vor einiger Zeit in ihrer phantasievollen Art ja schon mal ins Spiel gebracht.

Am Ende hat das was hier im Forum steht doch so eine geringe Reichweite, dass das den Aufwand nicht wert wäre.

Ja?
Ganz so viele Fach-Webseiten zum Thema Luftfahrt gibt es auch nicht mehr.

Oh ja, die Zahl der Aufrufe der einzelnen Diskussionen ist gigantisch. Manchmal sogar im vierstelligen Bereich...
Beitrag vom 02.08.2022 - 04:48 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)
Ist schon interessant, wie viele nur zu einem Thema schreibende Neuzugänge nicht nur dieses Luftfahrtforum rund um Streiks oder Streikankündigungen von Piloten immer wieder verzeichnet.

Alle auf der Linie der Arbeitgeber, manche möchten Gewerkschaften am liebsten gleich ganz verbieten.
So'n Zufall aber auch möchte man da glatt meinen :)

Selbiges war hier in naher Vergangenheit doch auch zu sehen, als es darum ging auf die Fehlplanungen des Mgmt. hinzuweisen... von daher würde ich das nicht zu hoch hängen oder irgendwelche Verschwörungen herbeireden.

Sie verwechseln aktive Öffentlichkeitsarbeit mit "Verschwörungen" :)
Da macht nur jemand seinen Job.

Da ich Bezug auf Ihre Thesen hier nehme, sagen Sie mit Ihrer Antwort quasi, dass Sie hier aktive Öffentlichkeitsarbeit machen?
Ich habe ja nicht die ganzen Beiträge hier als Verschwörung bezeichnet, sondern eher den Glauben, dass sich hier wirklich eine Pressestelle (der LH?) anmeldet um in einem Beitrag, der wenn das Thema komplett ausartet ein paar tausend mal geklickt wird.

BTW, vergessen Sie bei Ihrem Kommentar auch die ganzen Beiträge von den neuen Usern pro Streik und gegen das Management nicht. Die kommen dann wahrscheinlich von der VC?


Am Ende hat das was hier im Forum steht doch so eine geringe Reichweite, dass das den Aufwand nicht wert wäre.

Ja?
Ganz so viele Fach-Webseiten zum Thema Luftfahrt gibt es auch nicht mehr.

Jap… wen sollte man denn damit überzeugen? Die Piloten haben doch Ihre eigene Position und werden mit Sicherheit nicht, zumindest die meisten, so meine Vermutung, plötzlich Ihre Ziele vergessen, weil hier irgendein No-name onetime Schreiberling in einem anonymen Forum schreibt, dass er das alles scheiße findet. Oder ist das Ihre Meinung über die Streikenden/Streikberechtigten, dass die eher als Fähnchen im Wind agieren und sich von sort was von Ihren Zielen abbringen lassen?

Und Sie sagen es ja selbst: Es handelt sich um eine Fach-Webseite… 95% der User hier sind doch irgendwelche "Nerds”, die eh soweit in der Materie stecken, dass diese ganzen neuen Schreiberlinge jetzt nicht wirklich etwas Neues raushauen.
Wenn man die ganzen angeblichen Pressestellen User dann noch von den ganzen Klick- und Userzahlen abzieht, und dann bitte alle nicht nur so selektive die von der LH, sondern auch die der Gewerkschaften, Umweltverbänden, Parteien etc., die man hier dann genauso vermuten müsste, dann bleiben hier im Forum doch nur noch 2 Duzend User über, wenn überhaupt.

Dieser Beitrag wurde am 02.08.2022 04:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.08.2022 - 08:47 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Zur Versachlichung der Diskussion verweise ich auf die Marktdaten zu den Gehältern.
LH zahlt auf ihrem Brot und Butter Markt nach Nordamerika schon lange unterdurchschnittliche Gehälter.
Um auf ein marktübliches Gehalt zu kommen musste ich als Langstrecken FO eine Gehaltserhöhung von 50% einfordern.

Das kann man hier gut nachlesen Legacy Airlines bei Airlinepilot central.com:

 https://www.airlinepilotcentral.com/airlines/legacy
Sachlich? Was ist daran sachlich?
Sie greifen willkührlich irgendwo auf dem Planeten einen Arbeitsplatz heraus und setzen ihn mit einem Job hier in Europa in Vergleich. Warum vergleichen Sie nicht mit Airlines hier in Europa. Mit denen steht LH für das Gros der Strecken in direktem Wettbewerb, das hat eine sachliche Relevanz. Im Untertschied zu LHA machen die Airlines in den USA mit ihren Flugbetrieben, exkl. Technik oder Cargo, auch Profit. Innereuropäisch zahlt man nur gut die Hälfte eines domestic USA Tarifs für vergleichbare Strecken. In diesem Umfeld bewegen wir uns, nicht im Fantasieland.
Nichts gegen einen Schluck aus der Gehaltspulle, aber es sollte mit dem relevanten Umfeld passen.
Beitrag vom 02.08.2022 - 08:53 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)
Eine Erhöhung der Gehälter stellt doch eigentlich niemand in Frage. Die Höhe ist natürlich Verhandlungssache und zu Tarifverhandlungen gehört auf jeden Fall auch Streikfähigkeit. Ob es dann auch zum Streik kommen muss, hängt von den Verhandlungen ab.
Da hier häufig der Unterschied zu anderen Gehältern auf Nordatlantik-Routen als Beispiel genommen wird, sollen die Crews je nach Strecke unterschiedlich bezahlt werden? Ja das Leben auf der anderen Seite ist deutlich teurer geworden, aber die meisten LH-Crews leben doch auf dieser Seite des Atlantiks. Spesen vernünftig angleichen sollte also ausreichen, um die hohen Übernachtungskosten auszugleichen.
Ein automatischer Inflationsausgleich ist unternehmerisch ein viel zu großes Risiko (selbst, wenn es ihn schon bei EW geben sollte). In wirtschaftlich schlechten Zeiten, in denen alle (Wirtschaft und AN) den Gürtel enger schnallen müssten (durch Inflation) würden Arbeitnehmer mit automatischem Inflationsausgleich leben wie bisher, und das auf Kosten ihres Arbeitgebers.

Hat jemand hier etwas Hintergrundwissen, wie es mit der Buchungslage ausschaut, wenn der Sommer vorbei ist?
Beitrag vom 02.08.2022 - 09:35 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)


Sie verwechseln aktive Öffentlichkeitsarbeit mit "Verschwörungen" :)
Da macht nur jemand seinen Job.

Da ich Bezug auf Ihre Thesen hier nehme, sagen Sie mit Ihrer Antwort quasi, dass Sie hier aktive Öffentlichkeitsarbeit machen?
Ich habe ja nicht die ganzen Beiträge hier als Verschwörung bezeichnet, sondern eher den Glauben, dass sich hier wirklich eine Pressestelle (der LH?) anmeldet um in einem Beitrag, der wenn das Thema komplett ausartet ein paar tausend mal geklickt wird.

Davon bin ich zu 100 % überzeugt!
Allerdings nicht dafür "wenn ein Thema komplett 'ausartet'", sondern für eine ständige Beobachtung und ggfls. Einflussnahme (im Sinne der LH AG) auf das Thema.
Das ist zwar (schon lange) nicht mehr die 'LH Pressestelle', denn es ist ja erwiesen, dass ein Meinungsbild über ein Unternehmen nicht mehr durch die 'konservativen' Mediennutzer geprägt wird, sondern auf den Social Media Kanälen. Und da gehört, in diesem Fall für die LH AG, nun einmal auch Aero.de dazu. Kleinvieh macht auch Mist.
Es wäre geradezu 'fahrlässig', wenn die LH AG sowas nicht machen würde.

BTW, vergessen Sie bei Ihrem Kommentar auch die ganzen Beiträge von den neuen Usern pro Streik und gegen das Management nicht. Die kommen dann wahrscheinlich von der VC?

Vergessen Sie die ganzen "Neuanmeldungen". Die gehören definitiv nicht dazu. Die wollen in der Regel nur Ihren Frust loswerden (egal in welche Richtung). Es sind m.E. 3 - 4 (Dauer)Foristen hier, die diesen 'Job' machen.

Am Ende hat das was hier im Forum steht doch so eine geringe Reichweite, dass das den Aufwand nicht wert wäre.

Da haben Sie schon Recht, aber es ist eben eines von wenigen Luftfahrtforen, und die die sich dafür interessieren, verfolgen das schon und bilden sich Ihre Meinung.
Zumal ja hier in der Regel nur DPA (u.a.) Meldungen 'nachgeschrieben' werden.
Btw.
Die VC und die anderen Gewerkschaften versuchen das sicher ähnlich, haben aber vermutlich nicht die nötigen Finanzvoraussetzung und 'Menpower' wie eine AG.

Denn die Diskussion dazu ist das Entscheidende. Und die wird versucht zu beeinflussen (siehe z.B. weiter unten).

Ja?
Ganz so viele Fach-Webseiten zum Thema Luftfahrt gibt es auch nicht mehr.

Jap… wen sollte man denn damit überzeugen? Die Piloten haben doch Ihre eigene Position und werden mit Sicherheit nicht, zumindest die meisten, so meine Vermutung, plötzlich Ihre Ziele vergessen, weil hier irgendein No-name onetime Schreiberling in einem anonymen Forum schreibt, dass er das alles scheiße findet. Oder ist das Ihre Meinung über die Streikenden/Streikberechtigten, dass die eher als Fähnchen im Wind agieren und sich von sort was von Ihren Zielen abbringen lassen?

Siehe oben, meine Meinung zu den ganzen (kurzzeitigen) Neuanmeldungen.


Und Sie sagen es ja selbst: Es handelt sich um eine Fach-Webseite… 95% der User hier sind doch irgendwelche "Nerds”, die eh soweit in der Materie stecken, dass diese ganzen neuen Schreiberlinge jetzt nicht wirklich etwas Neues raushauen.
Ist schon interessant, wie viele nur zu einem Thema schreibende Neuzugänge nicht nur dieses Luftfahrtforum rund um Streiks oder Streikankündigungen von Piloten immer wieder verzeichnet.

Alle auf der Linie der Arbeitgeber, manche möchten Gewerkschaften am liebsten gleich ganz verbieten.
So'n Zufall aber auch möchte man da glatt meinen :)

Selbiges war hier in naher Vergangenheit doch auch zu sehen, als es darum ging auf die Fehlplanungen des Mgmt. hinzuweisen... von daher würde ich das nicht zu hoch hängen oder irgendwelche Verschwörungen herbeireden.

Es ist schon interessant, mit wieviel Verve Sie sich mit diesem, eigentlich völlig unbedeutenden Thema, befassen... ;)


Und es hsg ha auch "Erfolg".

Ich gehe jede Wette ein, bei einer neutralen Umfrage in Deutschland würde eine Mehrheit der Befragten die LH als solides, gesundes Unternehmen, welches seine AN (und Steuern...) ordentlich bezahlt, gute Leistungen (Preis - Leishungsverhältnis) erbringt: kurz als eine Airline der man Vertrauen kann, dastehen.
Trotz der ganze 'negativen Entwicklungen/Erfahrungen' der letzten Jahre. Und an (gelegentlichen) Problemen sind nur die Gewerkschaften Schuld... .
Beitrag vom 02.08.2022 - 11:13 Uhr
UserChristian159
User (134 Beiträge)

Davon bin ich zu 100 % überzeugt!
Allerdings nicht dafür "wenn ein Thema komplett 'ausartet'", sondern für eine ständige Beobachtung und ggfls. Einflussnahme (im Sinne der LH AG)

oder im Sinne der Condor, wenn man die seit Jahren durchweg postiven Kommentare von @Viri oder @B757767 berücksichtigt ...

auf das Thema.
Das ist zwar (schon lange) nicht mehr die 'LH Pressestelle', denn es ist ja erwiesen, dass ein Meinungsbild über ein Unternehmen nicht mehr durch die 'konservativen' Mediennutzer geprägt wird, sondern auf den Social Media Kanälen. Und da gehört, in diesem Fall für die LH AG, nun einmal auch Aero.de dazu. Kleinvieh macht auch Mist.
Es wäre geradezu 'fahrlässig', wenn die LH AG sowas nicht machen würde.

BTW, vergessen Sie bei Ihrem Kommentar auch die ganzen Beiträge von den neuen Usern pro Streik und gegen das Management nicht. Die kommen dann wahrscheinlich von der VC?

Vergessen Sie die ganzen "Neuanmeldungen". Die gehören definitiv nicht dazu. Die wollen in der Regel nur Ihren Frust loswerden (egal in welche Richtung). Es sind m.E. 3 - 4 (Dauer)Foristen hier, die diesen 'Job' machen.

Da haben Sie schon Recht, aber es ist eben eines von wenigen Luftfahrtforen, und die die sich dafür interessieren, verfolgen das schon und bilden sich Ihre Meinung.
Zumal ja hier in der Regel nur DPA (u.a.) Meldungen 'nachgeschrieben' werden.
Btw.
Die VC und die anderen Gewerkschaften versuchen das sicher ähnlich, haben aber vermutlich nicht die nötigen Finanzvoraussetzung und 'Menpower' wie eine AG.

Die Streikkasse von Verdi und der VC sind doch gut gefüllt. Wie viel bekommen Sie denn von den Gewerkschaften pro Kommentar?
Beitrag vom 02.08.2022 - 12:02 Uhr
UserViri
User (1166 Beiträge)

Davon bin ich zu 100 % überzeugt!
Allerdings nicht dafür "wenn ein Thema komplett 'ausartet'", sondern für eine ständige Beobachtung und ggfls. Einflussnahme (im Sinne der LH AG)

oder im Sinne der Condor, wenn man die seit Jahren durchweg postiven Kommentare von @Viri oder @B757767 berücksichtigt ...


Hmm, vielleicht sollte ich damit wirklich mal an die Condor herantreten :) Danke für den Tipp!
Beitrag vom 02.08.2022 - 12:48 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)

Davon bin ich zu 100 % überzeugt!
Allerdings nicht dafür "wenn ein Thema komplett 'ausartet'", sondern für eine ständige Beobachtung und ggfls. Einflussnahme (im Sinne der LH AG)

oder im Sinne der Condor, wenn man die seit Jahren durchweg postiven Kommentare von @Viri oder @B757767 berücksichtigt ...


Hmm, vielleicht sollte ich damit wirklich mal an die Condor herantreten :) Danke für den Tipp!

Das Problem, das ich hier eher sehe ist, dass jeder, der nicht der eigenen Meinung ist und eine Meinung vertritt, die man selbst nicht nachvollziehen kann, einfach dem "fremden Lager" zugeordnet wird und zu einem bezahlten Schreiberling abgestempelt wird. Ich glaube da kommen Sie nicht weit mit Ihrer Forderung bei der Condor ;-)

Das kann man hier ja öfters im Forum lesen, dass einige User hier immer wieder mit solchen Andeutungen um die Ecke kommen, wenn da jemand vehement eine andere Meinung vertritt.
Beitrag vom 02.08.2022 - 20:06 Uhr
UserLRBoeing
User (6 Beiträge)
Zur Versachlichung der Diskussion verweise ich auf die Marktdaten zu den Gehältern.
LH zahlt auf ihrem Brot und Butter Markt nach Nordamerika schon lange unterdurchschnittliche Gehälter.
Um auf ein marktübliches Gehalt zu kommen musste ich als Langstrecken FO eine Gehaltserhöhung von 50% einfordern.

Das kann man hier gut nachlesen Legacy Airlines bei Airlinepilot central.com:

 https://www.airlinepilotcentral.com/airlines/legacy
Sachlich? Was ist daran sachlich?
Sie greifen willkührlich irgendwo auf dem Planeten einen Arbeitsplatz heraus und setzen ihn mit einem Job hier in Europa in Vergleich. Warum vergleichen Sie nicht mit Airlines hier in Europa. Mit denen steht LH für das Gros der Strecken in direktem Wettbewerb, das hat eine sachliche Relevanz. Im Untertschied zu LHA machen die Airlines in den USA mit ihren Flugbetrieben, exkl. Technik oder Cargo, auch Profit. Innereuropäisch zahlt man nur gut die Hälfte eines domestic USA Tarifs für vergleichbare Strecken. In diesem Umfeld bewegen wir uns, nicht im Fantasieland.
Nichts gegen einen Schluck aus der Gehaltspulle, aber es sollte mit dem relevanten Umfeld passen.

Nein, es geht nicht um Arbeitsbedingungen irgendwo auf dem Planeten, sonder im relevantesten Markt der Lufthansa.

Der Atlantikverkehr wird zum grossen Teil in transatlantischen Jointventures geflogen, Kosten und Erträge werden entsprechend geteilt.

Insofern sind die Arbeitsbedingungen der US Netzwerkairlines sehr relevant um die der Lufthansa einzuordnen.

Nochmals: die Lufthansa fliegt zu Discount-Personalkosten auf der Langstrecke. Einerseits sind die Gehälter per se wesentlich niedriger als den US Airlines (auch KLM, air France, etc) und zusätzlich werden Langstrecke bereits ab 8h von US Airlines mit 3 Piloten geflogen - da ist Lufthansa, nochmals wesentlich kostengünstiger in der OPS.

Das sind Fakten, die man nicht unter den Tisch fallen lassen kann.
Beitrag vom 03.08.2022 - 08:03 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Zur Versachlichung der Diskussion verweise ich auf die Marktdaten zu den Gehältern.
LH zahlt auf ihrem Brot und Butter Markt nach Nordamerika schon lange unterdurchschnittliche Gehälter.
Um auf ein marktübliches Gehalt zu kommen musste ich als Langstrecken FO eine Gehaltserhöhung von 50% einfordern.

Das kann man hier gut nachlesen Legacy Airlines bei Airlinepilot central.com:

 https://www.airlinepilotcentral.com/airlines/legacy
Sachlich? Was ist daran sachlich?
Sie greifen willkührlich irgendwo auf dem Planeten einen Arbeitsplatz heraus und setzen ihn mit einem Job hier in Europa in Vergleich. Warum vergleichen Sie nicht mit Airlines hier in Europa. Mit denen steht LH für das Gros der Strecken in direktem Wettbewerb, das hat eine sachliche Relevanz. Im Untertschied zu LHA machen die Airlines in den USA mit ihren Flugbetrieben, exkl. Technik oder Cargo, auch Profit. Innereuropäisch zahlt man nur gut die Hälfte eines domestic USA Tarifs für vergleichbare Strecken. In diesem Umfeld bewegen wir uns, nicht im Fantasieland.
Nichts gegen einen Schluck aus der Gehaltspulle, aber es sollte mit dem relevanten Umfeld passen.

Nein, es geht nicht um Arbeitsbedingungen irgendwo auf dem Planeten, sonder im relevantesten Markt der Lufthansa.
Das ist aber nicht der relevanteste Markt. Das Angebot auf dem NA liegt ähnlich dem Angebot in Europa. Allerdings erwirtschaftet Europa 40% der Erträge, der NA 25%.
Der Atlantikverkehr wird zum grossen Teil in transatlantischen Jointventures geflogen, Kosten und Erträge werden entsprechend geteilt.
Wenn man dieses Argument aufgreift, dann könnte man fragen, warum in diesem Segment die Ertragslage schlechter ist als in Europa.
Insofern sind die Arbeitsbedingungen der US Netzwerkairlines sehr relevant um die der Lufthansa einzuordnen.
Das ist wohl war, allerdings kommt es darauf an, wie man drauf schaut. Sich einfach irgendeinen Markt herauszupicken und dann sagen, das will ich auch, ist einfach zu kurz gesprungen. Die aktuellen strukturellen Eigenheiten des Marktes in den USA wurden an anderer Stelle schon ausführlichst aufgelistet. Nicht mal die VC folgt dieser Argumentatiuon. In der Konsequenz bedeutet das, dass die Vergütung sich an den Erträgen des jeweiligen Teilsegments orientiert oder man nimmt den durchschnittlichen Ertrag des Systems. Das würde das Requestverhalten komplett auf links drehen, wäre doch mal was ;-) Siehe Feiertagszuschläge am Boden. Ostern und Weihnachten ist die Krankheitsquote wesentlich niedriger.
Nochmals: die Lufthansa fliegt zu Discount-Personalkosten auf der Langstrecke. Einerseits sind die Gehälter per se wesentlich niedriger als den US Airlines (auch KLM, air France, etc) und zusätzlich werden Langstrecke bereits ab 8h von US Airlines mit 3 Piloten geflogen - da ist Lufthansa, nochmals wesentlich kostengünstiger in der OPS.
Stimmt, es geht nicht nur um die Gehälter, es geht um die Stückkosten für einen Arbeitsplatz. Da spielen VTV und MTV Hand in Hand. Haben Sie da Belege, dass die Gehälter bei AF/KL etc. teurer sind, als bei LHA? Die GBs sagen da etwas anderes.
Das sind Fakten, die man nicht unter den Tisch fallen lassen kann.
So sieht es aus.

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2022 08:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.08.2022 - 09:51 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
Zur Versachlichung der Diskussion verweise ich auf die Marktdaten zu den Gehältern.
LH zahlt auf ihrem Brot und Butter Markt nach Nordamerika schon lange unterdurchschnittliche Gehälter.
Um auf ein marktübliches Gehalt zu kommen musste ich als Langstrecken FO eine Gehaltserhöhung von 50% einfordern.

Das kann man hier gut nachlesen Legacy Airlines bei Airlinepilot central.com:

 https://www.airlinepilotcentral.com/airlines/legacy
Sachlich? Was ist daran sachlich?
Sie greifen willkührlich irgendwo auf dem Planeten einen Arbeitsplatz heraus und setzen ihn mit einem Job hier in Europa in Vergleich. Warum vergleichen Sie nicht mit Airlines hier in Europa. Mit denen steht LH für das Gros der Strecken in direktem Wettbewerb, das hat eine sachliche Relevanz. Im Untertschied zu LHA machen die Airlines in den USA mit ihren Flugbetrieben, exkl. Technik oder Cargo, auch Profit. Innereuropäisch zahlt man nur gut die Hälfte eines domestic USA Tarifs für vergleichbare Strecken. In diesem Umfeld bewegen wir uns, nicht im Fantasieland.
Nichts gegen einen Schluck aus der Gehaltspulle, aber es sollte mit dem relevanten Umfeld passen.

Nein, es geht nicht um Arbeitsbedingungen irgendwo auf dem Planeten, sonder im relevantesten Markt der Lufthansa.
Das ist aber nicht der relevanteste Markt. Das Angebot auf dem NA liegt ähnlich dem Angebot in Europa. Allerdings erwirtschaftet Europa 40% der Erträge, der NA 25%.
Der Atlantikverkehr wird zum grossen Teil in transatlantischen Jointventures geflogen, Kosten und Erträge werden entsprechend geteilt.
Wenn man dieses Argument aufgreift, dann könnte man fragen, warum in diesem Segment die Ertragslage schlechter ist als in Europa.
Insofern sind die Arbeitsbedingungen der US Netzwerkairlines sehr relevant um die der Lufthansa einzuordnen.
Das ist wohl war, allerdings kommt es darauf an, wie man drauf schaut. Sich einfach irgendeinen Markt herauszupicken und dann sagen, das will ich auch, ist einfach zu kurz gesprungen. Die aktuellen strukturellen Eigenheiten des Marktes in den USA wurden an anderer Stelle schon ausführlichst aufgelistet. Nicht mal die VC folgt dieser Argumentatiuon. In der Konsequenz bedeutet das, dass die Vergütung sich an den Erträgen des jeweiligen Teilsegments orientiert oder man nimmt den durchschnittlichen Ertrag des Systems. Das würde das Requestverhalten komplett auf links drehen, wäre doch mal was ;-) Siehe Feiertagszuschläge am Boden. Ostern und Weihnachten ist die Krankheitsquote wesentlich niedriger.
Nochmals: die Lufthansa fliegt zu Discount-Personalkosten auf der Langstrecke. Einerseits sind die Gehälter per se wesentlich niedriger als den US Airlines (auch KLM, air France, etc) und zusätzlich werden Langstrecke bereits ab 8h von US Airlines mit 3 Piloten geflogen - da ist Lufthansa, nochmals wesentlich kostengünstiger in der OPS.
Stimmt, es geht nicht nur um die Gehälter, es geht um die Stückkosten für einen Arbeitsplatz. Da spielen VTV und MTV Hand in Hand. Haben Sie da Belege, dass die Gehälter bei AF/KL etc. teurer sind, als bei LHA? Die GBs sagen da etwas anderes.
Das sind Fakten, die man nicht unter den Tisch fallen lassen kann.
So sieht es aus.

Fakten sollte man nicht nur nicht 'unter den Tisch fallen lassen', sondern auch nicht verdrehen, respektive ignorieren.

Zuerst wird versucht den Foristen und seinen Beitrag "lächerlich" zu machen:

"Sachlich? Was ist daran sachlich?
Sie greifen willkührlich irgendwo auf dem Planeten einen Arbeitsplatz heraus und setzen ihn mit einem Job hier in Europa in Vergleich.".

Dann besitzt dieser doch die 'Dreistigkeit' das nicht einfach so hinzunehmen und bringt weitere (nicht zu ignorierende) Argumente:

"Nein, es geht nicht um Arbeitsbedingungen irgendwo auf dem Planeten, sonder im relevantesten Markt der Lufthansa.

Der Atlantikverkehr wird zum grossen Teil in transatlantischen Jointventures geflogen, Kosten und Erträge werden entsprechend geteilt.

Insofern sind die Arbeitsbedingungen der US Netzwerkairlines sehr relevant um die der Lufthansa einzuordnen."

Hm, nicht von der Hand zu weisen, obwohl (kleiner Fehler) nicht der relevanteste Markt ('nur' 25 Prozent der Erträge...!), also wird jetzt ein Schwenk vollzogen und (statt wie ursprünglich der Ausgangspunkt: der Gehaltsvergleich UND Arbeitsbedingungen mit den US Airlines (z.B. ab 8 Stunden 3 Leute Cockpit- Crew), jetzt die (nur am Rande erwähnten) europäischen Wettbewerber in dem Mittelpunkt gerückt.

Und dann noch die (unbewiesene) Behauptung aufstellt, dass ja Tickets für vergleichbare 'InnerUS Strecken' viel teuer sind als innereuropäische... .

Kurz geprüft:

4. - 8.10. (ca. gleiche Flugzeit/ Streckenlänge)

NY - Washington € 161,00 (inkl. Gepäck)
HAM - MUC € 154,00 (ohne alles)

Ach was?

Beitrag vom 03.08.2022 - 11:10 Uhr
UserX-Ray
User (274 Beiträge)
Und dann noch die (unbewiesene) Behauptung aufstellt, dass ja Tickets für vergleichbare 'InnerUS Strecken' viel teuer sind als innereuropäische... .

Kurz geprüft:

4. - 8.10. (ca. gleiche Flugzeit/ Streckenlänge)

NY - Washington € 161,00 (inkl. Gepäck)
HAM - MUC € 154,00 (ohne alles)

Ach was?

Die Strecke HAM-MUC ist über 75% länger als NYC-WAS. Und dass man aus einem Ticketpreis nicht auf den Durchschnitt von Hunderttausenden Flügen im Jahr schließen kann, darauf kommen Sie vielleicht sogar selbst.
Beitrag vom 03.08.2022 - 12:19 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Und dann noch die (unbewiesene) Behauptung aufstellt, dass ja Tickets für vergleichbare 'InnerUS Strecken' viel teuer sind als innereuropäische... .

Kurz geprüft:

4. - 8.10. (ca. gleiche Flugzeit/ Streckenlänge)

NY - Washington € 161,00 (inkl. Gepäck)
HAM - MUC € 154,00 (ohne alles)

Ach was?

Die Strecke HAM-MUC ist über 75% länger als NYC-WAS. Und dass man aus einem Ticketpreis nicht auf den Durchschnitt von Hunderttausenden Flügen im Jahr schließen kann, darauf kommen Sie vielleicht sogar selbst.
Nicht nur darauf. Die jeweiligen Durchschnittspreise und Streckenlängen kann man googlen und entsprechend runterbrechen auf den Preis pro Kilometer, bereinigt um Meile/Km und €/$. Da bleiben immer noch knapp 15% mehr. Man könnte auch die beiden ULCCS vergleichen, durchsch. Ticketpreis Spirit 100,-$, Ryanair 40€. Wenn das nicht reicht, dann könnte man noch die Gebühren nachschauen. Für einen US Inlandsflug fallen ca. 10$ Gebühren an, Airport, Security usw. Ex D innerhalb EU ca. 50€. Das heißt, von dem ohnehin teureren Flugpreis bleiben netto mehr bei der Airline hängen. Wenn wir schon die Fakten auf den Tisch legen wollen und nicht ignorieren...

Kurz, für den gleichen Einsatz des gleichen Materials bleibt in bestimmten Märkten einfach mehr hängen und es kann besser bezahlt werden. In meinem Verständnis taugt daher ein Vergleich der Bedingungen nicht als Grundlage für eine Lohnforderung. Mehr nicht.

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2022 12:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.08.2022 - 13:27 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)
LH zahlt auf ihrem Brot und Butter Markt nach Nordamerika schon lange unterdurchschnittliche Gehälter.
Um auf ein marktübliches Gehalt zu kommen musste ich als Langstrecken FO eine Gehaltserhöhung von 50% einfordern.

Der Atlantikverkehr wird zum grossen Teil in transatlantischen Jointventures geflogen, Kosten und Erträge werden entsprechend geteilt.

Insofern sind die Arbeitsbedingungen der US Netzwerkairlines sehr relevant um die der Lufthansa einzuordnen.

Nochmals: die Lufthansa fliegt zu Discount-Personalkosten auf der Langstrecke. Einerseits sind die Gehälter per se wesentlich niedriger als den US Airlines (auch KLM, air France, etc) und zusätzlich werden Langstrecke bereits ab 8h von US Airlines mit 3 Piloten geflogen - da ist Lufthansa, nochmals wesentlich kostengünstiger in der OPS.

Das sind Fakten, die man nicht unter den Tisch fallen lassen kann.

Dann sollte man doch eine neue Spaten-Gewerkschaft für Langstreckenpiloten gründen! Dann braucht man keine Rücksicht mehr auf den Rest des Marktes zu nehmen und kann deutlich höhere Forderungen durchsetzen, als die VC es für alle Piloten zusammen machen kann.
Beitrag vom 04.08.2022 - 00:18 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
Und dann noch die (unbewiesene) Behauptung aufstellt, dass ja Tickets für vergleichbare 'InnerUS Strecken' viel teuer sind als innereuropäische... .

Kurz geprüft:

4. - 8.10. (ca. gleiche Flugzeit/ Streckenlänge)

NY - Washington € 161,00 (inkl. Gepäck)
HAM - MUC € 154,00 (ohne alles)

Ach was?

Die Strecke HAM-MUC ist über 75% länger als NYC-WAS. Und dass man aus einem Ticketpreis nicht auf den Durchschnitt von Hunderttausenden Flügen im Jahr schließen kann, darauf kommen Sie vielleicht sogar selbst.
Nicht nur darauf. Die jeweiligen Durchschnittspreise und Streckenlängen kann man googlen und entsprechend runterbrechen auf den Preis pro Kilometer, bereinigt um Meile/Km und €/$. Da bleiben immer noch knapp 15% mehr. Man könnte auch die beiden ULCCS vergleichen, durchsch. Ticketpreis Spirit 100,-$, Ryanair 40€. Wenn das nicht reicht, dann könnte man noch die Gebühren nachschauen. Für einen US Inlandsflug fallen ca. 10$ Gebühren an, Airport, Security usw. Ex D innerhalb EU ca. 50€. Das heißt, von dem ohnehin teureren Flugpreis bleiben netto mehr bei der Airline hängen. Wenn wir schon die Fakten auf den Tisch legen wollen und nicht ignorieren...

Kurz, für den gleichen Einsatz des gleichen Materials bleibt in bestimmten Märkten einfach mehr hängen und es kann besser bezahlt werden. In meinem Verständnis taugt daher ein Vergleich der Bedingungen nicht als Grundlage für eine Lohnforderung. Mehr nicht.

Sie verzeihen mir sicherlich die Frage. Haben Sie das am 02.08.2022, 08:47 Uhr geschrieben:

"Innereuropäisch zahlt man nur gut die Hälfte eines domestic USA Tarifs für vergleichbare Strecken. In diesem Umfeld bewegen wir uns, nicht im Fantasieland"

Scrollen Sie nach oben, es ist ein wortwörtliches Zitat aus IHREM Beitrag.

Jetzt eine erneute Volte:
es geht plötzlich um Kosten und Erträge... .

Btw.

Die von mir ermittelten Preise beziehen sich auf DELTA und LH (nix Spirit ./. FR oder so!)
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