737 MAX
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Boeing klammert 737-600 von Re-Engining aus

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Boeing 737 MAX, © The Boeing Company

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RENTON - Die Boeing 737 New Engine Family (NEF) wird nur noch drei Varianten umfassen. Ab 2017 wird Boeing die 737-700, 737-800 und 737-900ER mit neuen CFM LEAP-1B Triebwerken als "737 MAX 7", "737 MAX 8" und "737 MAX 9" ausliefern. Der erfolglose 100-Sitzer 737-600 wird nicht überarbeitet. Auch Airbus hatte im Programm A320NEO die kleinste Ausbaustufe seiner Single Aisle-Familie, die A318, vom Re-Engining ausgeklammert.

Die 737 MAX soll in den vergangenen Monaten an die Airbus A320NEO verlorene Marktanteile aufholen. "Wir bieten unseren Kunden ein Flugzeug an, das 7,0 Prozent geringere Betriebskosten hat, als die A320NEO", legte Boeing Marktingchef Randy Tinseth am Dienstag vor. "Der Treibstoffverbrauch wird voraussichtlich 16 Prozent unter dem derzeitigen Angebot unseres Wettbewerbers liegen sowie 4,0 Prozent unter dessen zukünftigem Angebot."

Airbus-Verkaufschef John Leahy bezweifelte Boeings Zahlen umgehend. Er könne sich nicht vorstellen, dass die überarbeitete 737 sparsamer sei als die A320NEO, sagte er. "Wir sehen die echten Resultate in unseren Auftragsbüchern."

Details zu technischen Spezifikationen der 737 MAX blieb Boeing am Dienstag noch schuldig. Diese würden in Abstimmung mit den Programmzulieferern in den nächsten Monaten festgelegt, sagte Boeing Commercial Airplanes Vorstand Jim Albaugh bei einer Pressekonferenz am 737-Werk Renton.

Grundlegende Änderungen an der Konstruktion will Boeing aber vermeiden. Der Rumpf der 737 werde lediglich "aerodynamisch optimiert", sagte Albaugh. Neu am Flugzeug wird die Einführung von fly-by-wire-Systemen sein. 

Airbus-Chef Tom Enders hatte bereits im Dezember angekündigt, die bekannte A320-Modellfamilie zu modernisieren. Damit rannte er bei den von hohen Spritpreisen gebeutelten Fluggesellschaften offene Türen ein. Der Verkaufserfolg der A320NEO setzte Boeing unter Zugzwang. Den Ausschlag für die Überarbeitung der 737 gab letztlich American Airlines mit einem Großauftrag Ende Juli.

Zuvor hatte Boeing eine komplette Neuentwicklung favorisiert. Doch das wäre teurer gewesen und hätte mehr Zeit gekostet. Zudem hätte der Übergang auf ein neues Modell bei hohen monatlichen Fertigungsraten Probleme bereitet.

Laut Boeing haben bislang fünf Fluggesellschaften 496 737 MAX verbindlich bestellt oder Kaufabsichten unterzeichnet. Auf eine Bestellung von American Airlines dürften hiervon 160 Flugzeuge entfallen. Die weiteren frühen Kunden der 737 MAX wurden noch nicht benannt.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: The Boeing Company | 31.08.2011 08:52


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