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06:24 Uhr

Airlines sollen iranischen Luftraum länger meiden

Lufthansa Airbus A350-1000
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Können die USA und der Iran ihre Konflikte lösen? In der Schweiz wollen Regierungsvertreter beider Länder am Dienstag Gespräche fortsetzen. Parallel verlegen die USA einen zweiten Flugzeugträger in den Nahen Osten. Europäische Fluggesellschaften sollen iranischen Luftraum weiter "in jeder Höhe" meiden.

Der Iran und die USA wollen nach Angaben aus Teheran ihre Verhandlungen in der Schweiz fortsetzen. Die nächsten Gespräche sind für Dienstag in Genf geplant, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Es ist die zweite Verhandlungsrunde, nachdem beide Staaten am 6. Februar einen neuen Dialog begonnen hatten. Wieder vermittelt dabei der Oman. Die vom Außenminister Abbas Araghtschi geleitete Delegation flog noch am Sonntag ab. Bei den Gesprächen geht es unter anderem um Irans umstrittenes Atomprogramm.

Das Regime in Teheran hatte Proteste der Bevölkerung zuletzt blutig niedergeschlagen - Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 30.000 getötigten Demonstranten aus.

Die Lage rund um den Iran lässt Flüge über den Iran weiter nicht zu - Lufthansa weicht seit Wochen auf alternative Routings aus und bedient einige Nahost-Ziele nur per Tagflug mit direkter Rückkehr ohne Crewaufenthalt.

EASA warnt vor Fehlidentifikationen

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat eine generelle "No Fly"-Empfehlung für den Iran jetzt bis 31. März 2026 ausgeweitet. 

"Angesichts der aktuellen Lage und der Möglichkeit eines Militärschlags der USA (...) besteht derzeit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Fehlidentifizierungen innerhalb der FIR Teheran", teilte die EASA mit. Iranische Flugabwehr könnte Flugzeuge auch in Reiseflughöhe abschießen. Airlines sollten daher weiter auf Iran-Überflüge "in jeder Höhe" verzichten.

Die US-Regierung beordert mit der "USS Gerald R. Ford" aktuell einen zweiten Flugzeugträger in den Nahen Osten.

Im Falle einer militärischen Intervention der USA bestehe "die Möglichkeit von Vergeltungsmaßnahmen" des Iran gegen US-Militärstützpunkte in der Region, so die EASA weiter. Dies berge "zusätzliche Risiken für den Luftraum der Nachbarländer".
© aero.de, dpa | Abb.: Lufthansa | 17.02.2026 06:24


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